Liebe Mitglieder der SPD in Deuten, Lembeck, Rhade und Wulfen, liebe Vorstandsmitglieder der SPD-Ortsvereine im Dorstener Norden, liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem Rat,
in wenigen Tagen wollen Sie sich in einem neuen SPD-Ortsverein Dorsten-Nord zusammenschließen. Eine Entscheidung, die aus der Not geboren und somit wohl notwendig ist, aber keineswegs erfreulich.
Man steht in einem Zwiespalt: Große Organisationen können schlagkräftiger sein, laufen aber die Gefahr, nicht mehr so nahe an den Menschen zu sein. Auch ein Stückchen Stadtteil- oder Dorf-Identität geht verloren. Das ist bei Zusammenschlüssen von Kirchengemeinden oder Vereinen nicht anders. Und auch innerhalb des CDU-Stadtverbandes gab es schon einmal einen Zusammenschluss von Ortsverbänden – beispielsweise der Ortsverbände Barkenberg, Deuten und Wulfen zum Ortsverband Wulfen/Deuten.
In der Fusion liegen aber auch viele Chancen. Die Vorstandsarbeit bindet in kleinen Einheiten viele Kräfte. Kräfte, die nun freigesetzt und genutzt werden können, um mehr inhaltlich zu arbeiten, mit Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen, sie anzuhören, sie vielleicht sogar für die Mitarbeit in einer Partei zu gewinnen. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass es gelingt, diesen Ressourcen-Schatz zu heben – für unsere Demokratie und für eine aktive Bürgergesellschaft.
Als Politiker trage ich eine andere Farbe als die SPD. Man könnte vermuten, dass ich mich klammheimlich freue über diese Fusion. Das Gegenteil ist der Fall.
Denn dass Sie sich in einem neuen Ortsverein zusammenschließen, ist leider nur ein weiteres Zeichen für die schleichende Erosion von Ehrenamt, Beteiligung an der Gesellschaft und Engagement.
Und gerade in einer Zeit, in der Parteien Aufwind haben, die unsere Freiheitlich-Demokratische Grundordnung und unser Grundgesetz nicht ernst nehmen, verächtlich machen oder sogar zerstören wollen, brauchen wir starke demokratische Parteien, die engagiert um den besten Weg für unser Land streiten.
Ich möchte diesen Moment daher auch nutzen, um Ihnen allen ausdrücklich zu danken:
Für Vorstandsarbeit, für das politische Mitdenken, für Engagement in Gremien, fürs Plakatekleben in Wahlkämpfen, fürs leidenschaftliche Dagegenhalten, wenn in der Kneipe irgendjemand Unsinn redet, für ein politisches Bekenntnis allein durch Ihre Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei, kurzum: für Ihr Eintreten für unsere Demokratie. Und dafür stehen viele von Ihnen schon seit Jahrzehnten.
Der Gründungsversammlung für den neuen SPD-Ortsverein Dorsten-Nord wünsche ich daher einen guten und harmonischen Verlauf, engagierte Debatten und kluge Entscheidungen.
Mit freundlichen Grüßen
Tobias Stockhoff, Bürgermeister
Die Rhader SPD sagt, DANKE Herr Stockhoff!
Veröffentlicht am 16.11.2024
Falsch genutzte Kamine und Öfen können ganze Straßenzüge verqualmen
„Richtig Heizen mit Holz“, lautet eine wichtige Broschüre des NRW-Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, kurz: LANUV. Alle, die in der Übergangszeit von Sommer auf Herbst schon mal den Kamin oder Ofen „anschmeißen“, haben den Hinweisgeber vom Schornsteinfeger erhalten. Es sind aber nicht nur lockere Hinweise, es sind verbindliche Vorgaben zum Schutz der Umwelt und der Menschen, die in der Nachbarschaft von qualmenden Schornsteinen leben. Und dass das falsche, unzulässige Heizen mit Holz und anderen Brennstoffen kein Einzelfall ist, davon kann jeder in einer Wohnsiedlung berichten. Statt in frischer Abend- oder Morgenluft einzuschlafen oder aufzuwachen, müssen plötzlich die Fenster geschlossen werden, weil der Qualm „des Nachbarn“ nicht nur die eigene wohlverdiente Ruhezeit empfindlich stört, sondern auch gesundheitsschädlich ist. Werfen wir einen Blick in die LANUV-Broschüre. Holz ist dann zum Heizen geeignet, wenn die Holzfeuchte unter 25% liegt. Das ist i. d. R. nach 2 Jahren richtiger, luftiger Lagerung erreicht. Die Auswirkung von falschem Heizen mit Kaminöfen in Kurzform: Neben dem Verkehr und der Industrie ist der Hausbrand der dritte Hauptverursacher der Luftbelastung mit Schadstoffen. Das allein sollte ausreichen, um sich an die Vorgaben des LANUV zu halten.
