Vorankündigung: Rhade liegt mitten im Grünen. Ringsherum Felder, Wiesen und kleine Waldstücke. Unübersehbar, dass hier Land- und Viehwirtschaft betrieben wird. Die Gruppe der Landwirte ist nicht mehr sehr groß, dafür aber deren Probleme. Jetzt ist es der rasant gesunkene Milchpreis, der die Bauern auf die Straße und „Palme“ bringt. Um mehr über die Hintergründe der aktuellen Diskussion zu erfahren, haben wir Hubert Krampe 3 Fragen gestellt. Siehe untenstehend. Die Antworten erfolgen in den nächsten Tagen.
- Frage: Die Bauern klagen (wieder) über den Milchpreisverfall. Ist das ein hausgemachtes Problem durch Überproduktion?
- Frage: In unserer geltenden (sozialen) Marktwirtschaft regeln Angebot und Nachfrage die Preise. Fordert die Landwirtschaft eine Sonderstellung?
- Frage: Landwirtschaft ist mehr als Milchproduktion. Wer wird mit welchem „Geschäftsmodell“ in Zukunft sich am Markt behaupten können?
Veröffentlicht am 13.09.2015
Neubürgermeister düpiert Altbürgermeister
Gestern noch Lob, heute der Fußtritt. Lambert Lütkenhorst ist nicht nur enttäuscht, sondern verwundert und empört. So seine Aussagen in der Dorstener Zeitung. Die Entscheidung, WinDor ohne Diskussion von oben herab umzustrukturieren, zeigt einmal mehr, dass Tobias Stockhoff „mit dem Kopf durch die Wand“ will. „So wie er es auch als CDU-Vorsitzender praktiziert hat“, so politische Weggefährten im „Hintergrundgespräch“ unter der Hand. Wenn der 2. Geschäftsführer (Aleff) in öffentlicher Sitzung sein Unverständnis über die (einsame) Entscheidung des Neubürgermeisters, WinDor neu aufzustellen, äußert, dann gehört das schon in den Bereich DISTANZ. Wie da auf Dauer erfolgreiche Wirtschaftsförderung weitergeführt werden soll, entzieht sich dem Beobachter von außen. Nach dem „Fall Paul“, der Wicherschulentscheidung und der WinDor-Krise, wächst die Zahl der selbst verursachten Dorstener Baustellen. Sachliches Krisenmanagement ist nun gefragt. Besserwisserei ist fatal für unsere Stadt. Der Altbürgermeister hat ein Zeichen gesetzt.
Ein Kommentar der Rhader SPD
Veröffentlicht am 12.09.2015
Rhader SPD diskutiert über Flüchtlingsdrama
Wer ist Flüchtling, warum wurde er dazu, wo kommt er her, wo will er hin und wie können wir helfen? Der thematische Einstieg (Dirk Hartwich) und die direkten lokalen Auswirkungen in Dorsten (Norbert Hörsken) waren der Auftakt zu einer sehr intensiven, spannenden und nachdenklich machenden Diskussion, an der sich alle Besucher der Rhader SPD-Versammlung beteiligten. Unstrittig war, dass diejenigen Flüchtlinge, die es nach Deutschland und Dorsten geschafft haben, ein Anrecht auf eine akzeptable Unterbringung, Versorgung und würdevolle Behandlung haben. Dazu gehört auch die individuelle Prüfung, ob ein Asylgrund nach unseren rechtsstaatlichen Kriterien, vorliegt. Über 500 Flüchtlinge leben, dezentral in fast allen Stadtteilen untergebracht, neben 200 bis 300 in der Erstaufnahmeeinrichtung des alten städtischen Gymnasiums. Während die erste Gruppe bereits registriert wurde und auf den Abschluss des Asylverfahrens wartet, wird die 2. Gruppe nach der Datenerfassung auf andere NRW-Städte verteilt. Die umfangreichen Informationen lösten eine Welle von Fragen und Meinungen aus. „Wir schaffen das“, so die führenden Bundespolitiker der Großen Koalition am letzten Wochenende. Diese Einschätzung wurde vor Ort so undifferenziert nicht geteilt. „Die Erwartungen, die jetzt in den Krisenregionen und den überfüllten Flüchtlingslagern (Türkei, Nordirak, Libanon, Jordanien, …) geweckt wurden, können wir nie und nimmer erfüllen“, so die Zusammenfassung der vielen unterschiedlichen Meinungen. Eva-Maria Rybarczyk forderte von den Politikern des Bundes und der EU klare Positionen und Führungsstärke. Hans-Willi Niemeyer sorgt sich um die „Rattenfänger“ am rechten Rand und Berthold John forderte sofort mehr Mittel und ehrenamtliches Engagement beim Sprachunterricht in Dorsten. Am Ende wurde versucht, ein Fazit zu ziehen. Unüberseh- und hörbar waren dabei eine gewisse Ratlosigkeit und auch Ängste, dass unsere Zivilgesellschaft die erkennbaren Herausforderungen auf Dauer nicht leisten kann. „Wir müssen einen klaren Kopf behalten und die vorhandenen Besorgnisse ernst nehmen, uns aber nicht nur davon leiten lassen“, so ein Statement über die auch vorhandenen, Chancen einer geordneten Zuwanderung, die über ein Einwanderungsgesetz zu regeln wäre. Die Rhader Sozialdemokraten haben mit dieser Veranstaltung eindrucksvoll bewiesen, dass über ein so komplexes, globales Thema mit lokalen Auswirkungen, engagiert und niveauvoll diskutiert werden kann.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 11.09.2015
Auf der Flucht- und nun ?
Chancen und Risiken für Deutschland, die EU und Dorsten
Nach einem generellen Einstieg über mögliche Verursacher des Dramas und den daraus entstandenen Folgen, werden auch die aktuellen Dorstener Flüchtlingszahlen und Hilfsmöglichkeiten diskutiert.
Die Veranstaltung der Rhader SPD ist wie immer öffentlich. Heute, Donnerstag, 10. September, 19.30 Uhr, Gasthaus Pierick, Lembecker Straße in Rhade.
Veröffentlicht am 10.09.2015
Wichernschule: Elterninitiative hat schon 5000 Unterschriften
Am 17.06.2015 hat der Rat auf Antrag der CDU-Fraktion die faktische Schließung der Wichernschule beschlossen. In der Folgezeit entstand der Eindruck, der Rat habe die Schließung in großer Einmütigkeit verabschiedet. Dazu der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedhelm Fragemann: "Das stimmt nicht! Die SPD tritt unmißverständlich für den Erhalt der Wichernschule ein!". Mit Worten und auch Taten - die SPD hilft mit beim Unterschriftensammeln für das Bürgerbegehren. Stand Sonntag (06.09.2015) hat die Elterninitiative rund 5000 Unterschriften für den Erhalt der Wichernschule gesammelt - das sind über 1000 Unterschriften mehr als benötigt werden. Und die Sammlung geht noch weiter - in vielen Dorstener Geschäften liegen noch Unterschriftenlisten aus.
www.spd-dorsten.de
Veröffentlicht am 09.09.2015