Gesellschaft Was ist Antisemitismus? - Haben wir aus der Geschichte gelernt?

Informatives Referat von Dr. Hans Udo Schneider und eine spannende Diskussion

Neben Schulen und staatlichen Weiterbildungseinrichtungen gibt es viele Vereine, Stiftungen und Initiativen in unserer Stadt, die mit interessanten Informationsangeboten den Blick weiten und unser Leben reicher machen. So setzt in Wulfen der sogenannte evangelische Männerkreis, eine irritierende und aus der Zeit gefallene Bezeichnung, immer wieder Themen, die motivieren, zuzuhören, nachzudenken und mitzureden. So auch in der letzten Woche, als Hans Udo Schneider über Antisemitismus, die Entstehung und die Folgen referierte. Ein Vortrag, der die vielen Zuhörer, darunter nicht wenige Frauen, auf eine Zeitreise durch die Geschichte der jüdischen Existenz fesselnd mitnahm. Er eröffnete mit wichtigen Begriffserklärungen (Antisemitismus / Semitismus), zeigte Formen der Judenfeindschaft seit der Antike über das Mittelalter bis in die heutige Zeit auf, motivierte die Zuhörer, über judenfeindliche Stereotype nachzudenken, klammerte den aktuellen Nahostkonflikt nicht aus und regte an, über das Gehörte zu diskutieren. Und hier zeigte sich, dass weiterer Gesprächsbedarf besteht, weil auch unterschiedliche Sichtweisen vorhanden sind. Der Wulfener evangelische Männerkreis hat eindrucksvoll bewiesen, für alle Geschlechter und Religionen offen zu sein. Ein Gewinn, nicht nur für Wulfen, sondern für unsere Stadt. 

Ein Teilnehmerbericht aus Rhade         

Veröffentlicht am 07.02.2024

 

Ortsverein SPD Rhade trifft sich am Donnerstag

Einmal monatlich, und das seit über 50 Jahren, treffen sich die Rhader Sozialdemokraten zum Meinungsaustausch. So auch am kommenden Donnerstag, am 8. Februar. Um 18.30 Uhr eröffnet der Vorsitzende Christopf Kopp im Gasthaus Finke "Zur Alten Mühle" mit folgender Tagesordnung:

  • Begrüßung
  • Bericht des Vorsitzenden
  • Bericht Achim Schrecklein, Ratsmitglied und stellv. Bürgermeister
  • Die aktuelle politische Situation (Dirk Hartwich)
  • Stand der Fusion
  • Termine
  • Verschiedenes


Die Ortsvereinsversammlung ist, wie bereits in der Vergangenheit auch, öffentlich.

Veröffentlicht am 06.02.2024

 

Ich war einmal eine Sportanlage Kommunalpolitik Mit offenen Augen durch Rhade

Vernachlässigte Infrastruktur wirft Fragen auf

Als die Rhader Turnhalle gebaut wurde, hat man an die gegenüberliegende Grundschule gedacht. „Kurze Beine, kurze Wege“, so ist die Standortwahl ganz gut beschrieben. Parallel wurde, direkt daneben, eine Freiluft-Weitsprunggrube mit entsprechender Anlaufbahn erstellt. Ein Wunsch, insbesondere von der Schule, aber auch aus der Bevölkerung. Geld wurde in die Hand genommen und die gute Idee umgesetzt. Seit Jahren ist aus der Weitsprunggrube eine ungepflegte, unbenutzte Abfallgrube geworden. Es handelt sich eigentlich um kostbare Rhader Infrastruktur. Sie vergammeln zu lassen, ist auch Wertverlust. Ideell und finanziell. Auch die Skaterbahn gehört in diese Kategorie. So gut wie unbenutzt, fristet sie ein trauriges Dasein in direkter Nachbarschaft zum Sportzentrum. Zur Rhader Infrastruktur gehören aber auch Straßen, Geh- und Radwege, sowie eine sichere Beleuchtung. Wer beispielsweise mit dem PKW über die Debbingstraße rumpelt, oder mit dem Fahrrad den Radweg entlang der Erler/Lembecker-Straße nutzt, oder über die seit Jahrzehnten (!) fehlende Sicherheitsbeleuchtung für Fußgänger zwischen Stuvenberg und Bahnübergang Lembecker Straße klagt, „stolpert“ über die marode Rhader Infrastruktur. Wie zuvor formuliert: Ein ideeller und materieller Wertverlust. Dass die Reparatur immer deutlich teurer als die kontinuierliche Instandhaltung ist, gehört zum Grundwissen eines gut geführten Unternehmens dazu. Und unsere Stadt ist ein riesiges kommunales Unternehmen.

