Warum wollen Politiker einfach nicht machen, was Journalisten wollen?

Presse

Gedanken über das Überschreiten journalistischer Spielräume

Wer in der letzten Zeit die Medienbranche kritisch betrachtet hat, stellt fest, dass gar nicht so selten Berichterstattung und persönliche Kommentierung ineinander verlaufen. Das ist bedenklich. Medien gelten bei uns, neben der gesetzgebenden, der gesetzausführenden und der gesetzkontrollierenden, als vierte Gewalt. Das ist gut, demokratisch und nicht in Frage zu stellen. Als aktuelles Beispiel dient an dieser Stelle, die immer wieder an den Bundeskanzler gestellte Frage, wie er es mit der Ostsee-Gaspipeline hält. Obwohl er mehrfach erklärt hat, dass das Offenlegen aller Gedanken zu möglichen Sanktionen gegenüber Russland die eigene Verhandlungsposition schwächt, wollen nicht wenige schreibende und sendende Medienmenschen Olaf Scholz solange medial bearbeiten, bis sie zufrieden gestellt sind. Der Bundeskanzler begibt sich aber nicht auf dieses Glatteis. Das wird dann als zögerlich und unscharf beschrieben und bewertet. Journalisten können ihre persönliche Meinung als Kommentar kennzeichnen. Sie in der Berichterstattung „zu verstecken“, erkennt der aufmerksame Leser, Hörer und Zuschauer als unlauteren Versuch, selbst aktiv Politik machen zu wollen. Das ist unprofessionell und verantwortungslos. 

Rhader Gedanken über den verantwortungsvollen Beruf der Journalistik

 
 

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Christoph Kopp
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