Baken stehen nur noch bis Mai, um bereits erfolgte Reparatur abzusichern Kommunalpolitik Aktualisierung zur Baustelle Ruhrstraße

Stadtverwaltung antwortet prompt

Gestern berichteten wir über die beiden, mit rot-weißen Baken abgesicherten Baustellen Ruhrstraße und nahe dem Rhader Mühlenteich. Die Stadtverwaltung reagierte prompt und teilte telefonisch mit, dass die Maßnahme an der Ruhrstraße bereits durch Reparatur erledigt sei. Dort musste die Grabenböschung mit einer Gewebeeinlage stabilisiert werden, die noch mindestens bis Mai „Ruhe“ benötigt, um einzuwachsen. Das sichern die Baken entsprechend ab. Wir sagen DANKE für die sofortige Antwort. Bleibt noch die offene Frage, wann, was an der seit mindestens August 2023 bestehenden Absperrung nahe dem Mühlenteich geschieht? Hierzu gibt es erstaunlicherweise immer noch keine verbindliche Antwort des Kreises RE. Ob die Bitte, die der Dorstener Verwaltung mehrfach vorliegt, doch mal selbst beim Kreis nachzuhaken, in eine kurzfristige Antwort mündet, bleibt noch offen. Aber, wir haben es versprochen, wir bleiben solange am Ball, bis eine einfache und berechtigte Bürgerfrage beantwortet wird.

Fortsetzung folgt

Veröffentlicht am 11.04.2024

 

An der Ruhrstraße zeigen rot-weiße Warnbaken an, das da etwas repariert werden muss. Aber wann?, fragt ein Bürger. Kommunalpolitik Statt Reparatur werden Warnschilder aufgestellt

Rot-weiße Baken sind aber keine Dauerlösung

Seit Monaten warnen sie Fußgänger und Radfahrer in Höhe des Rhader Mühlenteichs - rot-weiße Warnbaken. Sie fordern, Vorsicht walten zulassen. Vorsicht vor einer abrutschenden Böschung. Trotz Bitten, Hinweisen und Anregungen, mündlich und schriftlich formuliert, tut sich nichts. Die Dorstener Verwaltung weist darauf hin, nicht zuständig zu sein, weil es sich um eine Kreisstraße handelt. Und die Kreisverwaltung in Recklinghausen ist weit weg. Antworten auf Fragen, wann, was getan wird, finden den Weg nicht zu den Fragestellern. Ein unhaltbarer Zustand. Nun gibt es eine vergleichbare Stelle an der Ruhrstraße. Zwei rot-weiße Baken zeigen an, dass da etwas nicht in Ordnung ist. Gut so. So gewarnt, werden alle Verkehrsteilnehmer Vorsicht und Rücksicht walten lassen. Diesmal handelt es sich um eine städtische Straße. Der Adressat um nachzufragen, wann die Reparaturarbeiten beginnen und abgeschlossen werden, ist das Dorstener Rathaus. Ab heute stoppen wir wieder die Zeit, um festzuhalten, wann eine Antwort eingeht und, noch wichtiger, wann repariert wird. Unser Versprechen an die Rhader Bürger lautet: Wir werden hartnäckig „am Ball bleiben“.

Veröffentlicht am 10.04.2024

 

Bundespolitik Bauchgefühl - Christian Lindner (FDP) auf dem Absprung (3)

TV-Sendung zeigt einen angeschlagenen Politiker   

Caren Miosga präsentierte am Sonntagabend Christian Lindner und seine Sicht der Bundespolitik. Dabei wurde dem Zuschauer ziemlich schnell klar, dass die zur Schau gestellte Selbstsicherheit des Finanzministers auf tönernen Füßen steht. Zu Beginn der Koalition aus SPD, Grünen und der FDP konkurrierten Robert Habeck (Grüne) und Christian Lindner (FDP) um das wichtige Finanzministerium. „Wer das Geld verwaltet, hat die Macht“, so ein geflügeltes Wort im Berliner Politikbetrieb. Lindner hat den Zuschlag erhalten, Habeck dafür das Wirtschaftsministerium. Und Christian Lindner spielt seine Macht ohne Rücksicht auf die Koalitionspartner „gnadenlos“ aus. Nur er allein verfügt über die Kenntnis, was Deutschland gut tut, so sein Mantra im TV-Gespräch. Obwohl u. a. in Wirtschaft, Bildung, Verteidigung, sozialer Sicherheit dringend investiert werden muss, hält er an einem Sparkurs fest, der Deutschland die Luft zum Atmen abschnürt und die Koalition, die mehr Fortschritt wagen wollte, an den Abgrund rückt. Weder interessiert ihn, was die Wirtschaftsweisen raten, noch wie die öffentliche Meinung über seine Arbeit urteilt. Er sagt es (noch) nicht offen, aber es ist zu spüren, dass Christian Lindner die Sollbruchstelle der Koalition ansteuert. Er scheint zielstrebig daran zu arbeiten, die Schuld des möglichen Ampel-Scheiterns den Noch-Partnern in die Schuhe zu schieben. Wie gesagt, Bauchgefühl.

