Allgemein Unvergessen: Vor 40 Jahren starben Angela Schneider (33) und ihre Tochter Katia-Marie (9) bei einem Verkehrsunfall
Veröffentlicht am 13.09.2024
Veröffentlicht am 13.09.2024
Johannes Rau - Ein Platz, der seinen Namen trägt
Er ist nur 75 Jahre alt geworden. Sein ganzes Leben galt der Politik. Johannes Rau, 1931 geboren, lernte Buchhändler, engagierte sich aber bereits parallel in der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP). Kaum bekannt ist, dass er zu dieser Zeit auch Autor von eigenen Veröffentlichungen war, die sich inhaltlich mit jungen Menschen befassen, die nach langem Suchen ihren Weg zum Glauben finden. „Bruder Johannes“ bleibt er bis zu seinem Tod 2006. Nachdem die GVP 1957 aufgelöst wurde, tritt er in die SPD ein. Juso-Vorsitzender, Mitglied des Landtags, Vorstandsmitglied der SPD, NRW-Minister, 20 Jahre Ministerpräsident, Vorsitzender der SPD, Kanzlerkandidat, Bundespräsident - seine politische Karriere ist beeindruckend. Noch beeindruckender ist, dass er zu jeder Zeit „auf dem Teppich“ blieb. Er setzte sich immer auch für die Schwächeren in unserer Gesellschaft ein, war durch und durch Gewerkschafter, kurz, er blieb Zeit seines Lebens MENSCH. Mehrfach besuchte er Dorsten. Zusammen mit Schwester Paula und dem SPD Bürgermeister Heinz Ritter, zeigte er Solidarität mit den Beschäftigten der heimischen Zeche. Er unterstützte die Geschichtsarbeit von unten, die in mehreren Bänden „Dorsten unterm Hakenkreuz“ dokumentiert wurde. Das Jüdische Museum Westfalen wurde von ihm eingeweiht. Bereits 2010 stellte die Dorstener SPD den Antrag, Johannes Rau mit einem Straßennamen dauerhaft zu würdigen. Es dauerte fast 15 Jahre, bis der Antrag umgesetzt wurde. Morgen wird der „Johannes-Rau-Platz“ um 11 Uhr vor dem Bürgerbahnhof feierlich eingeweiht. Ein Pflichttermin, nicht nur für die Sozialdemokraten in der Lippestadt, sondern für die Bevölkerung, die den Vollblutpolitiker hautnah „vor der eigenen Haustür“ erlebt hat.
Ein Veranstaltungshinweis aus Rhade
Veröffentlicht am 13.09.2024
Bitte einmal Bauchgefühl ausschalten und Fakten auf sich wirken lassen
35 Jahre nach der Wiedervereinigung droht Deutschland Ungemach aus den neuen Bundesländern. Unsere Demokratie wird von rechts und links in die Zange genommen. Statt mehr Zusammengehörigkeit, driften Ost und West weiter auseinander. Warum? Artikel 72 Grundgesetz fordert, die „Herstellung gleicher Lebensverhältnisse“. Obwohl Milliarden zur Stärkung der Infrastruktur investiert wurden, wird in Ostdeutschland nicht vergessen, wie die Treuhandanstalt „aufräumte“, westdeutsche Unternehmen „übernahmen“ und so eine Massenarbeitslosigkeit verursachte. Nicht vergessen auch, dass westdeutsche Unternehmen vielfach den Osten als verlängerte eigene Werkbank betrachteten. Genug Spielraum, um unzufriedene Wähler zu gewinnen. Anfangs profitierte die Linkspartei, jetzt die AfD. Sie versprechen, die Lösung des Aufstiegs zu kennen. Sie spielen freihändig auf der NEID-Klaviatur. Sie argumentieren mit Zahlen, die den Leser dieser Zeilen aber auch nachdenklich machen werden. Nämlich, dass von 250 Milliardären in unserem Land nur einer aus den neuen Bundesländern kommt. Oder, dass die fünf reichsten Unternehmerfamilien (Albrecht/Heister, Boehringer/von Baumbach, Kühne, Quant/Klatten, Schwarz) mehr besitzen, als die Hälfte (40 Millionen) unserer Bevölkerung. Parteien, die nur mit diesen Beispielen „arbeiten“, finden an „jeder Ecke“ Unzufriedene, die den neuen „Rattenfängern“ blind hinterherlaufen. Soziale Gerechtigkeit in allen deutschen Regionen herzustellen, zum Beispiel auch im gebeutelten Ruhrgebiet, ist die einzige Antwort, die den Rechten das Wasser abgräbt. Steht im Grundgesetz Artikel 72.
Nachdenkzeilen aus Rhade auf Grundlage des Artikels in der Süddeutschen Zeitung, „Der Traum vom Fahrstuhl nach oben“, von Christoph Butterwegge am 6.9.2024
Veröffentlicht am 12.09.2024
Werbeplakat der Landesverkehrswacht NRW mit klarer Botschaft
Wer morgens an der Rhader Urbanus-Grundschule, an der Kita am Fröbelweg, der am Dillenweg und auch der Kita am Stuvenberg vorbeikommt, wundert sich über den regen Verkehr, der durch sogenannte Elterntaxis verursacht wird. Das Bringen der Kinder im eigenen Auto steht im krassen Widerspruch zu Klima und Gesundheit. Noch ist das Klingelzeichen zum Schulschluss nicht ertönt, sind wartende Eltern im Auto nicht zu übersehen. Dass das nicht pauschal zutrifft, muss hier deutlich angemerkt werden. Aber, dass es immer noch zu viele gibt, die auch auf kurzen Wegen in Rhade aufs Auto setzen, gehört zur Wahrheit doch dazu. An einer Grundschule in Wesel wird unübersehbar im Eingangsbereich für ein gesünderes Verhalten geworben. Die Verkehrswacht NRW hat dazu das passende Plakat gestaltet. Eine Anregung, auch an allen Dorstener Schulen und Kitas nachdrücklicher für ein nachhaltigeres Transportieren des Nachwuchses zu werben.
Rhader Werbung für weniger Elterntaxis
Veröffentlicht am 11.09.2024
Johannes Rau - Ein Platz, der seinen Namen trägt
Am kommenden Samstag, 14. September um 11 Uhr, wird der Johannes-Rau-Platz in Dorsten feierlich vom Bürgermeister Tobias Stockhoff eingeweiht. Anschließend würdigt der Historiker Dr. Ulrich Heinemann im Gebäude des Bürgerbahnhofs den Menschen Johannes Rau. Sein Vortrag trägt die Überschrift: „Leben und Wirken von Johannes Rau“. Die Dorstener SPD hat vor 15 Jahren beantragt, eine Straße oder einen Platz dem sozialdemokratischen Vollblutpolitiker, der mit 75 Jahren 2006 starb, zu widmen. Der Platz vor dem attraktiven Bürgerbahnhof, der nun den Namen Johannes Rau trägt, ist eine sehr gute Wahl. Zu wünschen ist, dass der städtischen Einladung am 14. September viele Dorstener, die „Bruder Johannes“ in den Jahren seines politischen Wirkens hautnah in der Lippestadt begegnet sind, folgen. Aus der Vielzahl seiner dokumentierten Zitate haben wir das folgende als Einstimmung auf die Veranstaltung ausgewählt:
„Die Zukunft ist offen, sie ist kein unentrinnbares Schicksal und kein Verhängnis. Sie kommt nicht einfach über uns, wir können sie gestalten mit dem, was wir tun und mit dem, was wir nicht tun.“
Ein Rhader Termin-Vorankündigung
Veröffentlicht am 10.09.2024
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