Polderprojekt zeigte, was in der Lippestadt möglich ist
Nun ist der Dorstener Herbst da. Künstlerisch betrachtet. Nach 70 Tagen wurde in Dorsten ein Kunst- und Kulturprojekt beendet, das Furore machte und die Bürger ohne Einschränkung mitnahm. Eine Idee wurde zum Selbstläufer. Marion Taube hat das Lob, dass sie und ihre Mitstreiter von der Öffentlichkeit erhält und erhalten hat, absolut verdient. Das Besondere ist nämlich, dass sie "mit ohne Geld", dafür mit unendlicher Begeisterung und mitreißender Motivation 70 Tage lang den Menschen in unserer Flächenstadt ein ganz neues Gefühl des Miteinanders und der "barrierefreien" Begegnung ermöglichte. Jetzt gilt es, den gesponnenen Faden aufzugreifen. Kultur in einer Stadt ist nämlich ein immer noch unterschätzter Standortfaktor. Interessant und nachdenklich machend ist, dass es überwiegend private Initiativen und Initiatoren sind, die Dorsten ein neues, sympathisches Gesicht geben. Kultur für alle! Dorsten hat 70 Tage bewiesen, dass es das gibt und auch "nachgefragt" wird. Ein Lichtblick. Aber auch eine Aufforderung an das städtische Kulturamt, sich umfassender, kreativer und offener als bisher zu positionieren.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 18.09.2015
"Penny" rüstet auf
Gestern stand hier noch ein kleines, altes Haus. Ein Stück Rhader Geschichte. „Heute“ hat der Abrissbagger „Nägel mit Köpfen gemacht. Der Discounter Penny, zum REWE-Konzern gehörend, wird hier einen Parkplatz errichten. Gut für die einkaufenden Rhader. Vielleicht auch ein Signal, dass der Konkurrent zum EDEKA-Geschäft im Rhader Einkaufszentrum mit seiner Investition bleiben wird. Ob aber der Parkplatz zum Rhader Ortsbild passt? Da bleiben Zweifel.
Veröffentlicht am 17.09.2015
Vorgestern war es die Gülle, gestern die Tierhaltung, heute der Milchpreisverfall. Und morgen? Die Landwirte, auch aus Rhade, haben es nicht einfach, in der öffentlichen Meinung so wahr genommen zu werden, wie sie es gerne sähen. Wir geben Hubert Krampe Gelegenheit, auf 3 Fragen zu antworten. Heute Teil 3.
Frage: Landwirtschaft ist mehr als Milchproduktion. Wer wird mit welchem „Geschäftsmodell“ in Zukunft sich am Markt behaupten können?
Hubert Krampe: Es ist richtig, das Landwirtschaft mehr ist als Produktion. Der Vermarktung unserer Erzeugnisse kommt zukünftig eine noch größere Bedeutung zu. In der Veredelung unser Produkte, besonders bei Milch, hat Deutschland eine weltweit führende geschätze Vielfalt und Qualität. Dieses Potenzial muß noch mehr genutzt werden, besonders von unseren bauerneigenen Genossenschaftsmolkereien, die fast 75% der deutschen Milch verarbeiten. Im sinkenden Inlandsmarkt gibt es eine steigende Tendenz zur Regionalität. Es wäre ein großer Fortschritt, wenn dieser Trend anhalten würde und die Landwirtschaft damit
Veröffentlicht am 16.09.2015
Vorgestern war es die Gülle, gestern die Tierhaltung, heute der Milchpreisverfall. Und morgen? Die Landwirte, auch aus Rhade, haben es nicht einfach, in der öffentlichen Meinung so wahr genommen zu werden, wie sie es gerne sähen. Wir geben Hubert Krampe Gelegenheit, auf 3 Fragen zu antworten. Heute Teil 2.
2. Frage: In unserer geltenden (sozialen) Marktwirtschaft regeln Angebot und Nachfrage die Preise. Fordert die Landwirtschaft eine Sonderstellung?
Hubert Krampe: Selbstverständlich unterliegen auch die landw. Produkte den Gesetzen des Marktes. Das merken wir wie oben beschrieben, augenblicklich schmerzlich bei der Milch. Die Landwirtschaft möchte hier auch keine Sonderstellung. Was aber festzustellen ist, so unterliegen unsere Produkte immer mehr dem marktgeschehen des Weltmarktes. Bei Milcherzeugnissen werden von Deutschland 40% exportiert und ebensoviel importiert. Somit wirken sich Wechselkurse, klimatische und politische Ereignisse meist sofort auch auf unseren Märkten aus. Dies bewirkt auch ein Auf und Ab der Preise vor Ort. Das dieses Preistal z.Zt.aber so lange anhält und wenig Aussicht auf kurzfristige Besserung ist, macht uns doch
Veröffentlicht am 15.09.2015
Vorgestern war es die Gülle, gestern die Tierhaltung, heute der Milchpreisverfall. Und morgen? Die Landwirte, auch aus Rhade, haben es nicht einfach, in der öffentlichen Meinung so wahr genommen zu werden, wie sie es gerne sähen. Wir geben Hubert Krampe Gelegenheit, auf 3 Fragen zu antworten. Heute Teil 1.
- 1. Frage: Die Bauern klagen (wieder) über den Milchpreisverfall. Ist das ein hausgemachtes Problem durch Überproduktion?
Hubert Krampe: Die guten Milchwirtschaftsjahre 2013/14 (der Milchpreis war längere Zeit bei über 40 Cent) haben dazu geführt, dass der einzelne Landwirt versucht hat, alle seine betrieblichen Ressourcen auszuschöpfen. Das war zu dem Zeitpunkt unproblematisch, weil der Markt das Produkt Milch ohne Problem aufnahm. Besonders der Export war so aufnahmefähig, dass die preisbestimmenden Discounter in den Preisverhandlungen keine Chance hatten die Preise zu drücken. Das änderte sich ab Mitte 2014 als
Veröffentlicht am 14.09.2015