Rhader Wochenendgedanken: Heute über Behinderte (Teil 1) und morgen über Obdachlose (Teil 2)
Es gibt sie. Diejenigen die anders sind als Du und ich. Sie leben mitten unter uns und gehören doch nicht (richtig) dazu. Heute gelten die Gedanken den Menschen, die mit einer Behinderung leben müssen. Die Aufmerksamkeit soll auf jene gerichtet werden, die aufgrund der Schwere ihres Handicaps nicht mehr in häuslicher Umgebung leben können, sondern in speziellen Einrichtungen mit professioneller Betreuung. Ob kirchliche, private oder staatliche Träger, sie alle bilden ein flächendeckendes Netzwerk, um diesen Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Besonderen Dank verdienen aber auch die Betreuer und Betreuerinnen. Wer z. B. als Besucher des Sommerfestes der "Diakonischen Stiftung - Wittekindshof" in Gronau teilnahm, geht anders nach Hause als er gekommen ist. Wer sieht, wie sich Schwerstbehinderte über eine kleine Geste der Aufmerksamkeit freuen und wer beobachtet, wie liebevoll sich die Betreuer kümmern, der kommt aus dem Grübeln über Begriffe wie Menschlichkeit, Würde, Toleranz und die eigene Hilflosigkeit nicht heraus. Vielleicht, so ein Nachdenkansatz, würden kleine Wohngruppen in allen Wohnsiedlungen unseres Landes für mehr Akzeptanz denen gegenüber sorgen, die das gleiche Recht auf Leben haben wie Du und ich. Dann wären sie wirklich mittendrin.
Veröffentlicht am 09.09.2023
Internetseite der Stadt Oberhausen verdient, aufgerufen zu werden
Mehrfach wurde an dieser Stelle über den hohen Stellenwert von Bürgerbeteiligung in unserer Stadt geschrieben. Immer als Werbung und Aufforderung, mitzuwirken. Die Stadt Dorsten, die sich auch Bürgerkommune nennt, hat mit dem „Büro für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport“ eine wichtige Voraussetzung geschaffen, den Begriff „direkte Bürgermitwirkung“ zum Leben zu erwecken und zu erhalten. Entsprechende Formate sind flächendeckend entstanden. Nicht unter den Teppich gekehrt werden darf, dass so auch Erwartungen in der Bürgerschaft geweckt wurden, die vielfach nicht erfüllt werden können. Der Bürgerwunsch, heute angeregt, morgen umgesetzt, funktioniert so nicht. Weder stehen unbegrenzt Verwaltungspersonal und Geld zur Verfügung, noch wird richtig wahrgenommen, dass es einen Stadtrat gibt, der ausschließlich durch die Kommunalwahl legitimiert ist, Anregungen von außen in verbindliche Beschlüsse zu verwandeln. Auf der Internetseite der Stadt Dorsten, www.dorsten.de , ist das Kapitel Engagement und Soziales zu finden. Wer will, kann sich hier gut orientieren, wie die Verwaltung Bürgerbeteiligung definiert. Ein Blick über den Tellerrand, den wir am 19. August vorgenommen haben, hatte Oberhausen zum Ziel. Hier gibt es zu den uns bekannten Beteiligungsformaten noch den 15köpfigen Bürgerrat. Unsere Empfehlung lautete, sich über die Besetzung (Auslosung) und 2jährige Befristung auf der jetzt richtig eingesetzten Internetseite www.oberhausen.de/buergerbeteiligung sachkundig zu machen und vielleicht auch für Dorsten eine Beteiligungsergänzung anzudenken.
