Ein Bundesland verspielt letzte Sympathien
Man soll nicht alle über einen Kamm scheren. Man soll nicht pauschal alle in die rechte Ecke stellen. Man soll differenzieren. Ja, ja und nochmals ja. Das ist alles richtig. Richtig ist aber auch, dass die Tropfen Clausnitz und Bautzen das Fass zum Überlaufen gebracht haben. „Wann beginnt eigentlich der Aufstand der Anständigen in Sachsen?“ Es ist unerträglich, dass Menschen in Not blockiert und beleidigt werden. Es ist unerträglich, dass wieder eine Unterkunft abgefackelt wurde und dabei gejohlt wird. Es ist unerträglich, dass die örtliche Polizei mal wieder keine eigenen Fehler erkennen will. Welche Rolle „spielt“ sie eigentlich? Ja, ja – differenzieren wäre besser. Nein und abermals nein – jetzt muss mal Klartext gesprochen werden. Greift endlich durch. Rettet unseren Ruf. „So geht sächsisch“, heißt es auf der Homepage des Freistaates. Dann zeigt mal endlich, was es heißt, die DDR-Diktatur überwunden zu haben und im demokratischen Rechtsstaat angekommen zu sein. Man, damit ist die gesamte gesellschaftliche Klasse in Sachsen und in Gesamtdeutschland gemeint.
Ein wütender Kommentar aus Rhade
Veröffentlicht am 22.02.2016
Den Rest kann man sich denken
- 28 Mitglieder zählt die Wirtschafts- und Wertegemeinschaft, EU genannt. Noch! England erhält jetzt einen Sonderstatus, um zu bleiben.
- 80 Flüchtlinge am Tag, mehr lässt Österreich nicht mehr ins Land. Wenn unser Nachbar jetzt noch sagen würde, entweder die EU akzeptiert das, oder wir befragen unsere Wähler. Würde dann auch Österreich einen Sonderstatus bekommen?
- 45 Flüchtlinge wurden in Sachsen besonders „willkommen“ geheißen. Die Bürger, „Wir sind das Volk“, nennen es Widerstand. Tatsächlich ist es blanker Hass. Eine Schande für Deutschland.
- 40 Milliarden Euro der Verursacher werden nicht reichen, um den Atommüll unserer Atomkraftwerke dauerhaft und sicher zu lagern. Der Steuerzahler wird das erforderliche Endlager, das es immer noch nicht gibt, „ewig“ bezahlen müssen. So ein Zwischenfazit einer hochkarätigen Kommission der Bundesregierung.
- 30 Dollar kostet ein Fass Öl zurzeit auf dem Weltmarkt. Überproduktion! Die Haushalte der Ölförderländer, die Bilanzen der Energie-Multis, die Visionen der Frackingindustrie zeigen dramatisch ins Minus. Ein globaler Verdrängungswettbewerb.
- 37,9 Millionen Euro Pensionsrückstellungen hat der Daimler-Chef Zetsche bisher für sich persönlich, bzw. der Konzern für ihn, „angespart“. Sein Jahresgehalt beträgt ca. 15 Millionen Euro.
- Zu guter Letzt: 25 Prozent, also ein Prozentpunkt mehr als vor einem Monat, erhält die SPD zurzeit in Umfragen. Parallel sinkt die Zustimmung der CDU. Die Differenz zwischen den beiden Volksparteien ist aber noch so deutlich, dass es noch vieler Umfragen mit gleicher Tendenz bedarf, um ganz vorne zu sein.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 21.02.2016
Immer mehr „Rosinenpicker“ – immer weniger Europäer
28 Staaten haben freiwillig vertraglich vereinbart, Europa gemeinsam weiterzuentwickeln. Es sollte die stärkste Wirtschafts- und Wertegemeinschaft der Welt werden. Jetzt sieht es eher nach einem Auseinanderbrechen als nach einer Weiterentwicklung aus. „Rette sich wer kann“, so könnte man das Agieren nicht weniger Regierungschefs, die jetzt wieder zum Krisengipfel in Brüssel zusammengekommen sind, werten. Während Angela Merkel für „mehr Europa“ plädiert, um die Finanz- und Flüchtlingskrise zu bewältigen, fordert der wichtigste Gegenspieler David Cameron (GB), genau das Gegenteil. Während Angela Merkel „mehr Solidarität“ aller 28 einfordert, senken besonders „die Neuen“ aus dem Osten Europas, den Daumen nach unten. Es sieht nicht gut aus. Deutschland war und ist das wichtigste „Geber- Beitragsland“ der EU. Deutschland hat aber auch, rein wirtschaftlich gesehen, am meisten davon (Exporte) profitiert. Sollte also die EU scheitern, werden auch wir die negativen Auswirkungen deutlich zu spüren bekommen. Sollte die EU scheitern, ist auch Angela Merkel, und sicherlich mit ihr, auch die Große Koalition gescheitert.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 20.02.2016
