Stadtentwicklung Neues aus der Rhader Gerüchteküche

Rhade hat sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte entwickelt. Die Einwohnerzahl kletterte von rund 3000 auf über 5000. Parallel baute die Infrastruktur erheblich ab. Polizei vor Ort? Das war einmal. Auch die eigene Post schrumpfte zur Poststelle im Supermarkt. Das Rhader Standesamt hat seine Tore für immer geschlossen. Kein Schuster, keine Autowerkstatt, kein Blumengeschäft, mehr. Das Gaststättensterben hält an. Wer kennt noch die Kolde Becke? Aus Adolfs "herren-chic" wurde ein Dönerladen. Ohne große öffentliche Aufmerksamkeit schrumpfte die Kreissparkassenfiliale zu einer nur noch stundenweise geöffneten Servicestelle. Auch über den Bestand der Apotheke wird gerätselt. Die kleine evangelische Kirche teilt sich inzwischen den Raum mit einer Kita. Jetzt vermelden die Rhader Buschtrommeln, dass die Volksbank sich neu aufstellen will. Grund genug, einmal in die Rhader Gerüchteküche hineinzuhören. Hier wird behauptet, dass das leerstehende Gasthaus Pierick, oder nur das wertvolle Grundstück Ziel der Begierde sei, dort wird von kompletter Abwanderung schnabuliert, und wieder andere vertreten die These, dass Teile von Forks Busch mit einem Neubau in Verbindung gebracht werden. Der Versuch, den Gerüchten einen Riegel aus Fakten entgegenzusetzen, muss momentan als gescheitert angesehen werden. Bekannt ist aber, dass sich das Rhader Bürgerforum des Themas inzwischen angenommen hat. Solange Rhade weder von der Volksbank, der Dorstener Wirtschaftsförderungsgesellschaft WINDOR, dem Planungsamt oder dem Rhader Bürgerforum eine klare Aussage erhält, wird die Gerüchteküche weiter brodeln.

Ein Rhader mit offenen Ohren

Veröffentlicht am 04.09.2023

 

Gesellschaft „DU BIST EINZIGARTIG, ICH ABER AUCH!“

Rhader Privatinitiative wirbt für Respekt

An mehreren Stellen in Dorsten wirbt das RESPEKT-Kunstwerk von Brigitte Stüwe für Toleranz, Menschenwürde und Demokratie; durch eine Privatinitiative seit Mitte Juli nun auch im Kreuzungsbereich Stuvenberg/KalterBach/Mainstraße in Rhade. Ein Bericht darüber erschien am 14. Juli auf dieser Internetseite. Die Reaktion war ausschließlich positiv.
Kurt Heinz, Rhader Bürger, ehemals im Polizeidienst aktiv und als Künstler der Malerei verschrieben, konnte auf ein eigenes Bild zurückgreifen, das den Schriftzug DU BIST EINZIGARTIG, ICH ABER AUCH! zierte. Die Idee, diese Nachdenk-Worte als Ergänzung zum RESPEKT-Plakat auf gleichem Material, in gleicher Größe zu drucken und parallel zu präsentieren, wurde nach kurzem, intensivem Meinungsaustausch unter Nachbarn verwirklicht. Die Gestaltung wurde auch von Kurt Heinz entwickelt, der Druck durch Ivo van Bekkum und sein örtliches Unternehmen für Werbetechnik ausgeführt. Seit Ende August hängen beide Plakate nebeneinander im oben erwähnten Kreuzungsbereich. Sie bitten alle Leser, ihren Mitmenschen selbstsicher Respekt entgegenzubringen und sie, genauso wie sich selbst, als einzigartig und  gleichberechtigt wahrzunehmen.
Die Initiatoren hoffen und wünschen, dass diese Idee in weiteren Dorstener Stadtteilen und Quartieren Nachahmer findet.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 02.09.2023

 

Soziales Gesellschaftliche Gegensätze, die nachdenklich machen (müssen)

