Bürger zeigen großes Interesse
Unser Dorf soll schöner werden. Ein Ziel, hinter dem sich alle versammeln können. Um es zu erreichen, müssen Hürden abgebaut, Vorurteile beseitigt, Pläne geschmiedet und Finanzen zur Umsetzung bereitgestellt werden. Aktuell wurde ein neuer Versuch, mit Bürgern und externen Experten, „Nägel mit Köpfen“ zu machen, gestartet. Nach einem ersten Befragungsaufschlag Ende November 2023, präsentierte das von der Stadt Dorsten beauftragte Planungsbüro einen Zwischenbericht im voll besetzten Carola Martius-Haus. Der sogenannte Betrachtungsraum umfasst den Dorfkern mit der Lembecker Straße. Drei Themenfelder, Straßenraumgestaltung, Gestaltung Dorfkern und Gestaltung Dorfplatz wurden aufgerufen, um in Gruppenarbeit über die präsentierten Varianten zu diskutieren. Der Wunsch, Rhades Dorfkern zu stärken, den Verkehr zu bändigen und das Klima zu verbessern, war unter den Teilnehmern unstrittig. Unterschiedliche Auffassungen wurden aber immer dann erkennbar, wenn das Auto verdrängt werden soll, um z. B. einen fußläufigen Erlebnisraum Kirchplatz zu gestalten. Eine Erkenntnis, die sich mit früheren Planungen absolut deckt. Nun soll das Expertenteam die Bürgerwünsche in einem förderungswürdigen „Papier“ zusammenfassen, das voraussichtlich im Mai 2024 vorgestellt wird. Vermutlich wird „die Kuh vom Eis“ nur dann bewegt, wenn am Dorfrand ausreichend Parkplätze ausgewiesen werden, so ein langjähriger Beobachter der Rhader Dorfentwicklung.
Ein Teilnehmerbericht
Veröffentlicht am 26.02.2024
Veröffentlicht am 25.02.2024
Wo es Gewinner gibt, sind die Verlierer nicht weit
Gestern mussten sie noch mit Staatsknete gerettet werden, heute melden sie Gewinne in Milliardenhöhe. Die Rede ist nicht von unseren Banken, die diesen erstaunlichen „turn around“ bereits hinter sich haben, nein, diesmal sind es die Energieversorger, die richtig Kasse machen. Gestiegene Beschaffungskosten, Wegfall staatlicher Subventionen, höhere Umlagen und Abgaben, sowie nach oben angepasste Netznutzungentgelte, haben sich in den aktuellen Verbrauchsrechnungen niedergeschlagen. Das ist nachvollziehbar. Aber wieso können beim Durchreichen der gestiegenen Kosten an den Endverbraucher parallel Gewinne in Milliardenhöhe verbucht werden? War da nicht mal die Rede von einer ÜBERGEWINNSTEUER? Während in den Konzernzentralen die Sektkorken knallen, üben wir uns im Energiesparen. Nicht nur, um unseren Geldbeutel zu schonen, sondern weil wir verstanden haben, dass die eingeleitete Energiewende klimabedingt alternativlos notwendig ist. Aber wenn der Eindruck sich verstärkt, dass die Verbraucher als „Melkkuh“ für die Energiekonzerne gelten, dann muss der Staat eingreifen. Die Idee der Übergewinnsteuer muss mehr als eine Drohkulisse sein. Sie muss beschlossen werden. Jetzt!
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 24.02.2024
Stadt befürchtet negative Auswirkungen in Rhade und Lembeck
Das Rhader Einkaufszentrum ist ein Einkaufsmagnet mit begrenztem Sortiment. Grund ist, dass die Geschäftsräume komplett ausgelastet sind. Neben einer Erweiterung könnte ein Drogeriemarkt den Standort erheblich stärken. Da Lembeck aber befürchtet, „abgehängt“ zu werden, empfiehlt ein städtisches Gutachten die Ansiedlung dort zu planen. Im Gegensatz zu Rhade, kann Lembeck aber bisher (noch) kein passendes Grundstück präsentieren. Nun plant Heiden ebenfalls einen Drogeriemarkt auf 700 qm Verkaufsfläche zu genehmigen. Dorsten ist darüber nicht amüsiert und macht erhebliche Bedenken wegen eines möglichen Kaufkraftabflusses aus dem Dorstener Norden geltend. Vorliegende Gutachten aus Dorsten und Heiden kommen, wenig überraschend, zu gegenteiligen Erkenntnissen. Noch ist aber, wegen der offenen Lembecker Grundstücksfrage nicht entschieden, ob Lembeck oder doch Rhade der bessere Standort für einen Drogeriemarkt wäre. Ob dieses Abwarten einer Selbstblockade gleich kommt, die die Nachbarkommune Heiden dankend annimmt, soll hier nicht vertieft werden. Richtig ist aber, dass im konkurrierenden Geschäftsleben derjenige Erfolg hat, der zur richtigen Zeit, die richtige Idee hat und die Umsetzung nicht auf die lange Bank schiebt. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, so eine politische Weisheit, die für die Dorstener Wirtschaftsförderung und gleichermaßen für die Stadtentwicklung gilt.
Ein Rhader Zwischenruf auf Grundlage des DZ-Berichts Ende Januar, „Stadt kritisiert Bau-Pläne in Nachbarstädten“
Veröffentlicht am 23.02.2024