Monatliche Versammlung mit viel Hintergrundinformation
- Dorstener Netzgesellschaft: Es war die SPD, die vor einigen Jahren den Ball ins Rollen brachte. Weg von den Energie-Multis, zurück zu eigenen Stadtwerken. Gutachter haben bestätigt, dass sich das für Dorsten rechnen kann. Tatsächlich wurde nach intensiven Beratungen im ersten Schritt das Dorstener Stromnetz von RWE gekauft. Die Dorstener Netzgesellschaft (DNG), wurde zusammen mit RWE gegründet und führt nun die Geschäfte. Dorsten hält mit 51% die Mehrheit. So wie vorhergesagt, hat sich das für den städtischen Haushalt bisher ausgezahlt. Knapp 500.000 Euro/Jahr flossen zusätzlich in den Haushalt. Selbst nach Abzug der Zinsaufwendungen für den aufgenommenen Kredit, bleibt netto noch ein Überschuss in deutlicher 6-stelliger Höhe übrig. Eine Erfolgsgeschichte, durch die örtliche SPD auf den Weg gebracht!
- „Paul“: Jetzt liegt „der Ball“ beim Rechnungsprüfungsamt, das gegenüber dem Bürgermeister und der Verwaltungsspitze nicht weisungsgebunden ist. Es muss auf Antrag der SPD herausfinden und dokumentieren, was alles in der Lippestadt falsch gelaufen ist, um ein 11-jähriges Kind, den Vorschriften entsprechend, „amtlich“ zu betreuen. Gibt es noch einen aufgeklärten Dorstener Zeitgenossen, der das nicht erkennt?
- Bebauung Alter Sportplatz: Bisher gibt es noch keinen Bebauungsplan, aber viele unterschiedliche Meinungen. Nur die direkten Anlieger zu befragen, so wie es die Verwaltung im ersten Schritt getan hat, reicht nicht aus, um eine abgerundete Bebauung in diesem Bereich zu ermöglichen.
- Rhader Rahmenplan: Seit Jahren liegt er vor, seit Jahren in der Schublade. Wer über Rhades Zukunft diskutieren will, kommt an dem Zukunftspapier nicht vorbei.
- Kasper kommt: Kinderkultur von unten. Seit fast 10 Jahren besucht „Kasperle“ Rhade und erfreut über 100 glückliche Kinder. So wird es auch in der letzten Woche der großen Schulferien sein, informiert Brigitte Hartwich, Initiatorin der Kinderkulturinitiative.
Veröffentlicht am 15.02.2016
- Commerzbank: Gestern (2007) noch so klamm, dass der Steuerzahler einspringen musste, heute Milliardengewinn. Wie denn das? „Ausweitung des Privatkundengeschäfts“, so die Banker. Ach so, deswegen wurden die Sparzinsen auf Null abgesenkt?
- Auschwitzprozess Detmold: Über 90jährige Opfer müssen wieder und wieder aussagen, wie schrecklich und mörderisch die Nazis in den KZs gewütet haben. Der auch über 90jährige Angeklagte darf aber schweigen. Kann man den Opfern diesen quälenden Gang nicht ersparen und trotzdem ein Urteil fällen?
- Flüchtlinge 1: Zäune und Grenzkontrollen. Schengen ist Geschichte. Ist die EU doch zu schnell gewachsen?
- Flüchtlinge 2: Die EU zahlt der Türkei 3 Milliarden Euro dafür, dass sie uns die Flüchtlinge „vom Leib hält“. Parallel fordert die EU die Türkei auf, endlich ihre Grenze für die Flüchtlinge, die aktuell aus Aleppo (Syrien) um Hilfe bitten, zu öffnen. Doppelte Moral?
- Flüchtlinge 3: Unsere Bundesmarine wird jetzt im Mittelmeer die verbrecherischen Schleuser beobachten und ihre Wege analysieren. Eingreifen darf sie nicht. Wurde sie nicht schon einmal erfolglos eingesetzt, um die illegalen Waffenschieberein über das Mittelmeer nach Palästina zu beobachten und zu analysieren?
- Edaty: Die SPD will ihn nicht (mehr). Trotzdem wird sie ihn nicht los. Warum will er denn eigentlich bleiben?
- Dorsten: Jetzt wieder eine neue Idee: „Wasserstadt an Lippe und Kanal“. Geht nur mit Fördermitteln. Das wurde schon einmal laut gedacht – und verworfen. Übernimmt sich unsere schrumpfende Stadt?
