Wer wird was?
Noch ringen die neuen Koalitionsparteien CDU/CSU/SPD um Inhalte, parallel werden aber bereits künftige Minister-Namen gehandelt. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgt besonders die SPD-Basis, wer aus eigenen Reihen dem voraussichtlich nächsten Kabinett angehören könnte. Scheinbar gesetzt ist Boris Pistorius als Verteidigungsminister. Lars Klingbeil muss sich entscheiden, ob er lieber Fraktions- und Parteivorsitzender bleiben will, oder Verantwortung als Finanz- oder Wirtschaftsminister Regierungsverantwortung zu tragen Hubertus Heil hat sich als Arbeits- und Sozialminister bewährt. Er wird wohl sein Amt behalten. Karl Lauterbach hat bewiesen, als Gesundheitsminister endlich nachhaltige Reformen auf den Weg gebracht zu haben, besonders geschätzt wird er von der Union aber nicht. Also ein Fragezeichen. Svenja Schulze und Klara Geywitz, bisher für Entwicklung und Bauen zuständig, haben sich für neue Regierungsaufgaben nicht besonders empfehlen können. Das größte Problem wird aber sein, wer in Zukunft die SPD führen soll. Wenn Lars Klingbeil Minister und Vizekanzler wird, innerparteilich wird er dazu gedrängt, kann er nicht parallel Fraktionsvorsitzender sein. Ob es dann auch sinnvoll ist, Parteivorsitzender zu bleiben, muss parteiintern diskutiert werden. Saskia Esken hat ihre Aufgabe in der SPD erfüllt. Die SPD benötigt jetzt an der Parteispitze eine charismatische Persönlichkeit, um Boden bei den Wählern gut zu machen. Die nächsten Tage werden auch über die Zukunft der Partei entscheiden.
Nachdenkzeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 25.03.2025
Veröffentlicht am 24.03.2025
Eine kritische Überprüfung ist angebracht - Ein Offener Brief an die städtische Dezernentin
Sehr geehrte Frau Laubenthal,
lebenslange Weiterbildung ist ein Muss, um in dieser schnelllebigen Zeit den Anschluss nicht zu verlieren. Die Volkshochschulen, vor über 100 Jahren gegründet, sind auf diesem Gebiet absolute Leistungsträger, müssen sich aber den veränderten Bedingungen ständig neu anpassen. Nun mahnt der Ehrenvorsitzende des Deutschen Volkshochschulverbands, Ernst Dieter Rossmann in einem Zeitungsbeitrag, dass „die Volkshochschule für alle Bevölkerungsgruppen attraktiv werden muss“. Ein Hinweis darauf, dass die Angebote nach wie vor „eher von der Mittelschicht wahrgenommen werden“. Und weiter: „Immer häufiger gehen auch die Menschen nicht mehr zur Volkshochschule, sondern die VHS kommt quasi zu ihnen.“ Sie werden sich erinnern, dass ich seit vielen Jahren genau diese Positionierungen auch in unserer Stadt einfordere. Vergleichen Sie bitte dazu meine „Rhader Gedanken zum städtischen Kulturangebot - Ein Posititons- und Diskussionspapier, Oktober 2020.“ Bis auf wenige Ausnahmen, leider erfolglos. Die mehrfache Verwaltungsantwort, man biete doch an, stelle aber z. B. in Rhade und im Außenbereich keine Nachfrage fest, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt. Der Auftrag der VHS besteht auch darin, mit kreativen Aktionen Interesse vor Ort zu wecken und insbesondere die gesellschaftlichen Gruppen im Fokus zu haben, die den Wert einer Volkshochschule bisher gar nicht kennen.
Meine nochmalige Bitte lautet, die Dorstener VHS so zu positionieren, dass sie in allen 11 Stadtteilen präsent ist und insbesondere nicht aufgibt, neue Interessenten zu werben. So wie es der Ehrenvorsitzende des Deutschen Volkshochschulbundes mahnend den 3600 Volkshochschulen in Deutschland ins Stammbuch schreibt.
Mit freundlichem Gruß
Dirk Hartwich
Grundlage meines Offenen Briefes ist der Bericht in der ZEIT, Nr. 11 vom 13. März 2025: „Die Position: Volkshochschulen sollten nicht geschwächt werden!“ von Ernst Dieter Rossmann.
Veröffentlicht am 24.03.2025
Veröffentlicht am 23.03.2025
Was die neue Regierung von Rio Reiser lernen kann
Vor einigen Tagen wurden die SPD-Mitglieder aufgefordert, Vorschläge einzureichen, was mit dem „500-Milliarden Sondervermögen Infrastruktur“ umgehend umgesetzt werden müsste. Rio Reiser war seiner Zeit weit voraus. Er wusste genau, was er machen würde, wäre er Kanzler, Kaiser, König oder Königin. Wir hingegen stellen seit Jahren die gleichen Fragen, beschäftigen Stäbe von Experten die Projektstudien erstellen und in Hochglanzbroschüren der Öffentlichkeit präsentieren. „Das alles und noch viel mehr, würden wir gerne machen, wenn das Geld dafür da wär“, heißt es dann. „Wir füttern lieber das Sparbuch, genannt Schwarze Null, und verschieben die wirklich gut gemeinten Erkenntnisse in dafür vorgesehene Schubladen der Verwaltungen“, so die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte. Auch im kommunalen Bereich. Nun die 180-Grad Kehrtwende, auch genannt, „Geld spielt jetzt keine Rolle mehr. Wir machen!“. Ok, hier ein erster Vorschlag, der nicht nur auf dieser Internetseite gelesen werden kann, sondern auf dem Weg in die Berliner SPD-Zentrale ist:
„Wer über unsere Autobahnen fährt und auf Parkplatz-Toiletten angewiesen ist, wendet sich angewidert ab. Sie sind unzumutbar und eine Schande für unser reiches Land. Sanierung zwecklos. Hier hilft nur ein Autobahn - Parkplatz - Toiletten - Abrissprogramm mit anschließendem Neubau und täglicher Bewirtschaftung, finanziert aus dem Infrastruktur-Sondervermögen.“
Weitere Vorschläge folgen frei nach dem Rio-Reiser-Refrain: "Jede Nacht um halb eins, wenn das Fernsehen rauscht Leg ich mich auf's Bett, und mal mir aus Wie es wäre, wenn ich nicht der wäre, der ich bin Sondern Kanzler, Kaiser, König oder Königin."
Ein Vorschlag zum Wochenende aus Rhade
Veröffentlicht am 22.03.2025