Bild Biennale Venedig, Pavillon Venecia 2024 Allgemein Vor einem Jahr wurde Israel angegriffen

Heute blicken wir voller Sorge in die Zukunft

Noch immer werden mehr als 100 israelische Geiseln nach dem brutalen, mörderischen Überfall der Hamas vor einem Jahr auf Israel vermisst. Die Vergeltung dauert unvermindert an. Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit darf auch aus deutscher Sicht kritisch angemerkt werden. Seit 365 Tagen ist das Leid der Bevölkerung in Palästina, Israel und den Nachbarstaaten gestiegen. Jetzt sogar die Ausweitung des Krieges nach Libanon. Dann droht der Iran aktive Kriegspartei zu werden. Die Eskalationsspirale dreht sich immer schneller. Nahost ist ein Pulverfass. Bisher konnte die Lunte im letzten Moment ausgetreten werden. Jetzt frisst sie sich unaufhaltsam in Richtung Katastrophe. Welcher Staat hat aktuell soviel Autorität, um die Konfliktparteien zum Einlenken zu bewegen, das Sterben zu beenden und eine Lösung für ein friedliches Nebeneinander auszuloten? Die bittere Wahrheit ist, dass aktuell weder die Vereinten Nationen,  noch die sogenannten Großmächte USA, Europa, Russland und China untereinander zusammenarbeiten wollen. Mehr internationale Selbstblockade war nie. So glimmt die Lunte zum Pulverfass weiter. Ohnmächtig müssen wir zuschauen.

Ein bitterer Kommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 07.10.2024

 

Bundespolitik SPD: Pferde wechseln?

Diskussion nimmt an der Basis Fahrt auf

Olaf Scholz ist ein guter Bundeskanzler. Er hat unser Land mit Erfahrung und Besonnenheit bisher durch alle Krisen gebracht. Dass die Opposition ihn ständig kritisiert, gehört zum politischen Geschehen dazu. Wenn dazu die Medien flankierende Meinungsmache betreiben, wird’s gefährlich. Gefährlich für die Koalition, die SPD und Olaf Scholz. Gefährlich insbesondere, weil eine so erzeugte negative Stimmung eine Eigendynamik entwickelt, die schnell richtungslos durch die politische Landschaft mäandert. Und genauso scheint es sich innerhalb der SPD-Basis abzuzeichnen. Weil Boris Pistorius in Umfragen beliebter als Olaf Scholz ist, und weil die SPD-Wahlvorhersagen nicht gerade Grund zum Jubeln geben, ist der Glaube an eine Wende mit Pistorius im Anstieg begriffen. Die Gefahr, dass das ein Irrglaube ist, ist aber genauso groß. Es riecht ein wenig nach Panik. Olaf Scholz ist nicht zu beneiden. Mit Grünen und der FDP zu koalieren, mit Corona und russischem Krieg gegen die Ukraine konfrontiert zu sein, erfordert Nerven wie Drahtseile. Und die hat er. Beste Voraussetzungen also, die Bundestagswahl in 12 Monaten für sich und die SPD zu entscheiden. Wankelmütigkeit an der Basis schwächt diese Einschätzung momentan kräftig.

Ein Wochenendkommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 05.10.2024

 

Allgemein Heimatpreis Dorsten - Die Jury hat entschieden

Eine gute Entscheidung

"Die Jury hat drei Preisträger für den Dorstener Heimatpreis ermittelt. Die Reihenfolge wird erst am 5. November bei der feierlichen Vergabe im Gemeinschaftshaus Wulfen bekanntgegeben. Die Stadt Dorsten hat auch in diesem Jahr den Dorstener Heimatpreis auf der Grundlage des Heimatpreises des Landes NRW ausgelobt. Er ist mit Preisgeldern von insgesamt 5000Euro verbunden. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Stadt Dorsten herausragendes Engagement für Aktivitäten, die den Lebensort Dorsten sowie die Verbundenheit der Menschen mit ihrem Leben in Dorsten stärken. Jetzt hat die Jury aus 16 eingegangenen Bewerbungen die drei Preisträger ermittelt. Die feierliche Vergabe des Heimatpreises durch Bürgermeister Tobias Stockhoff wird am 5. November 2024 ab 19 Uhr im Gemeinschaftshaus Wulfen erfolgen.
Preisträger sind der Bürgerparkverein Maria Lindenhof mit der monatlichen Einladung eines gemütlichen Zusammenseins unter dem Namen „Dolce Vita“, die Landjugend KLJB Lembeck mit der von den jungen Menschen gebauten Outdoorkegelbahn sowie Frau Gudrun Schmidt-Gahlen, die im Stadtteil Hardt sonntägliche Spaziergänge gegen Einsamkeit initiiert hat. Die Reihenfolge der Preisträger wirderst im Rahmen der Preisverleihung bekannt gegeben. Wer Rang eins belegt, nimmt automatisch am Landesheimatpreis NRW teil."

Übernahme der Pressemitteilung der Stadt Dorsten

Veröffentlicht am 04.10.2024

 

Reinhold Grewer. Foto SPD-Wulfen-Deuten Stadtverband Trauer um Reinhold Grewer

Die Dorstener SPD reagiert bestürzt 

Die Nachricht verbreitete sich rasend schnell. Reinhold Grewer ist gestorben. Er gehörte zum SPD-Ortsverein Wulfen-Deuten. Sein Engagement gegen den Dorstener MUNA-Standort, der die gesamte zivile Nachbarschaft gefährdete und weiter gefährdet, war von großer Sachkenntnis und Unbeugsamkeit geprägt. Die Dorstener SPD hat einen großen, im doppelten Sinne des Wortes, Sozialdemokraten verloren. Der Unterzeichner einen Freund. Wir verbeugen uns vor seiner Lebensleistung und fühlen mit seinen Angehörigen.

Dirk Hartwich, SPD-Rhade

Veröffentlicht am 03.10.2024

 

Gesellschaft Warum laufen so viele nach rechts?

Jetzt auch Österreich

Es wird ernst in Europa. Der freiheitlichen Demokratie scheint der Saft auszugehen. Und immer wird das gleiche Problem als Begründung genannt: Zuviele Fremde, zuviele Flüchtlinge, zuviele Probleme. Und die Amtworten der Demokraten sind auch (fast) immer gleich: Wir haben verstanden, wir kümmern uns. Ohne Zuwanderung geht bei uns gar nichts (mehr). Trotzdem gelingt es nicht, überzeugende Antworten zu geben, die "über den Tag hinaus" Bestand haben. Gastarbeiter? Das war einmal. Dazu passt immer noch die Weisheit: "Wir haben Gastarbeiter gerufen, doch Menschen sind gekommen". Das gilt auch aktuell. Auch in unseren demokratischen Parteien gibt es Mitglieder und Anhänger, die wegen der dramatischen Lage wankelmütig werden. Die SPD kann dann überzeugen und Wahlen gewinnen, wenn sie von sich überzeugt ist. An dieser Stelle beginnt ein leichter Zweifel.

Ein Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 02.10.2024

 

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