Hier die Tafel für Menschen, dort ein Pflegeteam fürs Pferd

Vergleiche hinken. Sie sind häufig unpassend, manchmal unfair. Ob der folgende Text in diese Kategorie gehört, darf der Leser entscheiden. Ein großer Bericht im Lokalteil der DZ (30.08.) über eine Tierheilpraktikerin, die mit einer Geschäftsidee das Pferd in den Mittelpunkt ihres Handelns (und Geldverdienens) stellt, fordert zum Nachdenken geradezu heraus. Bedampftes Stroh und Heu im Stall, das Gras dazu eigenhändig angepflanzt, Homöopathie, Physiotherapie, Bachblüten, Akupunktur, dazu ein Team aus Pysiotherapeutin, Osteopathin und Futtermittelberaterin, alles, um dem Pferd Gutes zu tun. Nun der Gegensatz. Regelmäßige Berichte in der Lokalzeitung rücken die TAFEL in den Mittelpunkt. Hier geht es um Menschen, die auf die solidarische Unterstützung der Gesellschaft angewiesen sind, um über die Runden zu kommen. Hier geht es nicht um Bachblüten und Homöopathie, hier geht es um ein menschenwürdiges (Über)Leben. Wie war das noch mal mit Äpfel und Birnen? Ja, das Gegenüberstellen beider Sachverhalte hinkt, soll aber etwas nachdenklich machen. Nachdenklich, ob wir auch bei der Bekämpfung der real existierenden menschlichen Armut in unserem Land und darüberhinaus mehr Energie aufwenden müssen. Was dem Pferd gut tut, wird auch dem menschlichen Wesen gefallen.    

Nachdenkzeilen aus Rhade

Veröffentlicht am 01.09.2023

 

Service In eigener Sache - 4 Millionen-Lesergrenze geknackt

Rhader SPD-Internetseite erfreut sich weiter wachsender Zustimmung

Vor 50 Jahren wurden alle Rhader Haushalte mit einer neuen Zeitung überrascht. Die örtlichen  Sozialdemokraten begannen die kommunalpolitische Landschaft mit neuen Ideen und einer Daueroffensive an Informationen aufzumischen. Der Erfolg war in steigender Akzeptanz und  kontinuierlich besseren Wahlergebnissen abzulesen. Rund 120 Ausgaben der „SPD-Nachrichten für Rhade“ wurden im Laufe des genannten Zeitraums von fleißigen Mitgliedern flächendeckend verteilt. Eine Leistung, mit der keine Partei im weiten Umkreis auch nur annähernd konkurrieren konnte. Das Internet versprach weitere Möglichkeiten, um für sozialdemokratisches Denken zu werben. 2008/2009 gilt als Geburtsjahr von www.spd-rhade.de. Seit 15 Jahren wird diese Internetseite täglich (!) aktualisiert. Ob Interessantes aus der eigenen Partei, Bewertungen über die Konkurrenz, Lesetipps, Theaterkritiken, Blicke über den Tellerrand, Gedichte, Stadtentwickklungshinweise, Satire und Kommentare - die Rhader Internetseite schließt eine Info-Lücke, die die letzte Lokalzeitung unübersehbar öffnet. Sie erfreut sich wachsender Zustimmung und Beliebtheit. Nun ist es soweit. Seit der Scharfschaltung der Internetseite, von Jürgen Heinisch technisch eingerichtet, konnten 4 Millionen (!) Klicks gezählt werden. Eine fast unglaubliche Erfolgsgeschichte. Die Rhader SPD nimmt dieses seltene Jubiläum zum Anlass, um sich bei allen Lesern herzlich für das Interesse zu bedanken und die Bitte auszusprechen: „Empfehlen Sie uns bitte weiter“!

Veröffentlicht am 31.08.2023

 

Presse Politik: Das Ringen um den richtigen Weg

Wenn Selbstverständliches negativ bewertet wird - und was Medien von anderen lernen könnten

Beim Blick in die gestrige Morgenzeitung fällt das Nebeneinander folgender Überschriften auf: „Streit geschlichtet“ und „Nach dem Streit ist vor dem Streit“. Auffällig dabei ist, dass viele Medien bei Politik, egal auf welcher Ebene, einen völlig anderen Maßstab anlegen, als zum Beispiel in der Berichterstattung über Projekte der sogenannten freien Wirtschaft. Gut ist, dass auch ein Leser auf der gleichen Seite kurz zu Wort kommt. Sein Statement könnte der schreibenden und moderierenden Medienzunft helfen, ihren Blick über das Selbstverständnis von Politik zu schärfen. Er zeigt auf, dass ein wichtiger Entscheidungsprozess, egal von wem, immer nach dem gleichen (bewährten) Muster abläuft, ablaufen müsste.

  • Eine Position entwickeln, ein Ziel formulieren
  • Für die Idee werben, für sie eintreten
  • Neue Erkenntnisse aufgreifen, verhandeln, kompromissbereit sein
  • Dann das Ergebnis festschreiben und die Umsetzung einleiten

Klingt doch logisch und nachvollziehbar. Und wird überall so angewendet. Dennoch steht gar nicht so selten über der Berichterstattung von politischen Prozessen STREIT. Der Leser schließt sinngemäß: Wer von der Politik lediglich erwartet, dass geliefert wird und man ansonsten mit Inhalten nicht belästigt werden will, muss Politik und Diskurs wieder lernen.

Gedanken eines Rhader Zeitungslesers

Veröffentlicht am 30.08.2023

 

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