Deutliche Alternative zu Merkel und CDU
Mit einer energischen Kampfansage stimmte der SPD-Kanzlerkandidat und Parteivorsitzende Martin Schulz auf dem Duisburger Landesparteitag die Delegierten der NRWSPD auf den Bundestagswahlkampf ein. Am 24. September wird in Deutschland gewählt: Schulz zeigte in der 50-minütigen und an vielen Stellen bejubelten Rede eindrucksvoll, dass er und die SPD die klare Alternative zu Merkel und zur CDU sind. Es braucht jetzt einen SPD-Bundeskanzler, um die Herausforderungen der Zeit anzupacken.
„In einem Land, in dem es zweistellige Milliardenüberschüsse gibt, darf es keinen Pflegenotstand geben“, forderte der SPD-Vorsitzende. Der bayrische Ministerpräsident Seehofer verspreche stattdessen lieber Steuersenkungen, sage allerdings nicht für wen und in welcher Höhe.
SPD: Klug investieren statt ambitionslos „auf Sicht fahren“
Schulz stellte ...
Veröffentlicht am 16.06.2017
Das offizielle Programm
Veröffentlicht am 15.06.2017
Heute ein Beispiel aus Göttingen zur Neuordnung der Schullandschaft
2015 hat die Universitätsstadt Göttingen ihre Schullandschaft erfolgreich neu geordnet. Als immer klarer wurde, dass durch die „Abstimmung mit Füßen“ in erster Linie integrierte Gesamtschulen und Gymnasien nachgefragt wurden, hat man sich von den Haupt- und Realschulen verabschiedet. In Göttingen gibt es bereits ein 2-gliedriges Schulsystem. Und noch etwas: Die 4 Gesamtschulen der Stadt, besonders die IGS Geismar, die 2011 den begehrten Deutschen Schulpreis der Robert Bosch-Stiftung erhalten hat, sind so nachgefragt, dass die Gymnasien vor Ort sich darüber beklagen, zu wenig gute Schüler zu bekommen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, mussten sie sich konzeptionell öffnen, quasi neu aufstellen. Eine erstaunliche Entwicklung, die letztlich zeigt, dass das mehrgliedrige Schulsystem überholt ist, bzw. von der Realität überholt wird. Zurück zum Erfolgsrezept der Georg-Christopf-Lichtenbergschule, der ausgezeichneten integrierten Gesamtschule in Göttingen: Starke und schwache Schüler bilden bis zur 10 Klasse ein gemeinsames Team. An 6er Tischgruppen sitzen aber mindesten 3 leistungsstarke Schüler, die die schwächeren unterstützen. Eigentlich nichts Neues. Es ist aber die Quote, nach der neue Schüler aufgenommen werden.
60 – 20 – 10 – 10
- 60 % aus der Leistungsspitze der Grundschüler
- 20 % aus der Mitte
- 10 % von den schwachen Schülern
- 10 % Inklusionskinder
Die Quote hat sich die Schulleitung nicht ausgedacht, so der Schulleiter Wolfgang Vogelsaenger, sondern sie entspricht der Bevölkerungsverteilung und dem Elternwillen.
Dorsten
Was heißt das jetzt für Dorsten? Die Diskussion um die Neuordnung der Schullandschaft ist noch nicht abgeschlossen. Anstatt weiter zu versuchen, parteipolitisch zu steuern, sollten sich Verwaltung und Rat in erster Linie vom Elternwillen leiten lassen. Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass man auch von anderen Städten lernen kann.
Eigene Kurzfassung eines Berichts der ZEIT vom 1. Juni 2017 unter der Überschrift: „Das Gezerre um gute Schüler“
Veröffentlicht am 14.06.2017
Dorstener SPD macht sich fit für die Zukunft
Duisburg und Dorsten trennen nur 36 Kilometer. Während dort die NRW-SPD sich neu aufstellte und Michael Groschek zum neuen Vorsitzenden wählte, hat Jennifer Schug, seit genau einem Jahr „Chefin“ der Dorstener Sozialdemokraten, hier zeitgleich mit 30 hoch motivierten Mitgliedern aus 8 Ortsvereinen, dem Stadtverband und der Fraktion 10 Stunden lang engagiert gearbeitet, um bereits den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können. Während Michael Groschek in einer beeindruckenden klaren und schonungslosen Duisburger Rede, „wir haben die Karre selbst an die Wand gefahren, nicht die Basis“, die verlorene Landtagswahl aufarbeitete, hat Jennifer Schug mit ihren Mitstreitern, nur wenige Kilometer entfernt, bereits die „Ärmel aufgekrempelt“ um die Arbeit der SPD vor Ort neu zu organisieren. Mit Leif Knape, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter der bisherigen Generalsekretärin Katarina Barley, verantwortlich für Kommunikation und Medien, konnte ein junger, dynamischer Experte gewonnen werden, der es mühelos schaffte, ...
Veröffentlicht am 13.06.2017
Landesparteitag wählt Mike Groschek zum neuen Vorsitzenden Beeindruckende Rede
Auf dem Landesparteitag der NRWSPD wurde Michael „Mike“ Groschek zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Neue Generalsekretärin des SPD-Landesverbands ist Svenja Schulze. Groschek erhielt 353 der 411 Stimmen (85,9%), auf Schulze entfielen 283 Stimmen (68,9%).
In seiner Nominierungsrede machte Groschek zuvor unter großem Applaus klar, dass es nach der Niederlage bei der Landtagswahl etwas aufzuarbeiten gilt:„Herzkammer? Stammland? Alles Pustekuchen und Selbstbetrug. Wir brauchen einen Neuanfang, der sich gewaschen hat“. Das schwache Ergebnis sei vermeidbar gewesen: „Wir haben die Karre selbst vor die Wand gefahren. Weil wir uns zu sicher waren und nicht geglaubt haben, dass Laschet Kraft schlagen kann.“
Michael Groschek bei seiner Rede ...
Veröffentlicht am 12.06.2017