Wird die EU-Flagge bald eingeholt? Europa Die EU am Scheideweg

Immer mehr „Rosinenpicker“ – immer weniger Europäer

28 Staaten haben freiwillig vertraglich vereinbart, Europa gemeinsam weiterzuentwickeln. Es sollte die stärkste Wirtschafts- und Wertegemeinschaft der Welt werden. Jetzt sieht es eher nach einem Auseinanderbrechen als nach einer Weiterentwicklung aus. „Rette sich wer kann“, so könnte man das Agieren nicht weniger Regierungschefs, die jetzt wieder zum Krisengipfel in Brüssel zusammengekommen sind, werten. Während Angela Merkel für „mehr Europa“ plädiert, um die Finanz- und Flüchtlingskrise zu bewältigen, fordert der wichtigste Gegenspieler David Cameron (GB), genau das Gegenteil. Während Angela Merkel „mehr Solidarität“ aller 28 einfordert, senken besonders „die Neuen“ aus dem Osten Europas, den Daumen nach unten. Es sieht nicht gut aus. Deutschland war und ist das wichtigste „Geber- Beitragsland“ der EU. Deutschland hat aber auch, rein wirtschaftlich gesehen, am meisten davon (Exporte) profitiert. Sollte also die EU scheitern, werden auch wir die negativen Auswirkungen deutlich zu spüren bekommen. Sollte die EU scheitern, ist auch Angela Merkel, und sicherlich mit ihr, auch die Große Koalition gescheitert.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 20.02.2016

 

Kommunalpolitik Flüchtlinge in Dorsten – Wir schaffen das!

Bürgermeister informiert beim Bürgerforum Rhade – Teil 3

Wohltuend unaufgeregt und sachlich, so lässt sich der Vortrag über die Flüchtlingssituation in Dorsten vor 150 Rhader Bürgern, die das gleichnamige Forum bildeten, zusammenfassen. Tobias Stockhoff, Bürgermeister erläuterte nicht nur die aktuellen Zahlen (700 – 800 Flüchtlinge, davon 20 in Rhade und 19 im Michaelisstift), sondern dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, wollte den diskriminierenden Begriff Wirtschaftsflüchtling gegen Armutsflüchtling ausgetauscht sehen, bestätigte auf Nachfrage, dass die Finanzierung gesichert sei und den Dorstener Haushalt 2015/2016 nicht belaste, erläuterte, dass der Dorstener Wohnungsmarkt ermögliche, noch auf Containerunterbringung zu verzichten und warb eindringlich dafür, die Flüchtlinge, besonders jene mit Bleibeperspektive, durch Nachbarschaft und Netzwerk zu integrieren. Die Diskussion zeigte, dass die Rhader in ihrer breiten Mehrheit die Herausforderung annehmen werden.

Fazit: Das Bürgerforum Rhade hatte einen glänzenden Start. Es ist bisher nur ein Anfang, der ist aber vielversprechend. Die Rhader Sozialdemokraten, die seit vielen Jahren für eine breitere Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger geworben haben, dafür manche Anfeindungen wegstecken mussten, sehen sich bestätigt und sichern dem Organisationsteam eine uneingeschränkte und konstruktive Mitarbeit zu.

Damit wird die Berichterstattung über das Rhader Bürgerforum am 15. Februar vorerst abgeschlossen.

Veröffentlicht am 19.02.2016

 

Der von Rhadern für Rhade erarbeitete Rahmenplan wird Themenschwerpunkt des Bürgerforums sein. Kommunalpolitik Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Bürgerforum Rhade mit anspruchsvoller Zielsetzung – Teil 2

„Wir wollen, wir werden, wir können – so auf den Punkt gebracht, lässt sich in Kurzform beschreiben, wie das Organisationsteam die Rhader in Bewegung bringen will. „Aber“, so Wilhelm Loick, der Sprecher des Teams, „ wir verstehen uns nicht als Problemlöser, sondern als Vermittler, Lenker, Organisationsunterstützer“. Damit war das Stichwort für das 150-köpfige Forum gefallen, das verkürzt, als klare Aufforderung zum eigenverantwortlichen Mitmachen zu verstehen ist. So eingestimmt, wurden aus der Mitte Vorschläge vorgetragen, die beim nächsten Bürgerforum, das für den 27. Juni vorgesehen ist, behandelt werden sollten/könnten.

