Irland erlebt Alptraum nach Kinderleichenfund
Die Nachricht lässt jeden Zeitgenossen frösteln. In einem Massengrab werden die sterblichen Überreste von ca. 800 (!) Babys und Kleinkindern gefunden. Und zwar auf dem Gelände des „Heims für Mutter und Babys“ in der irischen Kleinstadt Tuam, das vom katholischen Orden der Schwestern „Bon secours“ zwischen 1925 und 1961 geführt wurde. Die richterlich angeordnete Untersuchung bestätigte den schon seit längerem bestehenden Verdacht. Und: „Es handelt sich wohl nur um den traurigen Anfang der Aufklärung“. Wenn eine Frau in dem streng katholischen Irland, unverheiratet und schwanger, Hilfe suchte, geriet sie vor einigen Jahrzehnten in eine schreckliche Spirale der Ächtung und Verdammung. Dass aber unehelich geborene Kinder in dieser Zahl, in einem Heim, zu Tode gekommen sind, lässt Schreckliches vermuten. Irland ist um Aufklärung bemüht. Uns bleibt heute nur die Mahnung vor religiösen Fanatikern und Eiferern, die wahrlich glauben, die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben. Und davon gibt es heute noch viel zu viele. Weltweit.
Eigener Bericht auf Grundlage mehrerer Zeitungen, hier FAZ 5.3.2017
Veröffentlicht am 12.03.2017
Polizeigewerkschafter bei Lüge ertappt
Einer wie er meint immer zu wissen, wie man aufräumt. Dabei nimmt er es nicht so genau mit der Gewaltenteilung. Politik zu schlapp, Richter zu milde, Polizei der Sündenbock für alle Probleme. So oder ähnlich zieht er durchs Land. Der Gewerkschaftsvorsitzende der Polizei im Beamtenbund, Wendt, der auch, unter dem Protest der Dorstener SPD, beim Neujahrsempfang der Lippestadt-CDU auftreten durfte. Dass er mit seiner Auffassung besonders auch von der AfD und der noch rechteren Seite Beifall bekommt, findet in allen Medien Erwähnung. Jetzt kommt heraus, dass er neben seinem Gehalt als Gewerkschaftsvorsitzender, noch ein 2. Gehalt vom Land einsackte. Dafür sollte er eigentlich aktive Teilzeitarbeit bei der Polizei leisten. Hat er aber nicht. Vor der Kamera hat er nun dreist erst einmal gelogen, dass der geschilderte Sachverhalt so richtig sei, um dann, als die „Schlinge um seinen Hals“ enger gezogen wurde, einlenkte und alles zugab. Peinlich für den selbsternannten Saubermann. Die Regelung wurde übrigens vom früheren FDP-Innenminister Wolf genehmigt. Jetzt ist eine Überprüfung angelaufen.
Eigener Beitrag. Grundlage: Medienberichte der ARD, der Süddeutschen Zeitung, der Ruhrnachrichten. Vergleiche dazu hier die Beiträge der Rhader SPD vom 11. und 12 Januar 2017
Veröffentlicht am 11.03.2017
Gute Ergebnisse, aber auch Enttäuschung über Verwaltung
Beginnen wir mit dem Positiven. Ca. 80 Rhader Bürger waren dabei als Wilhelm Loick das 4. Rhader Bürgerforum eröffnete. „Eine sehr gute Resonanz“, so ein Besucher in der Pause. „Das ist aber auch das Ergebnis hervorragender Vorbereitung und Präsentation der Themen durch das komplette Organisationsteam“, ergänzt ein weiterer Teilnehmer.
Die Ergebnisse:
Veröffentlicht am 10.03.2017
Kommunalfinanzen: Landtagskandidaten müssen Farbe bekennen
Die heutige monatliche Mitgliederversammlung der Rhader SPD wird in das Forum der VHS verlegt. So die Idee, des Vorsitzenden Christoph Kopp, der die parallel stattfindende Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten, darunter Michael Hübner und Hans-Peter Müller von der SPD, für so wichtig hält, dass er die Rhader Sozialdemokraten zur Teilnahme motivieren will. „Herausforderung zur zukünftigen Finanzausstattung der Kommune“ lautet der sperrige Titel der VHS, der es aber in sich hat. Seit Jahren klagen viele Städte über zu geringe Finanzzuweisungen, um die kommunale Selbstverwaltung auch stemmen zu können. Auf der anderen Seite beweisen Landespolitiker wie Hübner und Müller, dass das Land NRW, SPD und Grün regiert, alles tut und getan hat, um besonders strukturschwache Gemeinden, dazu zählt Dorsten auch, „aus dem Tal der Tränen“ zu helfen. Um 19.30 Uhr wird die sicherlich spannende Diskussion in der Dorstener VHS eröffnet.
Christoph Kopp bietet dazu Fahrgemeinschaften aus Rhade an, die sich ab 18.30 Uhr auf dem Parkplatz des Gasthauses Pierick bilden können.
Veröffentlicht am 09.03.2017
Dorsten wird ärmer, wenn das Paul Gerhardt-Haus schließen sollte
Das neue Programm 2017 der Evangelischen Familienbildungsstätte Dorsten, mit Sitz in Hervest-Dorsten, liegt vor. Es ist wie immer ansprechend, aktuell und breit gefächert. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt, dass FAMILIE groß geschrieben wird. Der Name ist also Programm. Nun sind dunkle Wolken über der Familienbildungsstätte aufgezogen. Die evangelische Kirche, Träger der Bildungseinrichtung, lässt den Rotstift kreisen. Dorsten ohne Paul Gerhardt-Haus? Das wäre nicht nur für Kursteilnehmer und Mitarbeiter eine Katastrophe, das wäre auch für die Lippestadt ein fatales Signal. Kultur- und Bildungseinrichtungen, staatlich, kirchlich oder privat sind das Salz in der Suppe einer Stadt und ganz wesentliche Standortfaktoren für die Ansiedlung von Unternehmen und Wahl des Wohnortes für deren Mitarbeiter. Es ist wichtig und unerlässlich für den Erhalt des PGH zu kämpfen. Über alle Religionsgrenzen hinweg.
Jennifer Schug, Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes in Dorsten
Veröffentlicht am 08.03.2017