Der Meckerscheck als Dauerbrenner
Wer glaubt, dass in Zeiten von Internet, Facebook und Co. Zeitungen überflüssig sind, „setzt auf das falsche Pferd“, so die Rhader SPD, die seit vielen Jahren sporadisch eine eigene Zeitung mit dem Titel „SPD-Nachrichten für Rhade“ produziert und an alle Haushalte kostenlos verteilt. Nun liegt die 115. Ausgabe vor. Dass die Landtagswahl am 14. Mai der Grund für die jetzige Präsentation ist, räumen die Herausgeber ohne Wenn und Aber ein. Ein 2. Blick zeigt, dass es sich aber um eine Mischung aus lokalen und überregionalen partei- und gesellschaftspolitischen Themenfeldern in der 4-seitigen (DIN A4) Publikation handelt. Ob Rhader Rahmenplan, das Bürgerforum oder die 800-Jahr Feier im Juni – die Berichterstattung will informieren und motivieren, sich einzusetzen. Nicht wegzudenken ist der Meckerscheck. Eine Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, wichtige Hinweise, Kritik oder Anregungen loszuwerden. „Wir kümmern uns um jede Eingabe“, so Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader Sozialdemokraten. Und weiter: „Der Meckerscheck ist eine gute Gelegenheit, Bürgerbeteiligung anzuregen“. Die SPD-Nachrichten erscheinen in einer Auflage von 2500 Stück. Interessenten außerhalb Rhades können sie auch anfordern. Kontakt: Christoph Kopp, E-Mail: chkoppsw200@aol.com
Veröffentlicht am 21.04.2017
11.Der Gang in die Opposition nach der Wahl einer neuen Regierung aus CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen war für uns alle bitter. Im Juni 2005 wählte mich die SPD-Landtagsfraktion zu ihrer Vorsitzenden. In diesen Wochen des Übergangs reifte sehr schnell bei der großen Mehrheit der Fraktion die innere Überzeugung, nicht resigniert zurück zu schauen, sondern die Zeit für einen Aufbruch und inhaltliche Neuorientierung zu nutzen. Ich erinnere mich noch gut, wie überrascht die Abgeordneten in den Regierungsfraktionen bei den ersten Landtagssitzungen waren, dass wir selbstbewusst und zuversichtlich auftraten und nicht wie geprügelte Hunde über die Flure schlichen. Vom ersten Tag an war die gemeinsame Leitlinie unseres Handelns und unserer täglichen Arbeit im Landtag: Wir wollen für die Bürgerinnen und Bürger erkennbar eine Regierung im Wartestand und keine verzagte und Nur-Dagegen-Opposition sein. Im Januar schenkte mir dann auch die Landespartei das Vertrauen, sie zu führen. Wir nutzten die Zeit, um in vielen Gesprächen mit Verbänden, Gewerkschaften, Kirchen, Vereinen, gesellschaftlichen Gruppen und den Bürgerinnen und Bürgern zuzuhören, um über ...
Veröffentlicht am 20.04.2017
Eine Nachfrage aus Rhade
Die Bitte, vor einiger Zeit per Leserbrief ausgesprochen, eine demokratische Positionierung der wahlberechtigten Dorstener Türken zum Referendum zu erhalten, blieb unbeantwortet.
Jetzt, nach der Abstimmung, nennt der Vorsitzende der Türkischen Gemeinden in Deutschland, das mehrheitliche 2/3-Abstimmungsverhaltung pro Erdogan in unseren Städten, erschreckend und unverständlich. Immerhin mal eine kritische Stellungnahme. Es wäre für unser Verständnis hilfreich gewesen, wenn sie vor der Wahl so deutlich abgegeben worden wäre. Es wäre für unser Verständnis hilfreich gewesen, wenn unsere Dorstener Bürger mit türkischem Pass oder auch mit Doppelpass, die alle Vorzügen unserer Demokratie und freiheitlichen Grundordnung kennen- und sicherlich schätzen gelernt haben, ebenfalls als Verteidiger der Grundrechte in ihrem Heimatland aufgetreten wären. So werden die Wunden, die gegenüber Deutschland mit den unsäglichen Nazivergleichen und beleidigenden Attacken „geschlagen“ wurden, nicht heilen.
Veröffentlicht am 19.04.2017
Gegen unfaire Artikel kann man sich wehren – Ein Beispiel
Selbst in einer renommierten Wochenzeitung erscheinen manchmal Berichte über das Handeln von Politikern, die die Grenze zu fairem Journalismus deutlich überschreiten. In einem ganzseitigen Artikel wird Ende März der NRW-Innenminister Ralf Jäger förmlich auseinandergenommen. Die Überschriften: „Ich doch nicht“ und „Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger stolpert von Fehler zu Fehler. Aber schuld sind immer die anderen“, lässt schon erahnen, dass da einer sein eigenes politisches Süppchen kochen will. Aber lassen wir mal alles parteipolitisch Gefärbte beiseite und konzentrieren uns nur auf den folgenden veröffentlichten Absatz:
„Der Mann aus NRW ist im Kreis der Innenminister eine Ausnahmeerscheinung. Jäger ist kein Jurist wie die meisten seiner Kollegen. Dafür hat er das Rechtsempfinden der Menschen jahrelang am Tresen studiert. In jungen Jahren arbeitete Jäger als Zapf-Aushilfe in der Duisburger Stahlarbeiterkneipe seiner Mutter.“
Der kritische Leser traut seinen Augen nicht und schreibt einen Leserbrief, der mit folgender Ankündigung per E-Mail veröffentlicht wurde: „Ihr Kommentar erscheint uns so interessant, dass wir ihn auf der Leserbriefseite der aktuellen Ausgabe abdrucken werden“.
Der komplette Leserbrief im Wortlaut, anschließend die veröffentlichte Form sowie ein Fazit:
Veröffentlicht am 18.04.2017
9.1994 trat ich in die SPD ein. Die Partei stand mir grundsätzlich schon nahe, aber ich kann nicht behaupten, eine politisch engagierte Jugend verbracht zu haben. Ich war zu beschäftigt mit Studieren, nebenbei Geld verdienen und Sport. Doch jetzt trat ich ein.
Die Partei hatte zuvor in Mülheim eine bittere Niederlage einstecken müssen. Ich bot meine Unterstützung an. Ich wollte was zurückgeben. Gleich 1995 kandidierte ich für den Vorstand der SPD Mülheim und wurde auch gewählt – was nicht unbedingt den Vorstellungen der damaligen Parteiführung entsprach.
Bei der Wahl der Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl 2000 rechnete ich mir keine großen Chancen aus. Doch zur allgemeinen Überraschung wurde ich dennoch gewählt. Und ab diesem Zeitpunkt ging es Schlag auf Schlag weiter.
Veröffentlicht am 17.04.2017