Allgemein Es ist angerichtet - Forks-Busch soll zum Rhader Treffpunkt umgestaltet werden.

Pünktlich zum morgigen ersten Spatenstich, wurde das ökologisch wertvolle Kleinod Forks-Busch mit schwerem Gerät „aufgeräumt“. Die Motorsägen legten im Nu alles um, was für die Neugestaltung im Weg liegt. Auf Nachfrage handelt es sich beim Fällen auch mehrerer Bäume, siehe Fotoausschnitt, „nur“ um die Einhaltung der Verkehrssicherheitspflicht, die für die Stadt Dorsten als Grundstückseigentümer verpflichtend sei. Dass die Arbeiten nur wenige Tage vor dem Umbau-Startschuss erfolgen, ist sicherlich nicht als Zufall zu bewerten. Klarer ausgedrückt: Würde das Wäldchen Forks-Busch weiter im "Dornröschen-Schlaf" liegen und dem Umweltschutz sowie dem Kleinklima dienen, und nicht zum Treffpunkt umgebaut werden, hätte es keine "Pflegemaßnahmen" dieser Art gegeben.

Ein Rhader folgt dem Motorsägengeräusch im Forks-Busch und stellt Fragen

Veröffentlicht am 29.01.2025

 

Gesellschaft Sollten sich die Kirchen im laufenden Wahlkampf klar positionieren? (Teil 1)

Ein Kommentar von Dr. Hans-Udo Schneider

Bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war es üblich, dass die kath. Kirche Wahlempfehlungen für die C- Parteien aussprach. Das ist Gott sei Dank vorbei. Die mündige Staatsbürgerin braucht keine Wahlempfehlung der Kirchen, ebenso wenig wie der mündige Staatsbürger. Im Hinblick auf das kirchliche Selbstverständnis, der Frage nach dem christlichen Menschenbild, ist dagegen Positionierung gefragt. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Der Grundgesetzartikel 1 gilt für die Kirchen uneingeschränkt. Evangelische und Katholische Kirche haben aus ihrem Versagen in der Weimarer Republik und im Faschismus gelernt. Beide sprechen sich für die Stärkung der Demokratie aus und erteilen den Feinden der Demokratie eine klare Absage. Ganz anders verhält es sich allerdings in der Frage von Armut und Reichtum. Die tief gespaltene Gesellschaft ist für die Kirchen kaum noch ein Thema. Sie haben sich eingerichtet, abgefunden und die Armutsbevölkerung aus dem Blick verloren. Das ist beschämend. Im gemeinsamen Sozialwort der Kirchen (1997) gab es noch die klare Forderung nach angemessenen Löhnen, fairen Arbeitsbedingungen und der „Vorrangigen Option für die Armen, Schwachen und Benachteiligten“. An deren Umsetzung wurde nicht weitergearbeitet. Im Gegenteil: Die Kirchen haben sich im Neoliberalismus eingerichtet, von der „Ethik der sozialen Gerechtigkeit“ ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Wird übermorgen, am 30. Januar mit Teil 2 abgeschlossen

Dr.Hans-Udo Schneider, Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten. Er wurde dabei von der SPD und den Grünen unterstützt.

Veröffentlicht am 28.01.2025

 

Rolf Mützenich, SPD-Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag. Foto: SPD-Fraktion Bundespolitik Es gibt sie noch - Politiker zu denen man aufsieht

Rolf Mützenich ist so einer

Von den „Lautsprechern“ im Land, gibt es genug. Sie schaffen es immer wieder auf die Titelseiten der Medien, ohne wirklich etwas zu sagen. Sie bedienen sich dabei nicht selten einer vulgären Ausdrucksweise und nehmen es mit der Wahrheit (Tünkram) nicht so genau. Rolf Mützenich ist da von ganz anderer Qualität. Als SPD-Vorsitzender der größten Fraktion im Bundestag mit über 200 Abgeordneten, überzeugt er mit Freundlichkeit und klaren politischen Aussagen. Er wird deswegen auch von der Konkurrenz aus den demokratischen Parteien geschätzt. Auf Rolf Mützenich ist Verlass. Das weiß auch Bundeskanzler Olaf Scholz. Kompromisse, die er in der Koalition mit Grünen und FDP immer wieder eingehen musste, sorgten in der von Rolf Mützenich geführten SPD-Fraktion regelmäßig für „Magenschmerzen“ und intern geäußerten Unmut über die, nach ihrer Auffassung, zu wenig erkennbare sozialdemokratische Handschrift. Rolf Mützenich verstand es aber immer wieder argumentativ aufzuzeigen, dass der von den Wählern übertragene Regierungsauftrag höher zu bewerten sei, als die reine sozialdemokratische Lehre. „Erst das Land, dann die Partei“, könnte über seiner Agenda stehen. Dass er von der FDP (Christian Lindner) verraten wurde, hat ihn auch menschlich tief getroffen. Im laufenden Wahlkampf sollten wir Politikern wie Rolf Mützenich, besondere Aufmerksamkeit widmen, zuhören was sie zu sagen haben, um dann verantwortungsvoll zu wählen.    

Respekt aus Rhade für einen besonderen Bundespolitiker

Veröffentlicht am 27.01.2025

 

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