Bundespolitik Weltwirtschaftsforum in Davos und Sicherheitskonferenz in München

Welche Erkenntnisse haben „Otto Normalverbraucher und Marianne Musterfrau“ gewonnen?

Einmal im Jahr treffen sich Wirtschaftfachleute und Politiker aus (fast) aller Welt in der Schweiz, um über die Zukunft des grenzüberschreitenden Handelsverkehrs zu beraten. Einmal im Jahr treffen sich in Bayern Fachleute der Rüstungsindustrie mit Politikern aus (fast) aller Welt, um sich über Risiken und Nebenwirkungen aller Konflikte auszutauschen. Beide Zusammenkünfte sind alternativlos wichtig, um zuzuhören und sich besser kennenzulernen. Die internationale Presse versucht die Öffentlichkeit so weit wie möglich zu beteiligen. Die Erkenntnisse des interessierten deutschen Zuhörers an der Basis sind ernüchternd. In Davos wie in München. Die USA haben es geschafft, sich auf beiden Treffen in den Mittelpunkt zu rücken und fast allen anderen Ländern ihre egoistische Sichtweise aufzudrücken. Erkennbar ist aber auch, dass Europa beginnt zu widersprechen. Bundeskanzler Friedrich Merz ist über seinen Schatten gesprungen und hat klargestellt, dass unsere europäischen Werte wie Pressefreiheit, Liberalität und Humanität unantastbar bleiben. Ein deutlicher Gegenentwurf zur MAGA-Bewegung des amerikanischen Präsidenten. Das ist unten angekommen, wird sich aber in der politischen Alltagsarbeit bewähren müssen. Wenn wir weiter in Freiheit und sozialer Sicherheit leben wollen, müssen wir uns auch auf Einschränkungen einstellen. Das Verständnis dafür ist dann vorhanden, wenn die vorhandene gesellschaftliche Gerechtigkeitslücke endlich geschlossen wird. Im Klartext: wenn Vermögende in unserem Land auch Steuern zahlen wie Du und ich.

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 18.02.2026

 

Kommunalpolitik Dorsten: Altlasten und kein Ende

Wer über Jahre die Entwicklung Dorstens begleitet, kann ohne Übertreibung dafür den Begriff Achterbahnfahrt einsetzen. Die kommunale Neugliederung versprach Größe und Wachstum. Zutreffend bei Fläche und Einwohnerzahl. Aber auch bei auftretenden Problemen der kommunalen Selbstverwaltung. Das Versprechen, mit einem riesigen Kohlekraftwerk den Bestand der Zeche zu sichern, zerplatzte wie eine Seifenblase. Parallel nahmen Arbeitslosigkeit und Finanznot Dorstens zu. Die Bereitschaft, künftig den Abfall der Kohlegewinnung auf städtischem Grund und Boden zu deponieren, wurde zwar gerne angenommen, die Zeche dennoch geschlossen. Um aus der Finanzmisere herauszufinden, wurde in der Folge u. a. über den Verkauf der Kanalisation und über neue Finanzierungsprodukte nachgedacht. Während die Kanäle blieben, wurden riesige Summen bei Schweizer Banken versenkt. Im Stadtrat bildeten sich zwei unversöhnliche Gruppen, Zechenfraktion und Nordlichter genannt. Und immer mal wieder ein Zwischenhoch. Plötzlich waren die Finanzprobleme scheinbar überwunden, dann zwangen Bund und Land die Lippestadt, neue Aufgaben zu stemmen - und zu finanzieren. Eine Endlosgeschichte auch das Lippetorcenter, heute Mercaden genannt. Zurück zur inzwischen aufgeschütteten Bergehalde. Statt der vertraglich zugesicherten Umwandlung in eine neue, attraktive Dorstener Parklandschaft, droht jetzt eine auf Dauer unzugängliche Schadstoffdeponie zu entstehen. Noch wehren sich Verwaltung und Stadtrat. Wer aber über Jahre die Entwicklung unserer Stadt begleitet hat, rechnet auch hier nicht mit einem Erfolgserlebnis.

Pessimistische Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 17.02.2026

 

Gesellschaft Ein Gastbeitrag von Bertold Hanck zur aktuellen Programmdiskussion der SPD

Sag' mir, mein Freund ... (marokkanisch: guli, guli, a rafiq)

Aramsamsam, aramsamsam,
bald gibt's ein SPD-Programm,
guli, guli, a rafiq:
"Führt das zum nächsten Sozi-Sieg?"

Ziemlich bald nach Godesberg
Entspannung war das Sozi-Werk.
Auf Frieden wollte man jetzt zählen,
drum wollten alle Willy wählen.

Aramsamsam, aramsamsam,
perfekt passt das Politprogramm.
Guli, guli, a rafiq:
Das war kein Propagandatrick!