Veröffentlicht am 08.09.2023
Zu Fuß und mit dem Bollerwagen - Ein Vorbild für die SPD und die Demokratie
Die aktuellen Umfragewerte, besonders in den ostdeutschen Bundesländern, müssen alle Demokraten elektrisieren. Weder die CDU, die SPD oder die Linke führen die Liste an, von den Grünen und der FDP ganz zu schweigen, nein, es ist die AfD, die hier ganz offen rechtsextrem agiert. Und Erfolg hat. Was tun, wenn unsere Demokratie in Gefahr ist? Diese Frage stellen sich nicht nur die Parteizentralen der genannten demokratischen Parteien, sie wird auch landauf, landab von Journalisten aller Medien gestellt. Fast immer mit dem Vorwurf verbunden, „die Politiker“ haben immer noch nicht verstanden. Zu unrecht findet Maja Wallstein (37), die in Cottbus/Spree-Neiße direkt für die SPD in den Bundestag gewählt wurde. Mindestens einmal im Jahr, mehrere Wochen lang, läuft sie zu Fuß durch ihren weitläufigen Wahlkreis, immer dabei ihr Bollerwagen mit Informationsmaterial. Sie sucht das Gespräch, nie aufdringlich, um überwiegend zuzuhören. Diejenigen, die sie so erreicht, lassen erst einmal Dampf ab. Die Vorwürfe sind für unsere Ohren teils mehr als verstörend. Maja Wallstein hält das aus und erntet nicht selten dafür Sympathie. Dass sie verdeckt unter dem Schutz der Polizei agiert, gehört zur bitteren Wahrheit dazu. Sie zeigt mit ihrer kontinuierlichen Aktion Flagge für die SPD und unsere Demokratie. Sie ist ein Vorbild für alle Demokraten. Sie gibt die richtige Antwort auf die Frage: „Was tun, wenn …“
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Bollern gegen rechts“ vom 17. 08.2023
Veröffentlicht am 07.09.2023
Stadt Dorsten wirbt mit umfangreichem Programm
Wer sich aus dem Fernsehsessel erhebt, um Kultur mal wieder live zu erleben, wird in der Regel nicht enttäuscht. Musik klingt ganz anders, wenn die Künstler direkt erlebt und gehört werden, Schauspieler schaffen es spielend, höchste Konzentration und Empathie im Zuschauerstuhl zu erzielen. Es lohnt sich, das Kulturprogramm der eigenen Stadt zu studieren und das persönlich Passende herauszufinden. Theater, Kleinkunst, Jazz and more, Kindertheater, Klassik-Häppchen und Lesungen. Dazu das Angebot „Alles außer-gewöhnlich“. Vielfalt ist Trumpf. Leider setzt sich die Angebotsvielfalt nur unzureichend bei den Aufführungsorten fort. Das Zentrum Dorsten dominiert, außen liegende Stadtteile werden wenig oder gar nicht berücksichtigt. Eine Kritik aus Rhade, die alle Jahre wiederholt wird. Dass es erste Verbesserungen gibt, soll nicht unter den Tisch gekehrt werden. Die Rhader Kritik ist immer verbunden mit konstruktiven Verbesserungsvorschlägen. Entsprechende Thesenpapiere liegen den Kulturmachern im Rathaus und den Parteien vor. „Da sind noch dicke Bretter zu bohren“ ist kein Theatertitel, sondern eine Redewendung, die die Kultur-Kommunalpolitiker als Programmpunkt ihrer Arbeit verstehen sollten.
Ein Rhader Blick ins städtische Kulturprogramm. Siehe auch www.dorsten.de
Veröffentlicht am 06.09.2023
Ein Brief der neuen SPD-Parteiführung (Auszüge)
Das Ziel der NRWSPD ist klar: Wir wollen wieder Regierungsverantwortung in NRW übernehmen! Wir stehen für gute Arbeit, eine starke Industrie, mehr Gerechtigkeit sowie Bildung, Pflege und Gesundheit, handlungsfähige Städte und Gemeinden und den Schutz unserer Demokratie. Deutschland ist mit der Ampel-Koalition und dank eines besonnen agierenden Bundeskanzlers vergleichsweise gut und stabil durch die vergangenen Krisenjahre in Europa gekommen. Der Mindestlohn wurde deutlich erhöht, wir haben das Bürgergeld eingeführt, gehen den Fachkräftemangel an, haben ein zeitgemäßes Einwanderungsgesetz eingeführt und gestalten den Klimaschutz sozial und finanzierbar. Wichtig ist jetzt, dass sich die Koalition insbesondere auch mit Blick auf bezahlbare Energiepreise und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschafts- und Industriestandorts konzentriert. Gleichzeitig sind wir als Opposition zu Schwarz-Grün in der Pflicht, dass Nordrhein-Westfalen nicht weiter den Anschluss verliert. In keinem Bundesland wird für Familien und bei der Bildung so wenig getan. Industrie, mittelständische Betriebe und Beschäftigte bleiben in Nordrhein-Westfalen bei der sozialen Ausgestaltung einer klimafreundlichen Wirtschaft auf sich allein gestellt. Trotz hoher Lebenshaltungskosten und Mieten zuckt die Landesregierung von Hendrik Wüst mit den Schultern. Parallel dazu steigt die Gefahr des Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft weiter an. Klar ist: Wir sind das Bollwerk gegen rechts! Mit der SPD in Nordrhein-Westfalen wollen wir sozialer Stabilitätsanker in einer Gesellschaft sein, die in den vergangenen Krisenjahren immer stärker in verschiedene Gruppen zerfallen ist. Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass die NRWSPD bei den kommenden Wahlen wieder erfolgreich sein wird.
Sarah Philipp, Vorsitzende Achim Post, Vorsitzender Freddy Cordes, Generalsekretär
www.nrwspd.de
Veröffentlicht am 05.09.2023