Bundespolitik Michael Gerdes, SPD-MdB, unser Mann in Berlin schreibt:

Liebe Leserin, lieber Leser aus Rhade,

in Nordrhein-Westfalen hat die SPD eine bittere Niederlage erlitten. Offensichtlich ist es bei dieser Wahl nicht gelungen, die Menschen davon zu überzeugen, dass die SPD die passenden Antworten auf die drängenden gesellschaftlichen Fragen hat. Wir werden uns selbstkritisch hinterfragen. Bis zur Bundestagswahl bleiben aber noch mehr als vier Monate, um zu erklären, was soziale Gerechtigkeit aus Sicht der SPD heißt.

In der Großen Koalition in Berlin konnte die SPD-Fraktion bereits wichtige Verbesserungen für Familien, Alleinerziehende und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchsetzen. Und wir haben immer noch einen Regierungsauftrag. In den kommenden drei Sitzungswochen wollen wir noch einige Gesetze durchbringen. Dazu zählen zum Beispiel Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente sowie ein umfangreiches Paket an Grundgesetzänderungen. Hier geht es um die ...

Veröffentlicht am 22.05.2017

 

Allgemein Wie die politische Wahrnehmung beeinflusst wird - Der Sonntagskommentar

Wofür Schulz steht, wissen wir – aber wofür steht Merkel?

Legen wir mal die Parteibrille ab und versuchen zu verstehen, was in den letzten Monaten passiert ist. Martin Schulz warf seinen Hut in den Ring und wurde gefeiert. Alles lief glatt, bis einige Journalisten mit vergifteten Fragen begannen, die Stimmung zu drehen. „Eigentlich wissen wir nicht, wofür Schulz steht“. Obwohl der Kandidat vom ersten Tag seiner Kandidatur einen Fahrplan für alle Themenbereiche bis zur Bundestagswahl im September mitgeliefert hat, entwickelte diese Frage eine Eigendynamik, die begierig auch von den konkurrierenden Parteien aufgegriffen wurde. Martin Schulz geriet ohne eigene Schuld in die Defensive. Als die Umfragewerte begannen zu bröckeln, wurde nachgelegt. „Zeit für mehr Gerechtigkeit? Was heißt das denn?“ Als wenn er es nicht ständig erklärt hätte. Parallel wurde der SPD-Hoffnungsträger aus fast allen Medien verbannt, um dann süffisant zu fragen, „Wo ist eigentlich Schulz?“ Wenn lange genug auf dieser unfairen Klaviatur gespielt wird, bleibt etwas in den Köpfen hängen. Dann sind die gesunkenen Umfragewerte fast schon eine logische Folge dieser indirekten Beeinflussung durch einige Medien. Pauschale Journalistenschelte ist absolut fehl am Platz. Wer aber das gute Recht für sich beansprucht, zu kommentieren, zu kritisieren und zur Meinungsbildung beizutragen, muss sich auch Fragen nach journalistischer Fairness gefallen lassen. Um es auf den Punkt zu bringen: „Martin Schulz und die SPD können und müssen noch besser werden, aber die Maßstäbe, die an ihn und die Sozialdemokraten zur Zeit angelegt werden, sollten auch für andere Politiker und Parteien gelten. Wofür steht denn Merkel eigentlich? Reicht wirklich der Satz: „Sie kennen mich“, um kritiklos die nächste Kanzlerkandidatur zu bestreiten?

Der Sonntagskommentar aus Rhade von Dirk Hartwich 

Veröffentlicht am 21.05.2017

 

Bundespolitik SPD-Parteitag: In Dortmund werden die Weichen für die Zukunft gestellt

Zeit für mehr Gerechtigkeit – in Deutschland und Europa

Machen wir uns nichts vor. Die SPD hat wichtige Landtagswahlen und danach eine gehörige Portion Selbstbewusstsein verloren. Vielleicht wäre der Begriff der Selbstzweifel besser. Zweifel, ob es gelingt, die GroKo zu beenden und im September als stärkste Partei den Bundeskanzler zu stellen. In 4 Wochen wird sich die SPD in der Herzkammer der Sozialdemokratie, in Dortmund, zum Bundesparteitag treffen und zeigen, dass die Verunsicherung einem realistischen Optimismus weichen wird. Sie hat einen ausgezeichneten Kandidaten und ein Programm, das den Begriff der Gerechtigkeit in vielen Facetten buchstabiert.

Außerordentlicher Bundesparteitag am 25. Juni 2017

Mehr Gerechtigkeit und Respekt vor der Lebensleistung aller Menschen stärken unsere Demokratie und den Zusammenhalt in unserem Land. Gerechtigkeit ist die zentrale Voraussetzung für Zusammenhalt und Wohlstand.
2017 ist ein entscheidendes Jahr. Die SPD tritt an, um mit Martin Schulz als Bundeskanzler die Weichen für die Zukunft Deutschlands und Europas zu stellen. Die Wahlen in diesem Jahr sind grundsätzliche Entscheidungen darüber, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Werte, die als selbstverständlich galten, stehen auf dem Spiel. Für diese Werte kämpfen wir, wie wir es in unserer langen Geschichte immer getan haben.
Viele sagen, dass …

Veröffentlicht am 19.05.2017

 

Schule und Bildung Ein Lichtblick für die Dorstener SPD - Gymnasium Petrinum hat gewählt

Bei Juniorwahl liegt die SPD vorn

Die Enttäuschung über das Landtagswahlergebnis sitzt bei den Dorstener Sozialdemokraten tief. Die Suche nach den Gründen ist gerade angelaufen, da lässt eine Information des städtischen Gymnasiums Petrinum aufhorchen. Erstmals haben dort Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8, 10, EF und Q1 an der so genannten Juniorwahl teilgenommen. Bevor sie aber den „Wahlzettel“ am PC angekreuzt haben, informierten sie sich eingehend über die Parteiprogramme, die Kandidaten, die Bedeutung der Erst- und Zweitstimme und testeten sich am „Wahl-O-Mat“ der Landes- und Bundeszentrale für politische Bildung. Das Ergebnis: Die SPD liegt bei den Zweitstimmen deutlich vor der CDU. Grüne, FDP, Piraten und Linke folgen mit Abstand. Die AfD erreicht keine 5%!

Ein Blick auf die Erststimmen: Auch hier liegt Michael Hübner (SPD) vor seinem christdemokratischen Konkurrenten, aber deutlich knapper. Alle anderen Kandidaten folgen weit abgeschlagen. WAHLBETEILIGUNG: 96,1%!

Fazit: Die Juniorwähler wussten durch intensive Vorbereitung genau was und wen sie wählen. Natürlich war das eine Testwahl, die aber zeigte, dass die SPD bei jungen Menschen in der Lippestadt attraktiv ist. Übrigens bestätigt die Juniorwahl die Erkenntnisse der letzten Wahlen, dass gerade Erstwähler sich mit Mehrheit für die SPD entschieden haben. Aus Sicht der SPD ein Lichtblick, ein Hoffnungsschimmer, ein Ansporn, die Erwartungen der jungen Menschen nicht zu enttäuschen.

Eigener Bericht; Quelle und Grafikbild - www.petrinum-dorsten.de

Veröffentlicht am 18.05.2017

 

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