Solch fortschrittlicher Gestaltungsmut
tat ehdem den Genossen gut.
Doch blickt nach vorne, nicht zurück
in altes Vollversorgungsglück.

Aramsamsam, aramsamsam,
gemeinsam packen alle an.
Guli, guli, a rafiq:
Gegen den Ukraine-Krieg.

Seid mutig, nehmt die Menschen mit,
auch wenn sie aus der Mitte sind.
Die SPD war dann stets klasse,
wenn sie das Ohr hat' an der Masse.

Aramsamsam, aramsamsam,
Teilhabe aller ins Programm!
Guli, guli, a rafiq:
Vielleicht ist das der Weg zum Sieg?

Bertold Hanck (Rhade)

Veröffentlicht am 16.02.2026

 

Gesellschaft Sport und Politik - Sind Gemeinsamkeiten erkennbar?

Winterolympiade. Mehrere tausend Sportler treten gegeneinander an, um sich zu messen. Wer ist schneller, akrobatischer, springt weiter, schießt mehr Tore, trifft mehr Scheiben, bringt mehr Steine in den Zielkreis, … Alle haben eine lange Vorbereitungszeit hinter sich, um am Wettkampftag die beste Leistung abrufen zu können. Parallel wurden sie dazu von einem Trainerteam unterstützt. Sie erhalten Aufmerksamkeit und Beifall, nicht nur wenn sie auf dem Treppchen stehen.
Parteipolitik. Mehrere tausend Politiker, die meisten ehrenamtlich aktiv, stellen sich alle 4 bis 5 Jahre zur Wahl. Sie wollen beweisen, warum sie besser sind als die Konkurrenz. Wer ist glaubwürdiger, seriöser, sympathischer, überzeugender? Fast alle haben sich auf diesen Moment vorbereitet. Sie haben zugehört, Fragen gestellt, mit diskutiert. Ein professionelles Trainerteam gibt es erst in der Liga der Berufspolitiker. Alle die sich ehrenamtlich einbringen, sind häufig auf sich allein gestellt. Natürlich bieten die Parteien auch Unterstützungsseminare an. Die Wirklichkeit, bleiben wir mal bei Kommunalpolitikern, sieht i. d. R. aber so aus: Er oder sie sind noch in der Ausbildung oder bereits berufstätig, haben Familie und Kinder. Sie „müssen“ Parteitermine wahrnehmen, bei örtlichen Vereinen mitwirken sowie möglichst Kirchen- und Gewerkschaftsmitglied sein. Sie sind in kommunalen Fachausschüssen und dem Stadtrat aktiv. Sie sind zeitlich komplett ausgebucht und müssen sich auch noch für die Politik im Land und Bund rechtfertigen. Und das schaffen sie, ohne ein professionelles Trainerteam. Sie haben auch mehr Aufmerksamkeit und Respekt verdient!

Sonntagsgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 15.02.2026

 

Jochen Vogel. Ein Vorbild über alle demokratischen Parteigrenzen hinweg. Foto: SPD-Bundestagsfraktion Gesellschaft Zur Erinnerung - Jochen Vogel zum 100. Geburtstag

Sein Pflichtgefühl war grenzenlos

"Das Bild, das von Hans-Jochen Vogel haften geblieben ist, wirkt seltsam zeitlos. Schwere Brille, Lockentolle, energisch, Tatendrang ausstrahlend. So haben ihn Generationen in der Bonner Republik erlebt: Als Oberbürgermeister von München (1960 bis 1972), als Bauminister im Kabinett Willy Brandts (1972 bis 1974), als Justizminister unter Kanzler Helmut Schmidt (1974 bis 1982), als kurzzeitiger Regierender Bürgermeister Berlins (1982), als SPD-Kanzlerkandidat (1983), als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion (1983 bis 1991) und als SPD-Vorsitzender (1987 bis 1991).
Eine stolze Galerie politischer Verantwortung. Aber fast noch wichtiger: Der Respekt vor ihm wuchs stetig und galt lebenslang. Eine Instanz, ein immer wieder gesuchter Ratgeber für seine Partei, ein steter Mahner für Demokratie, einer, der im Olymp der großen bundesdeutschen Sozialdemokraten neben Willy BrandtHelmut Schmidt und Herbert Wehner seinen Platz hatte."

Jochen Vogel starb 2020 im Alter von 94 Jahren.

Übernommen von www.vorwaerts.de

Veröffentlicht am 14.02.2026

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 006475693 -

SPD Sozial

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht.“

Václav Havel (1936 - 2011)
 ehemaliger tschechischer Staatspräsident, Schriftsteller und engagierter Menschenrechtler

 

Counter

Besucher:6475694
Heute:74
Online:6