Und wie bewerten wir in Rhade das Duell"?
Hand aufs Herz. Ist es wirklich nur unser Interesse an politischen Zusammenhängen, oder doch eher die Lust, einer möglichen „Katastrophe“ hautnah beiwohnen zu können. TV-Duellen, allein der Name ist Programm, tragen unausgesprochen den Übertitel: „Es darf nur einen geben“. Um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen, bereiten sich die Kontrahenten akribisch vor, studieren den Gegner und wissenschaftliche Expertisen früherer TV-Duelle. Und genau hierhin fällt unser Blick, bevor wir unsere Wertung über den gestrigen „Kampf“ verkünden. Die Forschung kennt drei Strategien: a) eigene Stärken hervorheben, b) den Gegner angreifen, und c), sich zu verteidigen. Wobei die Verteidigungshaltung als defensive Schwäche ausgelegt wird. Ganz wichtig ist, eigene Aussagen so vage vorzutragen, das sich eine Mehrheit der Zuschauer darin wiedererkennt. Beispiel: „Wir wollen doch alle ein funktionierendes, bezahlbares Gesundheitssystem“. Analysen zeigen, dass Politiker durch die Teilnahme am TV-Duell am meisten Zustimmung bei den eigenen Anhängern und bei der großen Gruppe der bisherigen Nichtwähler erzielen können. Das gegnerischen Partei-Lager lässt sich dagegen kaum beeindrucken. Entscheidend ist aber die Glaubwürdigkeitsfrage. „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht …“, das ist der größte Ballast für einen Spitzenpolitiker, der Kanzler werden will. Nun unsere Wertung im TV-Duell Olaf Scholz gegen Friedrich Merz:
Das "Spiel" hatte 2 unterschiedliche Halbzeiten. Anfangs konnte Merz Olaf Scholz in die Defensive "zwingen". Danach kam Merz ins Straucheln, als er erklären musste, woher das Geld für mehr Verteidigung herkommen soll. Also eher ein Unentschieden. Nun haben am 23. Februar die Wähler das letzte Wort
Grundlage für diesen Bericht ist der ZEIT-Beitrag „Vage bitte, aber nicht zu vage“ vom 6.2.2025
Veröffentlicht am 09.02.2025
Veröffentlicht am 09.02.2025
Wir schreiben das Jahr 1995. Die Landtagswahl in NRW findet am 14. Mai statt. Johannes Rau ist Ministerpräsident und wirbt um Wiederwahl. Dazu setzt er nicht nur Flugblätter ein, sondern punktet mit einem besonderen Kochbuch und Rezepten auf 130 Seiten, das an Infoständen im ganzen Land, so auch in unserer Region, verteilt wird. Bemerkenswert ist, dass die Rezepte nicht von Sterneköchen, sondern von Bürgern wie Du und ich stammen. Noch bemerkenswerter ist, was uns Johannes Rau im Vorwort zu sagen hat. Stände unter diesem Vorwort das Datum Februar 2025, würde es (fast) keiner merken, dass die Beschreibung der politischen Großwetterlage im Land, vor 30 Jahren entstand. Ob Strukturkrise, Wohnungsmangel, Benachteiligung von Familien - die SPD kümmert sich, so das Versprechen. Das Wahlergebnis war aber erstmals eine Ernüchterung. Die SPD verlor nämlich mit 46% (!) ihre bisherige absolute Mehrheit und musste mit den Grünen eine Koalition bilden. Johannes Rau blieb Ministerpräsident. Die Zeiten haben sich für die SPD dramatisch geändert, das empfohlene vegetarische Rezept hat dagegen Bestand:
Quark-Kartoffel-Bratlinge
500 g Pellkartoffeln durch eine Presse drücken. Mit 250 g Quark, einem Ei, etwas Salz, Paprika, einer geriebenen Zwiebel, etwas Mehl vermengen und wie Frikadellen von jeder Seite 5 Minuten braten. GUTEN APPETIT. Und bei Tisch über die bevorstehende Bundestagswahl und die wichtige Rolle der SPD sprechen.
Veröffentlicht am 08.02.2025
Das personelle Angebot der Sozialdemokraten lässt aufhorchen
Er will es und er kann es. Die Rede ist von Dustin Tix, der dabei ist, den Bundestagswahlkreis Dorsten/Gladbeck/Bottrop als Nachfolger von Michael Gerdes direkt zu gewinnen. Mit glänzendem Fachwissen ausgestattet, überzeugt er mit Charme und Offenheit. Er geht auf die Menschen zu, bietet einen Meinungsaustausch an, manchmal zwischen Tür und Angel, manchmal in aller Frühe auf dem Bahnhof mit frischem Kaffee. Dustin Tix ist jung und hat Kondition. Manch einer, der ihn auf seinen Terminen fast rund um die Uhr begleitet, stöhnt schon mal auf und sehnt sich nach einer Pause. Die gönnt sich Dustin Tix bis zum 23. Februar nicht. Er will die Wählerinnen und Wähler argumentativ überzeugen, um sie zu motivieren, ihn mit der Erstimme zu wählen und mit der wichtigen Zweitstimme die SPD. Dustin Tix hat in Lembeck auf schwierigem Terrain überzeugt, er strotzt vor Selbstbewusstsein, kommt aber nie überheblich rüber, sondern tritt verständnis- und respektvoll allen Gesprächspartnern gegenüber. Die heimischen Sozialdemokraten können stolz sein, einen wie Dustin Tix in ihren Reihen zu wissen. Und unsere Region würde mit Dustin Tix in Berlin bestens vertreten sein. Genug der Worte. Jetzt vom Wahlrecht Gebrauch machen. Nach den eindeutigen Zeilen zuvor, verzichten wir nun auf den nochmaligen Aufruf, Dustin Tix und die SPD zu wählen. Das versteht sich von selbst.
Rhader Beobachtungen in der laufenden Bundestagswahl-Kampagne
Veröffentlicht am 07.02.2025
„Bündnis gegen Rechts“ ruft zur Teilnahme auf
Vor einem Jahr zeigte die Dorstener Stadtgesellschaft, was sie von Parteien hält, die unsere Grundrechte infrage stellen. Ein Blick ins Grundgesetz (Auszug) hilft zu verstehen, was gemeint ist:
- Die Würde des Menschen ist unantastbar.
- Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
- Die Freiheit des Glaubens … ist unverletzlich.
- Jeder hat das Recht, seine Meinung … frei zu äußern.
- Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden …
- Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
Diese Grundrechte drohen nicht nur verwässert, sondern ausgehebelt zu werden. Dagegen müssen alle Demokraten in unserer Gesellschaft protestieren. „Wir in Dorsten gegen Rechts“, ein parteiunabhängiges Bündnis, mahnt seit Jahren mit beeindruckendem Erfolg, nicht auf dem „rechten Auge“ zu erblinden. Adressat sind Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. Das Bündnis grenzt keine Menschen aus. So wie es unsere Grundrechte im Verfassungsrang vorgeben. Unter dem Motto, „Aufstehen für die Demokratie - Die Hoffnung leuchtet auch in Dorsten“, wird es am morgigen Freitag um 17.30 Uhr ein Bekenntnis der Dorstener Stadtgesellschaft geben, nicht aufzugeben, der Rechtsaußenpartei AfD die rote Karte zu zeigen und alle demokratischen Parteien aufzufordern, die Brandmauer gegen ewiggestrige Demokratiefeinde zu stärken. Der Appell von dieser Stelle lautet: SEI MORGEN DABEI, UM UNSERE DEMOKRATIE ZU STÄRKEN!
Veröffentlicht am 06.02.2025