Bürgermeister informiert beim Bürgerforum Rhade – Teil 3
Wohltuend unaufgeregt und sachlich, so lässt sich der Vortrag über die Flüchtlingssituation in Dorsten vor 150 Rhader Bürgern, die das gleichnamige Forum bildeten, zusammenfassen. Tobias Stockhoff, Bürgermeister erläuterte nicht nur die aktuellen Zahlen (700 – 800 Flüchtlinge, davon 20 in Rhade und 19 im Michaelisstift), sondern dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, wollte den diskriminierenden Begriff Wirtschaftsflüchtling gegen Armutsflüchtling ausgetauscht sehen, bestätigte auf Nachfrage, dass die Finanzierung gesichert sei und den Dorstener Haushalt 2015/2016 nicht belaste, erläuterte, dass der Dorstener Wohnungsmarkt ermögliche, noch auf Containerunterbringung zu verzichten und warb eindringlich dafür, die Flüchtlinge, besonders jene mit Bleibeperspektive, durch Nachbarschaft und Netzwerk zu integrieren. Die Diskussion zeigte, dass die Rhader in ihrer breiten Mehrheit die Herausforderung annehmen werden.
Fazit: Das Bürgerforum Rhade hatte einen glänzenden Start. Es ist bisher nur ein Anfang, der ist aber vielversprechend. Die Rhader Sozialdemokraten, die seit vielen Jahren für eine breitere Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger geworben haben, dafür manche Anfeindungen wegstecken mussten, sehen sich bestätigt und sichern dem Organisationsteam eine uneingeschränkte und konstruktive Mitarbeit zu.
Damit wird die Berichterstattung über das Rhader Bürgerforum am 15. Februar vorerst abgeschlossen.
Veröffentlicht am 19.02.2016
Bürgerforum Rhade mit anspruchsvoller Zielsetzung – Teil 2
„Wir wollen, wir werden, wir können – so auf den Punkt gebracht, lässt sich in Kurzform beschreiben, wie das Organisationsteam die Rhader in Bewegung bringen will. „Aber“, so Wilhelm Loick, der Sprecher des Teams, „ wir verstehen uns nicht als Problemlöser, sondern als Vermittler, Lenker, Organisationsunterstützer“. Damit war das Stichwort für das 150-köpfige Forum gefallen, das verkürzt, als klare Aufforderung zum eigenverantwortlichen Mitmachen zu verstehen ist. So eingestimmt, wurden aus der Mitte Vorschläge vorgetragen, die beim nächsten Bürgerforum, das für den 27. Juni vorgesehen ist, behandelt werden sollten/könnten.
- Flüchtlinge: Ein Netzwerk, das die vorhandene Lembecker –Rhader - Flüchtlingsinitiative ergänzt, soll geknüpft werden
- Rhader Rahmenplan: Ein Vertreter der Verwaltung wird den Plan vorstellen. Danach, so die Anregung, sollte gemeinsam beraten werden, was, wann, wie umgesetzt werden kann. Konkret lautete die Anregung: Mit dem Thema Verkehr schwerpunktmäßig zu beginnen und die Bereiche „Dorfkernentwicklung, Freizeit, sanfter Tourismus und Wirtschaftsförderung mit einzubeziehen“
- Landwirtschaft: Die Zielsetzung wurde noch nicht konkretisiert, wahrscheinlich soll es um Fragen der Intensivtierhaltung, den Grundwasserschutz und andere öffentlich diskutierte Landwirtschaftsprobleme gehen
- Kinder/Familie: Ein Netzwerk, u. a. zur Kinder- und Familienbetreuung …
- Holting-, Weihnachtsmarkt: Das Wiederaufleben kann dann gelingen, wenn sich Initiatoren finden, die die Organisation stemmen wollen
- Rhade trifft sich: Ein Arbeitskreis wurde geboren, der vielversprechend ist. Ideen, Termine, Visionen …
- Sportplatz/Sportverein: Wunsch, den Tenneplatz am Dahlenkamp in einen Kunstrasenplatz zu „verwandeln“, ist angekommen. Eine Vorstellung des Sportkonzeptes des SSV Rhade im Bürgerforum wäre wünschenswert
Fazit: Die genannte Liste ist eine grobe erste Übersicht von Themen, über die im Rhader Bürgerforum gemeinsam diskutiert werden kann. „Mehr geht im ersten Schritt nicht“, so ein Besucher der Auftaktveranstaltung.
Wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 18.02.2016