Steht EU-Spaltung bevor?
EU-Gipfeltreffen der 28 in Brüssel. Schon wieder. Die gleiche Tagesordnung, die gleichen Probleme, die gleichen Floskeln. Unübertroffen dabei Angela Merkel. Auf der einen Seite „gespielter“ Optimismus, der keines der 28 Länder ausschließt, andererseits ein Vorab-Treffen mit 11 „gutwilligen“ EU-Partnern und der Türkei! Die Hinweise, dass die EU der 28 vor einer Spaltung steht, verdichten sich. Vielleicht in ein Kerneuropa, das sich weiter auch als Wertegemeinschaft versteht und in ein Europa der freien Märkte? Eine fatale Rückwärtsentwicklung. Ohne Kompromiss geht im wirklichen Leben und der Politik gar nichts. Häufen sich aber die faulen Kompromisse, muss eine klare Entscheidung getroffen werden. Sonst werden die EU-Gipfeltreffen in jeder Woche stattfinden (müssen).
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 19.12.2015
Eine Bitte und eine freundliche Begrüßung
Während die EU weiter ein jämmerliches Bild in der Flüchtlingsproblematik abgibt, können wir in Rhade, Lembeck und Dorsten denen da oben weiter zeigen, wie Hilfsbereitschaft buchstabiert wird. Das Michaelisstift wird in Kürze zur neuen, vorübergehenden Flüchtlingsherberge umgewidmet. Es sind Menschen, die dort einziehen. Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, ihre Heimat verlassen mussten. Wir zeigen denen da oben auch, wie bei uns Willkommenskultur buchstabiert wird. Wir haben nämlich noch nicht vergessen, dass vor 70 Jahren viele Deutsche auf der Flucht von Ost nach West hier bei uns eine neue Heimat gefunden haben. Heute bezeichnen sie sich selbstverständlich als Rhader und Lembecker. Flüchtlingen zu helfen, sie aufzunehmen, ihnen ihre Würde lassen – so wie es in der Weihnachtsgeschichte beschrieben wird, das wäre das beste Geschenk, dass wir unseren neuen Nachbarn machen könnten.
Veröffentlicht am 18.12.2015
SPD-Parteitag Berlin: Vertagung der Anträge zum Umweltschutz
Gestern hatte die Rhader SPD noch stolz darüber berichtet, dass die 600 Delegierten des Bundesparteitags in Berlin auch den heimischen Antrag zum Klimaschutz zur Beratung und Abstimmung auf dem Tisch haben. Heute wissen die Rhader Sozialdemokraten, dass aus Zeitgründen die Anträge zum Umweltschutz leider vertagt werden mussten. Auf Nachfrage teilt der SPD-Vorstand mit:
„Wir sind während des Bundesparteitags leider nicht zur Antragsberatung der U-Anträge gekommen, also kein Antrag aus dem Bereich der Umwelt- Energie- Verbraucherschutz- oder Verkehrspolitik wurde beraten. Dieser Antragsbereich musste aufgrund der fortgeschrittenen Zeit verschoben werden. Das Verfahren lautet: überwiesen an den nächsten Parteikonvent 2016“.
„Schade“, so die erste Reaktion aus dem Dorstener Norden. „Addiert man nämlich die Vorlaufzeit des Antrags ...
Veröffentlicht am 17.12.2015
Wetterkapriolen sind hausgemacht - von dir, dir und mir!
Dienstagmittag. Ich sitze auf der Terrasse in der Sonne und lese Zeitung. Es ist mild und warm. Kurz: Urgemütlich. Der Kalender (15. Dezember) zeigt aber an, dass wir Winter haben. Eigentlich. Was soll ich mich grämen? Ich spare an der Heizung, ich genieße die warmen Sonnenstrahlen, ich bin zufrieden. Es ist aber eine keine ehrliche Zufriedenheit. Ich weiß, dass das warme Wetter, meteorologisch betrachtet, eine Katastrophe ist. Und diese Katastrophe wird auch mich erreichen, oder meine Kinder, oder meine Enkelkinder. Gletscher und Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt, gigantische Stürme nehmen zu. Wir haben unseren relativen Wohlstand wohl doch zu teuer erkauft. Zuviel CO2, zuviel Feinstaub, zuviel Verbrennung. Deswegen haben jetzt alle Staaten der Welt in Paris zusammengesessen, um die fatale Erderwärmung zu stoppen. Eine Zukunftsaufgabe von ungeheurer Tragweite. Paris -> Berlin -> Düsseldorf -> Dorsten -> Rhade. Die Handlungskette beginnt ganz oben und endet bei uns. Wir alle müssen etwas tun. Plötzlich wird mir klar, dass das Sonnenbaden am 15. Dezember völlig irrational ist. Ich werde mich mehr mit dem Klimawandel beschäftigen müssen. Was ist mit dir?
Eigener Beitrag - Wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 16.12.2015
Ein Kommentar zum Bürgerentscheid von Michael Baune, SPD-Stadtverbandsvors. in Dorsten
Irgendwie hatte ich es den Tag über schon befürchtet. Nicht das Ergebnis an sich, das könnte man – wie Friedhelm Fragemann es formuliert hat – als „moralischen Sieg“ bezeichnen. Nein, die Wahlbeteiligung ist es, die mich – abgesehen von der nun endgültigen Schließung der Wichernschule – nachdenklich werden lässt.
And the winner is…der Nichtwähler mit sagenhaften 84 %. Ein Traumergebnis, eingefahren so ganz ohne großangelegte Kampagne, ohne Slogan, ohne Wahlprogramm, ohne Spitzenkandidaten und vor allem ohne Inhalt, ohne jedes Wahlversprechen… einfach so, grandios!
Da rackern sich Befürworter und Gegner der Wichernschule ab, tauschen auf mehr oder minder freundliche Art und Weise Pro- und Contra-Argumente aus, organisieren Infostände, informieren mit Flyern, Plakaten, werben in der Zeitung, argumentieren im Internet… und dann das. Im aktuellen Fall könnten sich vielleicht die Gegner der Wichernschule ob des unerwartet deutlichen Erfolges der Nichtwähler ...
Veröffentlicht am 15.12.2015