Ein kritischer Zwischenruf aus Rhade in Richtung Verwaltung und Stadtrat

Veröffentlicht am 05.02.2024

 

Europa Europawahl wird zum Demokratietest - nicht nur in Deutschland

Wochenendgedanken aus Rhade

Der 9. Juni kann zum Schicksalstag für Europa werden. Nämlich dann, wenn Parteien, die am äußersten rechten Rand im Trüben fischen, bei den EU-Wahlen deutlich zulegen. Das ist nicht unmöglich, aber nur dann wahrscheinlich, wenn die bisher schweigende demokratische Mehrheit ihr Stimmrecht verfallen lässt. Wer in Deutschland genau hinhört, wer nach Holland oder Ungarn schaut, wer Frankreich und andere EU-Länder im Blick hat, der weiß, was die Stunde geschlagen hat. Wer darüberhinaus das Sturmtief wahrnimmt, das sich in Amerika mit dem Namen Trump zusammenbraut, wer die latente Bedrohung, die von Putins Russland ausgeht, nicht verdrängt, der geht am 9. Juni zur Wahl, um Europa mit dem Wahlzettel zu stärken. Nur so kann der Rechtsruck, der unsere liberalen, demokratischen Strukturen aushebeln wird, gebremst werden. Dass wir auf dieser Internetseite empfehlen, SPD und Katarina Barley zu wählen, wird nicht überraschen. Wer aber Sympathie für eine andere demokratische Partei hat, sollte sie unterstützen. Alles in diese Richtung, ist besser, als gar nicht zu wählen. Denn dann profitieren die Rechten. Und genau das wollen wir alle nicht. Helfen Sie mit, dass Europa am 9. Juni den Demokratietest mit Bravour besteht.

Veröffentlicht am 03.02.2024

 

Bundespolitik Die starre Schuldenbremse blockiert unsere Zukunft

Prinzipienreiterei ist nicht nur in der Politik kontraproduktiv

Rolf Mützenich, Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, übrigens der weitaus stärksten Fraktion, ist für seine ruhige Bewertung politischer Sachverhalte allseits geschätzt. Nun nimmt er  die Schuldenbremse ins Visier, um zu verhindern, dass Deutschland vor lauter Prinzipienreiterei existenzielle Zukunftsentwicklungen verpasst. Er schreibt, dass „die Schuldenbremse in ihrer jetzigen Form ein Relikt vergangener Zeit ist, deren Regeln der aktuellen Zeit und ihren Herausforderungen angepasst werden müssen“. Seine Positionierung wird von allen namhaften Wirtschaftsweisen geteilt. Seine Botschaft, nicht länger die sogenannte schwarze Null als Glaubenssatz vor sich herzutragen, darf als deutliches Signal an den Regierungspartner FPD und ihren Finanzminister verstanden werden. Mützenich will, dass die Berechnungsformel der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse, um den Faktor „Konjunkturkomponente“ erweitert wird. Nur so können Zukunftsinvestitionen in schwierigen wirtschaftlichen und politischen Zeiten zum Wohle von Betrieben und Beschäftigten ermöglicht werden. Dazu müssen sich aber nicht nur die Liberalen bewegen, sondern auch die christdemokratische Opposition. Und hier ist unübersehbar erkennbar, dass diese zwar die Notwendigkeit erkennt, aber nicht gewillt ist, entsprechend verantwortungsvoll zu handeln. Der immer wieder zitierte Satz der Union: „Erst das Land, dann die Partei“, verkommt so zu einer Leerformel.

Rhader Bericht auf Grundlage des Kommentars „Die Schuldenbremse ist ein Relikt vergangener Zeit“ von Rolf Mützenich in Fi4-Fraktion intern

Veröffentlicht am 02.02.2024

 

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