  • Flüchtlinge: Ein Netzwerk, das die vorhandene Lembecker –Rhader - Flüchtlingsinitiative ergänzt, soll geknüpft werden
  • Rhader Rahmenplan: Ein Vertreter der Verwaltung wird den Plan vorstellen. Danach, so die Anregung, sollte gemeinsam beraten werden, was, wann, wie umgesetzt werden kann. Konkret lautete die Anregung: Mit dem Thema Verkehr schwerpunktmäßig zu beginnen und die Bereiche „Dorfkernentwicklung, Freizeit, sanfter Tourismus und Wirtschaftsförderung mit einzubeziehen“
  • Landwirtschaft: Die Zielsetzung wurde noch nicht konkretisiert, wahrscheinlich soll es um Fragen der Intensivtierhaltung, den Grundwasserschutz und andere öffentlich diskutierte Landwirtschaftsprobleme gehen
  • Kinder/Familie: Ein Netzwerk, u. a. zur Kinder- und Familienbetreuung …
  • Holting-, Weihnachtsmarkt: Das Wiederaufleben kann dann gelingen, wenn sich Initiatoren finden, die die Organisation stemmen wollen
  • Rhade trifft sich: Ein Arbeitskreis wurde geboren, der vielversprechend ist. Ideen, Termine, Visionen …
  • Sportplatz/Sportverein: Wunsch, den Tenneplatz am Dahlenkamp in einen Kunstrasenplatz zu „verwandeln“, ist angekommen. Eine Vorstellung des Sportkonzeptes des SSV Rhade im Bürgerforum wäre wünschenswert

Fazit: Die genannte Liste ist eine grobe erste Übersicht von Themen, über die im Rhader Bürgerforum gemeinsam diskutiert werden kann. „Mehr geht im ersten Schritt nicht“, so ein Besucher der Auftaktveranstaltung.

Wird fortgesetzt  

Veröffentlicht am 18.02.2016

 

Kommunalpolitik Bürgerforum Rhade mit glänzendem Start - Teil 1

"Das WIR entscheidet" 

Das Lob kommt von allen Seiten und ist ohne jede Einschränkung berechtigt und verdient. Es gilt dem ehrenamtlichen Organisationsteam um Wilhelm Loick, das mit einer professionellen Präsentation in Wort und Bild für Rhade und die zukünftige gemeinsame Arbeit warb. Das Carola Martius-Haus war mit 150 Interessenten, quer aus der Bürgerschaft, den Vereinen und Parteien bis auf den letzten Platz gefüllt. Das WIR war die zentrale Botschaft und wurde gleich mit weiteren Begriffen, die als Programm der ehrenamtlichen Bürgerarbeit zu verstehen sind, erweitert. W wie Wille, I wie Interesse und R wie Respekt. Das kam an. Der Zwischenapplaus zeigte dem Team, auf dem richtigen Weg zu sein. 2- 3 Mal im Jahr wird das Bürgerforum einberufen, so die Zielsetzung. Unterstützt wird diese offene, uneingeschränkte Bürgerbeteiligung, für die die Rhader SPD seit vielen Jahren engagiert und hartnäckig eingetreten ist, von der Verwaltung. Joachim Thiehoff ist der Verbindungsmann zwischen Rathaus und Bürgerschaft und gilt als rechte Hand des Bürgermeisters. Er wird das Bürgerforum Rhade künftig begleiten und helfen, dass diese Form des  Engagements eine Erfolgsgeschichte wird. Tobias Stockhoff, Bürgermeister, zeigte sich ebenfalls beeindruckt, wie in Rhade "angepackt" wird. Sein eingeschobener Bericht über die Flüchtlingssituation in Dorsten zeichnete sich durch Ruhe, Sachlichkeit und Solidarität den Menschen gegenüber aus, die es auf ihrer Flucht bis in unsere Stadt geschafft haben. Dazu, wie auch über den weiteren Ablauf der spannenden Auftaktveranstaltung, in den nächsten Tagen mehr.

Veröffentlicht am 17.02.2016

 

Europa George Orwell mit Weitblick

Ich lese gerade (wieder) „1984“ von George Orwell und finde ganz zu Beginn folgende Zeilen:

„Gestern Abend im Kino. Lauter Kriegsfilme. Ein sehr guter dabei, über ein Schiff voller Flüchtlinge, das irgendwo im Mittelmeer bombardiert wird …“ Und etwas weiter: „Dann sah man ein Rettungsboot voller Kinder, und darüber kreiste ein Helikopter… Ein kleiner Junge schrie vor Angst, … die Frau legte die Arme um ihn und tröstete ihn, obwohl sie selbst vor Angst schlotterte … Dann pflanzte der Helikopter eine 20 Kilo-Bombe zwischen sie … Und das Boot war nur noch Kleinholz“.

Wer die aktuelle Diskussion über das Flüchtlingsdrama im und um das Mittelmeer verfolgt, und die neuesten Vorschläge über den Einsatz von griechischer Kriegsmarine (Ex-Innenminister Friedrich), deutscher Bundesmarine (v. d. Leyen), sowie das laute Denken über einen Schießbefehl (AFD) gegen Flüchtlinge an unser Grenze wahrnimmt, kommt ins Grübeln. Bedrückend, was George Orwell in seinem Welterfolg, den er 1948 (!) geschrieben hat, bereits „gesehen“ und in „1984“ verarbeitet hat. 

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 16.02.2016

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007935879 -