Gute Ideen finden nicht (mehr) den Weg in die Öffentlichkeit - Persönlichkeiten werden gesucht
Am besten ist, man stellt sich der Realität. Selbstbetrug hilft nur dem eigenen Gefühl. Das, was uneingeschränkt für die eigene Befindlichkeit gilt, hat auch im politischen Leben Gültigkeit. „Wir sind die Herzkammer der Sozialdemokratie“, so ein Slogan der SPD an Rhein und Ruhr, der jahrzehntelang Bestand hatte. Hatte! Johannes Rau war gestern. Per Steinbrück und Wolfgang Clement haben das Erbe ihres Vorgängers verwaltet, nicht aber weiterentwickelt. Hannelore Kraft hat es geschafft, nochmals ein sozialdemokratisches WIR-Gefühl im Land zu vermitteln. Der Abwärtssog, von der Bundespolitik in Berlin ausgehend, erfasste parallel auch die NRW-Landespolitik. Die Kraft, die, im wahrsten Sinne des Wortes kurzfristig von der „Landesmutter“ gleichen Namens ausging, löste sich in Depression auf. Und in dieser scheint sich die Landes-SPD immer noch zu befinden. Hektische Vorsitzendenwechsel gehen einher mit großen Selbstzweifeln, wer denn nun charismatisch genug ist, um bei den Wählern im Land zu punkten. Mike Groschek, Sebastian Hartmann, Thomas Kutschaty und aktuell Achim Post mit Sarah Philipp. Die Letztgenannten sind nur 2% der Bürger, sprich den Wählern, in NRW bekannt. Die letzten Umfrageergebnisse bestätigen dramatisch die momentane Lage. Nur 16% würden das Kreuz bei Sozis machen. Was tun? Erstens, den Selbstbetrug aufgeben. Zweitens, raus aus den Parteibüros, rein in die Ortsvereine! Da ist Motivationspflege nötig. Dringend!
Ein Einwurf aus Rhade
Veröffentlicht am 05.04.2024
Areal zur Wasser-Versickerung hat sich zum Paradies für Pflanzen und Tiere entwickelt
Zwischen der Siedlung Am Mühlenteich und der Stuvenberg-Bebauung fließt der Kalte Bach. Nur von zwei Hochspannungsleitungen begleitet. Der Bach mäandert leicht zwischen dem großen Wiesengelände. Ein schmaler Fuß- und Radweg, Pättken genannt, ist die einzige verkehrsfreie Verbindung zwischen Mainstraße und Schlehenweg. Hinter Büschen versteckt liegt das große Überlaufbecken, das bei Jahrhunderthochwasser überflutete Keller verhindern soll. Als Ergänzungsmaßnahme wurde vor einem Jahr eine großes Areal südlich des Überlaufbeckens mit Planierraupen bearbeitet. Entstanden sind mehrere Senken, die das überschüssige Wasser aufnehmen sollen. Die langsame Versickerung ist Natur- und Gewässerschutz pur. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die Natur die grob bearbeitete Fläche zurückgeholt. Heute staunt der Zaungast, das Gelände ist entsprechend abgesichert, über eine erstaunliche Vogel- und Pflanzenvielfalt. Ein Paradies, das dem Kleinklima gut tut und als neues Rhader Biotop hilft, das Artensterben zu verlangsamen.
Ein Rhader Zaungast staunt
Veröffentlicht am 04.04.2024
Ein Blick auf den kleinsten Ampel-Koalitionspartner
„Es ist besser, nicht zu regieren, als schlecht zu regieren“, so der FDP-Vorsitzende Christian Lindner 2017 beim Verlassen der Koalitionsgespräche mit der CDU und den Grünen. Das war ein klassisches Selbsttor. Danach begann das Aufwachen in der Opposition und der Beginn der Bedeutungslosigkeit. Die sollte nach der letzten Bundestagswahl, hier erzielten die Liberalen 11,4% der Zweitstimmen, mit eigenständigem Profil überwunden werden. Die SPD (25,7%) und die Grünen (14,7%), rauften sich mit den Freien Demokraten zur ersten Ampelregierung in Deutschland zusammen. Der Beginn, „Mehr Fortschritt wagen“, versprach für alle 3 Parteien eine Erfolgsgeschichte zu werden. Doch dann Putins Krieg gegen die Ukraine. Plötzlich mussten andere Prioritäten gesetzt werden, plötzlich bildeten sich Risse zwischen den Partnern. In der Folge schmolz die Zustimmung aller drei in der öffentlichen Wahrnehmung wie Schnee in der Frühlingssonne. Anstatt sich im Hinterzimmer zu einigen, wurde auf offener Bühne gestritten. Die FDP, in Umfragen nahe der „Todeszone“, versucht bis heute, die Partner mit immer neuen Alleingängen zu provozieren, um Eigenständigkeit um jeden Preis zu demonstrieren. Lindner widersetzt sich allen wissenschaftlichen Empfehlungen, aus der starren Schuldenbremse, eine „atmende“ zu entwickeln, Strack-Zimmermann fällt dem SPD-Bundeskanzler ständig in den Rücken und Wissing versucht dem alten, aber überholten Slogan, freie Fahrt für freie Bürger, neues Leben einzuhauchen. „Wenn schon in den Abgrund, dann die anderen mitreißen“, so der Eindruck von außen. Nach dem Selbsttor 2017 nun der (Selbst)Mord 2024?