Rhader Nachdenkzeilen

Veröffentlicht am 09.04.2024

 

Platz für ein weiteres Werbeschild „Drogeriemarkt“ und Entwicklungsfläche ist in Rhade vorhanden Kommunalpolitik Drogeriemarkt: Wurde Rhade ein Kuckucksei ins Nest gelegt?

Vorlage für Planungsausschuss ist irritierend

Um sich zukunftsfähig aufzustellen, müssen u.a. in Rhade und Lembeck wichtige Weichen gestellt werden. Mit externen Planern und intensiver Bürgerbeteiligung, unter Federführung der Dorstener Stadtverwaltung, wurden inzwischen entsprechende Planungspapiere erstellt und vom Stadtrat abgesegnet. Die sichere örtliche Nahversorgung gehört zu den entscheidenden Standortfaktoren eines „lebenden“ Dorfes. Und genau an diesem Punkt wird hier und da mit unterschiedlichem Lokalkolorit argumentiert. Unumstritten ist, dass ein leistungsfähiger Drogeriemarkt im Dorstener Norden fehlt und die vorhandenen Verkaufsflächen der Supermärkte und Discounter erweitert werden müssen. Stadtentwicklung heißt, beide Stadtteile gleichwertig zu behandeln. Vorausgesetzt, Entwicklungsflächen stehen zur Verfügung. Und genau hier bietet Rhade einen Vorteil. Lembeck wurde aber zugestanden, bis zum Ende des 2. Quartals 2024 entsprechende liegenschaftliche Voraussetzungen für einen Drogeriemarkt nachzuweisen. Die Meldung, dass man es sogar vor der vereinbarten Deadline geschafft habe, wird in Rhade völlig anders interpretiert. Tatsächlich wurden nämlich nur Absichtserklärungen mit mehreren Grundstückseigentümern notariell beglaubigt, bis 2026 nicht an Dritte zu verkaufen, sondern die Dorstener Bau- und Planüberlegungen konstruktiv zu begleiten. Konkret sieht anders aus. Nicht wenige in Rhade sind der Meinung, dass die Absprache, nämlich bis Mitte 2024 „Nägel mit Köpfen“ zu präsentieren, nicht eingehalten wurde. „Ich fühle mich hinters Licht geführt“, so ziemlich sauer und enttäuscht, ein Statement eines an der monatelangen Diskussion beteiligten Bürgers. Nun hat der Umwelt- und Planungsausschuss am 16. April die Möglichkeit die entstandenen Interpretationsdifferenzen zu bewerten.

Veröffentlicht am 08.04.2024

 

Bundespolitik Springt die FDP (wieder)? (Teil 2)

Der Ampel droht, der Stecker gezogen zu werden 

Bundestagswahl 1980. Die sozialliberale Koalition wird bestätigt. Helmut Schmidt (SPD) bleibt Kanzler. Unterschiedliche Auffassungen, wie der sowjetischen Aufrüstung begegnet werden soll, bestimmen die öffentlichen Debatten. Der Kanzler setzt auf Nachrüstung (Nato-Doppelbeschluss), um das Gleichgewicht der militärischen Abschreckung zu erhalten. Die Friedensbewegung, auch Teile der SPD, setzen dagegen. Hinzu kommen erhebliche wirtschaftliche Probleme. Der Wirtschaftsminister heißt Graf Lambsdorff (FDP). Er provoziert zunehmend die SPD mit nicht abgestimmten Sparvorschlägen, um den Haushalt 1983 aufzustellen. Für alle ist erkennbar, dass diese eher die Position der Opposition als die der eigenen Regierung stärken. Eine klare Düpierung des Kanzlers und aller SPD-Minister in der noch gemeinsamen Regierung. Das FDP-Sparkonzept gilt als erster Schritt zum Bruch der Koalition. Am 17. September 1982 kommt Helmut Schmidt der FDP mit ihren Wendegedanken zur Union zuvor und kündigt das sozialliberale Bündnis. Schon am gleichen Tag vollzieht Hans-Dietrich Genscher die wohl von langer Hand vorbereitete Wende zur CDU/CSU. Am 1. Oktober 1982 wird der sozialdemokratische Bundeskanzler Helmut Schmidt mit einem konstruktiven Misstrauensvotum, eingeleitet von der FDP, gestürzt. Wer die heutige Lage der Ampel-Regierung analysiert und mit 1982 vergleicht, stellt erstaunliche Übereinstimmungen fest. Der Leser wird gebeten, im Text Helmut Schmidt und Graf Lambsdorff mit Olaf Scholz und Christian Lindner auszutauschen und statt 1982, das Jahr 2024 einzusetzen.

Der Rhader Blick in die Glaskugel

Veröffentlicht am 06.04.2024

 

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