Rhader Erfahrungsbericht aus dem Quartier
Veröffentlicht am 15.11.2024
Olaf Scholz kann Kanzler und will Kanzler bleiben
Alle Umfragen signalisieren, dass das angestrebte Jahrzehnt der Sozialdemokratie bereits nach drei Jahren endet. Natürlich stemmt sich die Führungsspitze der SPD gegen diese Negativprognose und antwortet statt dessen mit Optimismus, das Blatt wenden zu können. Allen vorweg der Bundeskanzler Olaf Scholz. Sein Selbstbewusstsein ist ungebrochen. Seine Bilanz, in schwierigsten Regierungszeiten Deutschland einigermaßen gut durch die globale Krise geführt zu haben, kann auch von seinen schärfsten Kritikern nicht völlig negiert werden. Das Problem der Ampelregierung war, mit dem FDP-Vorsitzenden einen „Partner“ im Kabinett zu haben, der falsch spielte und dabei ertappt wurde. Der Rausschmiss kam nach Ansicht der SPD-Basis eigentlich zu spät. Nun stehen Neuwahlen an. Der Sozialdemokrat Dustin Tix wird auf dem Wahlzettel der SPD stehen, um das Direktmandat im Wahlkreis Dorsten, Gladbeck und Bottrop zu erringen. Nur wenn die SPD (mit der Zweitstimme) wieder als stärkste Fraktion aus der bevorstehenden Wahl hervorgeht, dann kann Olaf Scholz seine begonnene Kanzlerschaft fortsetzen. Nur wenn die Mehrheit der Wähler im Bundestagswahlkreis Dorsten-Gladbeck-Bottrop mit der Erststimme Dustin Tix ankreuzen, dann wird er das Gesicht der SPD vor Ort sein und Olaf Scholz bei seiner möglichen neuen Kanzlerschaft unterstützen können. Das hört sich doch gut an!
Die Rhader Prognose - Kurzfristige Änderungen nicht ausgeschlossen.
Veröffentlicht am 14.11.2024
Eine sehr persönliche Buchwerbung
Seit wenigen Tagen informiert ein neues Buch über unsere Stadt, die aus 11 Stadtteilen besteht. Das Besondere und Neue daran ist, dass es nicht einen Autoren gibt, sondern, dass für die Präsentation des jeweiligen Stadtteils sogenannte „Einheimische“ verantwortlich zeichnen. Herausgegeben vom Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten e. V., wird so Dorsten auf 400 Seiten sehr aufwändig, sehr kenntnisreich, sehr engagiert, mit vielen Fotos versehen, vorgestellt. Ein ganz wichtiger Stadtteil Dorstens ist Rhade. Es macht mich sehr stolz, dass ich ausgewählt wurde, Rhade mit meinen Augen zu sehen, mit meinen Erkenntnissen und meinem Wissen zu beschreiben. Auf 33 Buchseiten, illustriert mit 19 Fotos, werbe ich intensiv für Rhade, indem ich die Überschrift wählte: „Rhade - Ein liebens- und lebenswerter Stadtteil“. Ich verzichte nicht auf kritische, persönliche Anmerkungen und „erzähle“ neben der historischen Geschichte, auch eine spannende Geschichte im Abschnitt: „Die Anfänge der politischen Gemeinde Rhade nach 1945 und ein Skandal in den 1950er Jahren“. Den Schwerpunkt meiner Betrachtung habe ich aber der kommunalen Neuordnung ab 1975, also vor 50 Jahren, gewidmet. Eine Ergänzung der beiden wichtigen Bücher des Heimatvereins Rhade „500 Jahre Rhade“ aus dem Jahr 1989. Ich wünsche und hoffe, dass ich nun neugierig gemacht habe, um selbst nachzulesen, was Rhade (und ganz Dorsten) liebens- und lebenswert macht. Das Buch wird u. a. in der Stadtinfo und der Buchhandlung König verkauft. Es kostet 19.95 Euro.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 13.11.2024
"Wenn man sich die Debattenbeiträge deutscher Parlamentarier, aber vor allem die Resultate der Gesetzgebungsarbeit der Parlamentsfraktionen anschaut, verfestigt sich der Eindruck, dass für so manche Mitglieder des Deutschen Bundestages und ebenso für Mandatsträger der deutschen Landtage die Bezeichnung „Abgehobene“ treffender als die des Abgeordneten wäre. Realitätsblindheit, Beschönigung der Verhältnisse und Zwangsbeglückungsversuche haben sich zu einer für die Demokratie gefährlichen Mischung entwickelt."
Friedhelm Fragemann
Anmerkung: Friedhelm Fragemanns Gedankensplitter Nr. 5 wurde vor dem Koalitions-Aus formuliert, kann aber auch passend als ein Mosaikstein des Ampel-Scheiterns, u. a. verursacht durch die Prinzipienreiterei des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner, bezeichnet werden.
Bisher veröffentlichte Gedankensplitter findet der Leser auf dieser Internetseite am 17.8., 6.9., 30.9., 18.10.2024.
Veröffentlicht am 12.11.2024