Sorgenvolle Gedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 03.04.2024
Dass Sterneköche, Zahnmediziner, Tierhändler und viele andere Unternehmen Partnerschaften mit dem Traditionsverein FC Schalke 04 abschließen, gehört inzwischen zur Normalität des beratenden Sponsorings. Dass aber eine politische Partei in den Club der Unterstützer aufgenommen wird, darf mindestens als faustdicke Überraschung, wenn nicht gar als Sensation bezeichnet werden. Dieses Kunststück haben die Rhader Sozialdemokraten geschafft. Beide, Schalke 04 und die SPD, blicken auf eine lange Tradition zurück. Hier der Sportverein, der sich immer mit den Malochern unter Tage solidarisiert hat, „Glück auf, der Steiger kommt“, dort die Sozis, die als Arbeiterpartei bei Wahlen, besonders im Revier, überdurchschnittlich punkteten. Heute scheint bei beiden die Erfolgssträhne gerissen zu sein. Zeit also, sich auf die Wurzeln zu besinnen. Und genau hier hat die Rhader SPD den Knappenverein total überzeugt. In ihrer Präsentation haben Vertreter der Rhader Sozialdemokraten angeregt, den Fußballern, im Profibereich absolute Besserverdiener, Nachhilfe im Geschichtsunterricht zu geben. Die zentralen Botschaften die vermittelt werden sollen, lauten: Teamwork, Kampfgeist, Selbstbewusstsein und soziales Miteinander. Werte, die helfen sollen, aus den Niederungen der Tabelle herauszufinden. Die Rhader SPD, die seit 55 Jahren vor Ort Erfahrung auf den genannten Gebieten gewonnen hat, wird bereits nach der Sommerpause mit ihrem Förderprogramm beginnen. Die Partnerschaft ist auf 5 Jahre angelegt und soll bei Erfolg unbefristet verlängert werden. „Dass auch wir von dieser ungewöhnlichen Partnerschaft profitieren wollen, soll nicht unterschlagen werden“, so die Rhader SPD auf Nachfrage.
Gemeinsame Pressemitteilung von Schalke und den Rhader Sozialdemokraten
Wichtiger Hinweis: Für diesen Text ist das „Haltbarkeitsdatum“ abgelaufen. Das Verfallsdatum wurde bereits um 0 Uhr am ersten Tag des Monats April 2024 erreicht. Wir bitten um Kenntnisnahme.
Veröffentlicht am 02.04.2024
Dass Sterneköche, Zahnmediziner, Tierhändler und viele andere Unternehmen Partnerschaften mit dem Traditionsverein FC Schalke 04 abschließen, gehört inzwischen zur Normalität des beratenden Sponsorings. Dass aber eine politische Partei in den Club der Unterstützer aufgenommen wird, darf mindestens als faustdicke Überraschung, wenn nicht gar als Sensation bezeichnet werden. Dieses Kunststück haben die Rhader Sozialdemokraten geschafft. Beide, Schalke 04 und die SPD, blicken auf eine lange Tradition zurück. Hier der Sportverein, der sich immer mit den Malochern unter Tage solidarisiert hat, „Glück auf, der Steiger kommt“, dort die Sozis, die als Arbeiterpartei bei Wahlen, besonders im Revier, überdurchschnittlich punkteten. Heute scheint bei beiden die Erfolgssträhne gerissen zu sein. Zeit also, sich auf die Wurzeln zu besinnen. Und genau hier hat die Rhader SPD den Knappenverein total überzeugt. In ihrer Präsentation haben Vertreter der Rhader Sozialdemokraten angeregt, den Fußballern, im Profibereich absolute Besserverdiener, Nachhilfe im Geschichtsunterricht zu geben. Die zentralen Botschaften die vermittelt werden sollen, lauten: Teamwork, Kampfgeist, Selbstbewusstsein und soziales Miteinander. Werte, die helfen sollen, aus den Niederungen der Tabelle herauszufinden. Die Rhader SPD, die seit 55 Jahren vor Ort Erfahrung auf den genannten Gebieten gewonnen hat, wird bereits nach der Sommerpause mit ihrem Förderprogramm beginnen. Die Partnerschaft ist auf 5 Jahre angelegt und soll bei Erfolg unbefristet verlängert werden. „Dass auch wir von dieser ungewöhnlichen Partnerschaft profitieren wollen, soll nicht unterschlagen werden“, so die Rhader SPD auf Nachfrage.
Gemeinsame Pressemitteilung von Schalke und den Rhader Sozialdemokraten
Veröffentlicht am 01.04.2024