Es wäre so einfach, für Rhade etwas zu tun. Ein Tipp an die CDU: Nur gemeinsam sind wir stark.
Die Doppelstrategie der CDU
Seit 2 Jahren versuchen die Rhader und Dorstener CDU eine wirkliche Bürgerbeteiligung bei der Beratung eines neuen Rahmenplans für Rhade zu verhindern. Leider hat sie das sogar mit ihrer Mehrheit im Stadtrat und der Hilfe der FDP geschafft.
Sie hat aber nicht mit der Hartnäckigkeit der örtlichen SPD gerechnet, die mit eigens organisierten Bürgerversammlungen großen Erfolg und öffentliche Anerkennung „eingefahren“ hat.
Alle Versuche, die Christdemokraten doch noch zu einer gemeinsamen öffentlichen Zusammenarbeit im Interesse Rhades und seiner Bürger zu gewinnen, wurden brüsk zurück gewiesen.
Die jetzt neu angewendete Strategie, mit einer überraschend angesetzten Wirtschaftsausschusssitzung vor Ort, die für den 13. März angekündigte SPD-Bürgerversammlung zu unterlaufen, hat die angestrebte Wirkung aber verfehlt.
Dem Vorsitzenden des Ausschusses, der gleichzeitig als Vorsitzender der Dorstener CDU fungiert, wurde anschließend von anwesenden Ratsmitgliedern vorgeworfen, mehr Selbstdarstellung als Wirtschaftsförderung zu betreiben, die eigentliche Aufgabe des Ausschusses.
Dass der Planungsamtsleiter nur das Verfahren der Rahmenplanung beschreiben durfte, aber keine Inhalte, passt ins Bild. War es doch der Ausschussvorsitzende, der sich im Mai 2011 künstlich über die SPD empört hat, die über die nichtöffentliche Rahmenplanung mit den Bürgern diskutieren wollte. „Jetzt bloß keine Blöße geben“, könnte seine Vorgabe gelautet haben.
Dennoch fiel sinngemäß der Satz des Planungsamtsleiters, dass er sich ein anderes Verfahren hätte vorstellen können – aber die Vorgaben der Politik akzeptieren müsse.
Von WinDor, der städtischen Gesellschaft zur Wirtschaftsförderung, war auch nicht zu erfahren, was sie für Vorstellungen zur weiteren Entwicklung Rhades hat.
Kreativität sieht anders aus.
Fazit: Wäre da nicht die eingangs beschriebene Vorgeschichte, hätte diese Veranstaltung, besser und gemeinsam vorbereitet, alle mal das Zeug zu einer Erfolgsgeschichte. So bleibt der fade Beigeschmack, dass es eine verdeckte Parteiveranstaltung der CDU mit gleichzeitiger Werbung für den Stadtverbandsvorsitzenden war. Ist es auch der Versuch, so den möglichen Nachfolger des Bürgermeisters ins rechte Licht zu rücken?