- Rhade: Während in Dorsten Mercaden in den Himmel wachsen und neue Visionen geboren werden, siehe Wasserstadt, sind die Rhader Radwege entlang der Lembecker Straße teilweise unzumutbar und die Debbingstraße für Fußgänger weiter unsicher. Also doch Randgebiet von Dorsten?
Veröffentlicht am 14.02.2016
Wie beurteilt die Rhader SPD-Basis die Flüchtlingskrise?
Das war eine Premiere. Die Teilnehmer der monatlichen SPD-Versammlung in Rhade wurden schriftlich befragt, wie sie auf die Flüchtlingskrise regieren würden, wären sie selbst Regierung. Das Ergebnis ist nicht revolutionär, aber aufschlussreich. So die Schnellanalyse noch am gleichen Abend. Das Ergebnis, kurz zusammengefasst:
- Es ist die internationale Mischung aus arm und reich, fanatischer Religionsauslegung sowie dem Stellvertreterkonflikt zwischen West und Ost, die als Ursache der Fluchtbewegung gesehen wird
- Die EU gilt als größter politischer Versager
- Ca. 500.000 Flüchtlinge könnten pro Jahr in Deutschland erfolgreich integriert werden
- Mehr Grenzkontrollen sind ebenso erwünscht, wie die langfristige Beseitigung der Fluchtursachen
- Alternativlos wird die Diplomatie zur Bewältigung der Krise gesehen
- Sehr selbstkritisch wird die Arbeit der SPD in der Regierung auf diesem Themenfeld beurteilt
- Das Dorstener Engagement (Verwaltung und Ehrenamtliche) wird überwiegend als gut bewertet
- Wenn morgen Bundestagswahl wäre, würden die großen Parteien deutliche Federn lassen müssen. Profitieren würden, so die Rhader Versammlungsteilnehmer, überwiegend die kleineren Parteien, die sich am linken und rechten Rand positioniert haben
Eine spannende Veranstaltung der Rhader Sozialdemokraten, die wieder neue Wege eingeschlagen haben, um das Interesse an politischer Arbeit vor Ort zu erhöhen, so das positive Fazit der Versammlung.
Die Berichterstattung über das Monatstreffen der Rhader SPD wird fortgesetzt.
Der Fragebogen:
Veröffentlicht am 13.02.2016
Breite Themenpalette garantiert höchste Aufmerksamkeit
Es war Britta Faust, die zu Beginn höchst emotional über ihre positiven Erfahrungen als sogenannte Integrationslotsin mit 2 je 5-köpfigen Flüchtlingsfamilien berichtete und dafür Anerkennung und hohe Aufmerksamkeit bei den vielen Teilnehmern der monatlichen Versammlung der Rhader SPD erzielte.
„Was würdest du machen, wenn du Regierung wärst?“, so eine der Fragen, die die Teilnehmer per Fragebogen über die Bewältigung der Flüchtlingskrise spontan beantworten sollten. Die Idee, einmal so die Meinung aller Interessenten „abzufragen“, sorgte für eine interessante Abwechslung in der Diskussionsrunde. Über die Fragen und Ergebnisse morgen mehr. Die Rhade-Konferenz am 15. Februar wirft ihre Schatten voraus. Hans-Willi Niemeyer, Vorsitzender, warb darum, sich unbedingt daran zu beteiligen. „Egal ob Mitglied einer Partei, eines Vereins oder einfach so interessiert. Es geht um Rhades Zukunft“.
Weitere Themen:
- Der Fall „Paul“ und kein Ende
- Die Dorstener Netzgesellschaft – Eine Erfolgsgeschichte
- Der Rhader Rahmenplan – Die Blaupause für künftige Diskussionen
- Die Idee, den „Alten Sportplatz“ zu bebauen, nimmt Gestalt an
- Der Kasper kommt auch wieder nach Rhade
Morgen mehr auch zu diesen Themen
Veröffentlicht am 12.02.2016
„Bricht Europa auseinander, schafft sich Deutschland ab?“
Heute treffen sich, wie an jedem 2. Donnerstag im Monat, Mitglieder und Freunde der Rhader SPD, um zuzuhören, mitzudiskutieren und sich einzumischen. Da die Welt seit geraumer Zeit „verrückt“ spielt, gibt es ausreichend Themen, die unter den Nägeln brennen: Fluchtbewegung und die heimische Flüchtlingsbetreuung, Europa und die Solidarität, die SPD und die Umfragen, Rhade und die Bürgerbeteiligung, usw, usw. Heute, Donnerstag, 11. Februar, 19.30 Uhr, Gasthaus Pierick.
Veröffentlicht am 11.02.2016