Wenn Bürgerbeteiligung missverstanden wird

Gesellschaft

Sonntagsgedanken aus Rhade

Aktive Bürgerbeteiligung ist ein riesiger kostenloser Mehrwert für jede Stadt. Sie so zu organisieren, dass nicht nur das „Problem vor der eigenen Haustür“ diskutiert wird, sondern auch diejenigen, die „um die Ecke liegen“, ist eine besondere Herausforderung für die Stadtverwaltung. Die fehlende Kontinuität der freiwilligen Akteure vor Ort ist ein weiterer Prüfstein für den Anspruch, Bürgerkommune zu sein. Dennoch ist der Ansatz alternativlos, um die Zukunft zum Beispiel in Rhade und Dorsten zu gestalten. Er muss aber kontinuierlich den vielfältigen Gegebenheiten angepasst werden. Und hier kommen nun die örtlichen Parteien ins Gespräch. Der Eindruck, dass ihre ehrenamtliche Arbeit immer weniger wertgeschätzt wird, als die, die in den Stadtteil-Bürgerforen geleistet wird, setzt sich immer mehr fest. Hier muss der Hebel angesetzt werden, um alle vorhandenen Wissenspotenziale zu heben. Die Rhader SPD, sicherlich Vorreiter einer aktiven Bürgerbeteiligung, plädiert eindringlich dafür, den Begriff Bürgerbeteiligung künftig so zu definieren, dass sich auch die Parteien darin wiederfinden. Der Einwand, dass dafür der Stadtrat das entsprechende Gremium ist, trifft nur bedingt zu. Hier arbeiten sich nämlich die gewählten Parteienvertreter fast ausschließlich an den Vorlagen der Stadtverwaltung ab.

 
 

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