Bestürzung, Trauer, Unverständnis und viele Fragen
Warum? Warum müssen weiter unschuldige Menschen sterben? Warum sind Hass und religiöser Wahn gegenüber Andersdenkenden, Andersaussehenden, Andersgläubigen so unkontrollierbar groß? Wir bleiben ratlos zurück und können nur unser Mitgefühl mit den betroffenen Trauernden teilen. Eine zufriedenstellende Antwort, wie der feige Terror „besiegt“ werden kann, ist weder von den Regierungen weltweit, der Polizei, dem Militär, den Kirchen und Religionsgemeinschaften zu erwarten. Warum? Sie sind genauso ratlos wie Du und ich.
Eine ohnmächtige Anmerkung aus Rhade
Veröffentlicht am 16.07.2016
Ich bin zutiefst erschüttert von dem terroristischen Anschlag in Nizza. Unsere Herzen und Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei unseren französischen Freunden. Wir trauern um die vielen unschuldigen Toten.
Der menschenverachtende Terroranschlag von Nizza zeigt, mit welcher Brutalität und Grausamkeit sich der Terrorismus gegen die freiheitliche europäische Werteordnung richtet. Gerade am französischen Nationalfeiertag, an dem die Französische Republik sich und ihre Werte der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit feiert, schlug der Terror zu.
Wir werden gemeinsam mit Frankreich, mit unseren Freunden und Partnern die Werte der Aufklärung und Liberalität, die Europa im Kern ausmachen, verteidigen und werden weiterhin den französischen Präsidenten François Hollande und die Regierung Frankreichs im Kampf gegen den Terrorismus unterstützen. Wir werden uns niemals dem Terror beugen. Unsere Freundschaft, Solidarität und unser gemeinsames Eintreten für unsere Werte sind stärker als alle Gewalt.
Im Namen der deutschen Sozialdemokratie spreche ich den Opfern und ihren Familien unser tiefes Mitgefühl aus.
www.spd.de
Veröffentlicht am 16.07.2016
Veröffentlicht am 15.07.2016
Parteienforscher nennt Gründe – Dorsten auch betroffen
Wir werden grauer, älter und weniger. Nein, hier handelt es sich nicht um die korrekte Beschreibung des deutschen Demografiewandels, sondern um die Entwicklung der Parteimitglieder „quer Beet“. Alle Versuche, in den letzten Jahren junge Neumitglieder in größerer Zahl zu gewinnen, sind gescheitert. So lässt sich auch die Untersuchung des Parteienforschers Oskar Niedermayer an der FU Berlin deuten.
Es sind dramatische Zahlen, die er vorlegt und die verdeutlichen, dass unsere Parteien vor einer Existenzkrise stehen. Seit 1990 hat Die Linke 79%, die FDP 68%, die SPD 53%, die CDU 44%, die CSU 23% ihrer Mitglieder verloren. Nur die Grünen können mit 44% mehr Mitgliedern scheinbar punkten. Aber auch nur scheinbar, weil sie sich aktuell ebenfalls im Abwärtstrend befinden. Die Gründe sind vielschichtig und einleuchtend.
- Änderung des Arbeiter- und Katholikenmilieus (geringere Bindung an eine Partei)
- Wachsende Bedeutung von Bürgerinitiativen und Nichtregierungsorganisationen
- Gesellschaftliche Veränderungen (Demografiewandel)
- Wechselnde Regierungskoalitionen
- Fehlender öffentlicher Respekt gegenüber Politikern und Parteien (Draufhauen geht immer)
- Umstrittene politische Entscheidungen (Agenda 2010)
- …
Die Auswirkungen des dramatischen Mitgliederschwunds sind auch in der Lippestadt ...
Veröffentlicht am 15.07.2016
Ministererlaubnis: Sigmar Gabriel wird unfair kritisiert
Sie gilt als die 4. Gewalt im demokratischen Rechtsstaat – die Presse. Das ist gut und hilfreich, um Unregelmäßigkeiten und Ungesetzlichkeiten in allen Gesellschaftsbereichen, dazu gehören auch die Politik und die Parteien, aufzuspüren und öffentlich zu machen. Die Gefahr eines Journalisten, mit seiner „Schreibe“ selbst Politik machen zu wollen, ist nicht von der Hand zu weisen. Am Beispiel „Sigmar Gabriel“ lässt sich das gut verdeutlichen. Seine Ministererlaubnis, die Fusion zwischen Edeka und Tengelmann zu genehmigen, hat er mit dem Allgemeinwohl, nämlich alle Arbeitsplätze über Jahre zu erhalten, begründet. Das Oberlandesgericht Düsseldorf sieht das anders und verbietet „vorläufig“ die Fusion. Das wird nun von einer Zeitung als Schlappe und Blamage für Gabriel, getitelt. Der dazugehörige Kommentar beginnt mit einem Verriss des Wirtschaftsministers und SPD-Parteivorsitzenden, endet aber mit der Erkenntnis, dass der vollständige Erhalt der Arbeitsplätze mit dem Urteil des Oberlandesgerichtes sehr viel unwahrscheinlicher geworden ist. Es ist sehr einfach von außen zu (ver)urteilen. Ein Politiker, der zwischen dem Allgemeinwohl und einem starren Kartellrecht entscheiden muss, hat es nicht verdient, so abwertend „runtergeschrieben“ zu werden. Etwas mehr Respekt gegenüber Parteien und Politikern ist einigen Journalisten dringend zu empfehlen.
Eigener Bericht
(Morgen folgt ein Bericht über den dramatischen Mitgliederschwund unserer Parteien. Ein Zusammenhang mit dem obigen Bericht ist rein zufällig.)
Veröffentlicht am 14.07.2016