Gesellschaft Liebe ist stärker als Hass - „Stell Dir vor …“ - Swen Coralic (SPD) begeistert Zuhörer

Tausende Menschen in Dorsten setzen auf dem Marktplatz ein Zeichen für Demokratie

Erwartet waren einige Hundert, gekommen sind Tausende – Der Dorstener Marktplatz war am vergangenen Freitag, 26. Januar 2024, historischer Schauplatz für die größte Kundgebung der letzten Jahrzehnte. Das Bündnis gegen rechts hatte aufgerufen, im „Herzen der Stadt“ ein deutliches Zeichen für ein offenes, vielfältiges Dorsten und gegen die unerträglichen Fantasien und Hassparolen rechter Demagogen zu setzen. Mit Erfolg: über 5.000 Menschen folgten dem Aufruf. Neben den herausragenden Wortbeiträgen des Bündnisses gegen rechts äußerten sich auch die Kirchen, Landrat Bodo Klimpel, Bürgermeister Tobias Stockhoff und die Parteien mit klaren Statements für ein tolerantes, buntes Dorsten. Auch der Vorsitzende der SPD Dorsten, Swen Coralic, sprach zu den Teilnehmenden der Kundgebung und erhielt für seinen Beitrag den größten Beifall der Demonstranten. „Unglaublich! Diese Atmosphäre! Dem Veranstaltungsteam –dem Bündnis gegen rechts – gilt meine Hochachtung. Großer Dank! Das war ein unglaublich starkes Signal. So viele Mitmenschen, die gemeinsam eine Botschaft an die Welt gesendet haben: Liebe ist stärker als Hass! Wir sind mehr!“, fasst Swen Coralic seine Eindrücke zusammen. Der komplette Redebeitrag des Vorsitzenden der SPD Dorsten ist auf der Homepage der Dorstener Sozialdemokraten, www.spd-dorsten.de hinterlegt.

Übernommen von SPD-Dorsten

Veröffentlicht am 01.02.2024

 

Allgemein Wer hat das Ortseingangsschild RHADE geklaut? - Teil 2

Die Reaktion auf unseren weitergeleiteten Bürgerhinweis kam prompt aus dem Rathaus. Im Wortlaut:

Danke für den Hinweis. Wie das Schild verschwunden ist, konnten wir leider nicht klären. Die Verkehrsabteilung in unserem Ordnungsamt wird den Kreis aber bitten, die Ortstafel an diesem Standort zu erneuern.

Fortsetzung folgt

Veröffentlicht am 31.01.2024

 

Kommunalpolitik Wer hat das Rhader Ortseingangsschild geklaut?

Mit offenen Augen durch Rhade

Ein aufmerksamer Rhader Bürger beobachtet seit geraumer Zeit, dass, wer von Lembeck sich auf der Rhader/Lembecker Straße in Richtung Westen bewegt, nicht mitbekommt, bereits in Rhade zu sein. Das Ortseingangsschild gibt es nicht mehr. Gestohlen? Zur Reparatur? Oder gehört Rhade nicht mehr zu Dorsten und dem Kreis RE? Fragen, die der ratlose Bürger gestellt hat und die, in Abstimmung mit ihm, an die Verwaltung und die Öffentlichkeit weitergeleitet werden. Gut ist, dass es ein Archivfoto gibt. Nun warten viele in Rhade auf eine erklärende Antwort aus dem Rathaus.

Veröffentlicht am 30.01.2024

 

Veranstaltungen Wenn eine Geige den Zuhörer auf eine berührende Zeitreise mitnimmt

Beeindruckende Veranstaltung zum Holocaustgedenktag

Gespannt und gebannt hören die Besucher den beiden Künstlern auf der Bühne des Dorstener VHS-Forums zu. Sie erzählen die Geschichte einer Violine, verbinden sie mit der persönlichen Lebens- und Leidenszeit des Besitzers, nehmen die Zuhörer auf eine informative, berührende und anspruchsvolle politische und musikalische Zeitreise mit. Ein ungewohntes Format, passend zum Holocaustgedenktag. Ein persönliches Schicksal wird stellvertretend für die immer noch fassungslos machende millionenfache, mörderische Vernichtungsmaschinerie der Nazis so präsentiert, dass dem Besucher der Atem stockt. Die scheinbar im Mittelpunkt der Geschichte stehende Geige, gehörte einem jüdischen Musiker, der im Konzentrationslager umgebracht wurde. Er wäre vergessen, hätte seine Geige ebenfalls nicht „überlebt“. Nachdem sie zufällig dem jüdischen Dirigenten und Pianisten Roman Salyutov in die Hände fiel, begab er sich auf einen langen Recherche-Weg, um herauszufinden, wer Izchak Orloff war. Die „erzählende“ Geige half ihm zu verstehen. Orloff war ein bedeutender Leiter eines kleinen Orchesters mit internationalen Auftritten. Die Etappen seines Lebens wurden durch die Klavierklänge von Roman Salyutov und das einfühlsame Geigenspiel Alexander Liflands begleitet. So hat der von Deutschen umgebrachte Izchak Orloff seine Würde zurückerhalten und stand im Mittelpunkt der außergewöhnlichen Zeitreise. Mit den Worten:„Der Mensch lebt solange, wie man sich an ihn erinnert“, endete eine besondere Veranstaltung der Stadt und des Jüdischen Museums zum Holocaustgedenktag.

Ein Zuhörereindruck

Veröffentlicht am 29.01.2024

 

Gesellschaft Nicht das Erinnern, das Vergessen ist die Gefahr

An diesem Wochenende dürfen Unterhaltungen aller Art einmal kurz unterbrochen werden, um (uns) daran zu erinnern, dass wir alle einen Rucksack mit enormen Bleigewichten tragen (müssen). Es ist die jüngere deutsche Geschichte, der wir nicht ausweichen können. Vor 79 Jahren endete das mörderische Naziregime, das es in 12 Jahren schaffte, einen Weltkrieg mit ca. 70 Millionen (!) Toten anzuzetteln. Sie nannten sich Nationalsozialisten und folgten einer rassistischen Weltanschauung, die das AUSROTTEN von Millionen MENSCHEN systematisch und gezielt umsetzten. Möglich war das, weil die sogenannte schweigende deutsche Mehrheit einem Führer blind folgte, und sich so mitschuldig machte. Anders Denkende, anders Glaubende, anders Aussehende, anders Entwickelte wurden zu Volksfeinden erklärt, gequält, erniedrigt und ermordet. Über 6 Millionen Juden wurden von den Nazis bestialisch umgebracht. Das zu vergessen, wäre neues, bitteres Unrecht. An diesem Wochenende, die ganz im Zeichen des internationalen Holocaust-Gedenktages steht, müssen wir einmal innehalten und das Vermächtnis des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in den Mittelpunkt unseres Nachdenkens stellen: „Nicht das Erinnern, das Vergessen ist die Gefahr“.

Rhader Nachdenkzeilen zum Holocaust-Gedenktag, der nach der Befreiung des KZ-Auschwitz am 27. Januar 1945, von der UNO für alle Mitgliedsländer gilt.

Veröffentlicht am 27.01.2024

 

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