Der Versuch einer Erklärung in 3 Sätzen
Wenn sich eine selbst gestrickte Behauptung, mit geringem oder keinem Wahrheitsgehalt durch Weitersagen, durch mediale Begleitung, durch Twittern und Posten selbständig macht und nicht mehr einzufangen ist, weil auch harte Fakten, die die falsche Behauptung klar widerlegen, nicht mehr wahrgenommen werden, dann bewegen wir uns im postfaktischen Raum. Wenn also Wähler, die haarsträubenden Lügen eines Donald Trump als wahre Behauptungen weitergeben, weil sie ins eigene Weltbild gut passen, dann sind sie für Logik nicht mehr erreichbar und für aufrichtige Politik schon gar nicht mehr. Wer aber glaubt, dass das bei uns nicht möglich ist, ist ebenfalls für harte Fakten nicht mehr erreichbar und gehört zum Kreis der Postfaktischen.
Harte Fakten zum Sonntag aus Rhade
Veröffentlicht am 11.12.2016
Umfrage bringt interessante Ergebnisse - Mitglieder zeigen sich diskussionsfreudig
Es war die letzte Versammlung in diesem Jahr. Christoph Kopp, Vorsitzender der Rhader Sozialdemokraten zeigte sich zufrieden über das Engagement des Ortsvereins und die Diskussionsbereitschaft der Mitglieder. So verwundert es nicht, dass die aktuellen kommunalen Themen, wie Sekundarschule und Haushalt der Stadt, im Mittelpunkt einer spannenden Aussprache standen. In beiden Fällen wurden die Pro- und Contra Argumente abgewogen. Eine einheitliche Positionierung konnte aber wegen der Kürze der Zeit nicht formuliert werden. „Wir werden uns aber an der anstehenden Fraktions- und Stadtverbandsaussprache zur endgültigen Meinungsfindung beteiligen“, so ein Vorstandsmitglied zusammenfassend.
Wie schätzen die Rhader SPD-Mitglieder ihre eigene Situation und die der politischen Großwetterlage ein? Ein vorbereiteter Fragebogen brachte ein interessantes Ergebnis: Ihre wirtschaftliche Lage ist vergleichbar der des letzten Jahres. Mit deutlicher Mehrheit glauben sie an Europa und den Bestand des Euro. Sorge bereitet dagegen ein möglicher Rechtsruck unter den Wählern. Die Befürchtung, dass die Populisten sogar in eine neue Koalitionsregierung gewählt werden könnten, wurde mehrheitlich nicht ausgeschlossen. Zweckoptimismus oder Realeinschätzung? Bleibt Angela Merkel in einer Koalition Bundeskanzlerin oder stellt die SPD in einer neuer 3er-Koalition den Kanzler?, so die Frage. Die Mehrheit sieht ...
Veröffentlicht am 10.12.2016
Forderung gegen Forderung verrechnen!
Es geht nicht um Peanuts. Es geht um Millionen oder Milliarden Euro. Die deutschen Energiekonzerne haben erfolgreich vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt, um wegen des Atomausstiegs, Entschädigungszahlungen zu erstreiten. Interessant dabei ist, dass erst vor kurzer Zeit die gleichen Konzerne bei den anstehenden Endlagerkosten, den sogenannten Ewigkeitskosten, entschieden entlastet wurden. Diese Milliarden, die die Betreiber nach dem Verursacherprinzip hätten alleine stemmen müssen, übernehmen jetzt die Steuerzahler. Warum, so fragen kritische Beobachter, wurde die eine Vereinbarung nicht mit der anderen bereits im Vorfeld und auf dem Verhandlungsweg verrechnet? Dann hätte kein Gericht entscheiden müssen. Jetzt sieht es so aus, als wenn der Steuerzahler insgesamt 3-fach die friedliche Nutzung der Kernenergie bezahlt hätte, bzw. bezahlen muss:
- Bei der milliardenschweren Anschubfinanzierung
- Bei der Übernahme der milliardenschweren Endlagerkosten
- Bei der jetzt erstrittenen Entschädigungszahlung, deren Höhe noch festgelegt werden muss.
Fazit: „Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren“? Das geht gar nicht. Eigentlich.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 09.12.2016
Zur letzten Versammlung in diesem Jahr treffen sich heute Mitglieder und Freunde der Rhader SPD, um über die Stadt, das Land, den Bund und die Welt zu diskutieren. „Ein Treffen unter Freunden“, so Christoph Kopp, Vorsitzender
Heute, 8. Dezember 2016, 19.30 Uhr, Gasthaus Pierick
Veröffentlicht am 08.12.2016
Die Rhader SPD hat hier am 30.06. 2016 unter der oben genannten Überschrift kritische Gedanken zur Dorstener Schulpolitik veröffentlicht. Jetzt will die Stadtverwaltung Nägel mit Köpfen machen und mit der Sekundarschule in Dorsten Neuland betreten. Warum? Das fragt sich auch Dr. Hans-Udo Schneider in seinem folgenden Beitrag:
Chance vertan - Eltern werden irregeleitet
Wieder einmal hat sich die Stadt mit ihrer Schulentwicklungsplanung in ein Dilemma manövriert. Einerseits will sie partout eine zweite Gesamtschule vermeiden, andererseits braucht sie eine tragfähige Perspektive für die Haupt- und Realschule am Pliesterbecker- Zentrum. Die Befragung der Eltern hat dabei reine Alibifunktion. Kommt das Quorum nicht zustande, kann man weiter wursteln wie bis her. Wird es erreicht, dann haben die Eltern den „schwarzen Peter“, sollte später die Anziehungskraft der Schule erlahmen. Belastungsfähig ist die Befragung keinesfalls. Denn Grundschuleltern sollen ...
Veröffentlicht am 07.12.2016