Kommunalpolitik Wohin gehst du - Rhade? - Eine Rückblick-Woche

Ein Rückblick in 10-Jahres-Zeitsprüngen (Teil 3)

Heute vor 30 Jahren, im Jahr 1993, texteten wir folgende kommunalpolitische Begebenheit in unserer Stadtteilzeitung „SPD-Nachrichten für Rhade“:

Neuer Stadtteilrahmenplan - Autor empfiehlt neuen Grüngürtel und mehr Sicherheit für die Bürger 

Um künftig bessere Entscheidungsgrundlagen für einzelne Bauvorhaben oder Straßenbauprojekte zu haben, behandeln die Rhader Parteien zur Zeit den sogenannten Stadtteilrahmenplan. Als Autor zeichnet Peter Broich verantwortlich, der als Architekt des „Carola Martius-Hauses“ vielen Rhadern bekannt ist. Nachdem Mitglieder der Rhader SPD mehrfach beklagt hatten, dass im Dorf an allen Ecken und Enden Bauten erstellt werden, ergriffen die Sozialdemokraten die Initiative und schlugen vor, einen solchen Rahmenplan für Rhade zu erstellen. Im zweiten Anlauf erhielt der SPD-Antrag die erforderliche Mehrheit. Deutliche Worte widmet Peter Broich dem geplanten „Geschäftszentrum“ entlang der Lembecker Straße. Um für die Zukunft den Standort zu stärken, seien wesentliche Änderungen im Straßenraum und im Geh- und Radwegebereich erforderlich. „Die Abbremsung des KFZ-Verkehrs, mehr Grün und sichere Plätze für Bürger und Geschäftskunden“, lautet zusammengefasst Broichs Vorstellung. Peter Broich hofft, dass sich viele Bürger mit Rhades Zukunft beschäftigen und dass die Diskussion offen geführt wird.

Diese Textauswahl findet sich in der 68. Ausgabe der oben genannten sozialdemokratischen Stadtteilzeitung für Rhade. - September 1993

Veröffentlicht am 26.07.2023

 

Kommunalpolitik Wohin gehst du - Rhade? - Eine Rückblick-Woche

Ein Rückblick in 10-Jahres-Zeitsprüngen (Teil 2)

Heute vor 20 Jahren, im Jahr 2003, texteten wir folgende kommunalpolitische Begebenheiten in unserer Stadtteilzeitung „SPD-Nachrichten für Rhade“:

  • Alle Jahre wieder: Start frei zur beliebten Rhader Oldie-Night. Am Freitag, 25. Juli 2003, am Vorabend des großen Schützenfestes startet die 9. Rhader Oldie Night ab 19.30 Uhr auf dem Schulhof der Urbanusschule. Der Eintritt ist frei. Traditionell tritt wieder die Gruppe CANDY PIE auf. Sie überrascht immer wieder mit ihrem riesigen Repertoire die vielen Besucher, die die Oldie Night besuchen, plaudern, feiern und tanzen.
  • Es klappert die Mühle … In liebevoller Kleinarbeit und hartnäckigem Verhandlungsgeschick ist es tatsächlich gelungen, aus einer Ruine ein kulturtechnisch wertvolles Gebäude herzurichten. Bei der öffentlichen Vorstellung am 22. Juni 2003 konnte sich die Bevölkerung ein eigenes Bild von der Fleißarbeit und dem Fachverstand der Mitglieder des Heimatvereins machen.
  • Was wird aus den Borgmann-Gebäuden? Rhader SPD stellt Fragen. Pulsierte früher an der Lembecker Straße das Berufsleben, hat jetzt leider der Dornröschenschlaf in den Gebäuden der ehemaligen traditionsreichen Rhader Molkerei Borgmann Einzug gehalten. Welche Möglichkeiten gibt es, den Eigentümer zu veranlassen, die Verrottung der Gebäude zu stoppen?

Diese Textauswahl findet sich in der 91. Ausgabe der oben genannten sozialdemokratischen Stadtteilzeitung für Rhade. Juli 2003

Veröffentlicht am 25.07.2023

 

2013, vor 10 Jahren, blickte die Dorstener CDU in die Zukunft. Ein neuer (Kontroll)Blick ist überfällig. Kommunalpolitik Wohin gehst du - Rhade? - Eine Rückblick-Woche

Ein Rückblick in 10-Jahres-Zeitsprüngen (Teil 1)

Heute vor 10 Jahren, im Jahr 2013, texteten wir auf dieser Internetseite www.spd-rhade.de, folgende kommunalpolitische Begebenheit:

Was ist Doppelzüngigkeit?

Hat die Dorstener CDU gelernt oder taktiert sie? Wer auf der einen Seite etwas verspricht, aber dann ganz anders handelt, dem darf Doppelzüngigkeit nachgesagt werden. Beispiel: Bürgerbeteiligung.
Die Rhader SPD schlägt bereits 2008 vor, in einem offenen Rhader Arbeitskreis über die Zukunft unseres Lebensmittelpunktes zu beraten. Die organisatorische Leitung, man kann das auch Moderation nennen, sollte die Verwaltung übernehmen. 
Während die Verwaltung das positiv bewertet, kommt nie erwarteter Gegenwind aus der kommunalpolitischen Ecke der CDU. Tatsächlich verhindern dann 2010 CDU und FDP mit ihrer Ratsmehrheit die SPD-Initiative aus Rhade. Es wird sogar beschlossen, den Rahmenplan nichtöffentlich zu beraten. Ein noch nie da gewesener Vorgang. Jetzt, 2013 ist zu lesen, dass die CDU die Vorschläge ihrer eingesetzten Zukunftskommission umsetzen möchte. Unter anderem findet sich folgendes Zitat:
„Bei der Umsetzung von Vorschlägen … sehe die CDU in vielen Punkten Politik und Verwaltung nur als Moderator“.I
Ist das jetzt ein Lerneffekt? Dann wäre der Begriff Doppelzüngigkeit in Bezug auf die Dorstener Christdemokraten unzutreffend. Wenn es aber wieder nur Taktik ist, dann darf man das ohne Einschränkung doppelzüngig nennen. 
11.04.2013

Veröffentlicht am 24.07.2023

 

Gesellschaft Der tiefdunkle Schatten über Deutschland wird nicht verschwinden

Für einen grässlichen Völkermord in Namibia tragen wir Verantwortung

Deutschland wird weltweit gelobt, die mörderischen Verbrechen der Nazizeit (1933-1945) an Juden, Sinti und Roma, Behinderten, Homosexuellen und politisch Andersdenkenden akribisch aufgearbeitet, Unrecht beim Namen genannt und Täter verurteilt zu haben. Spät, aber nicht zu spät. Der Unterzeichner dieses Wochenendkommentars war seit 1982 daran beteiligt, den Schleier des Vergessens auch der Dorstener Verbrechen beiseite zu ziehen (Dorsten unterm Hakenkreuz). Dass nur 30 Jahre vor den Nazi-Morden Deutsche in ihrer Kolonie in Afrika unvorstellbare Gräueltaten begingen, ist hierzulande überwiegend in Vergessenheit geraten. Nach und nach erfahren wir, dass die kaiserliche Truppe vor Ort die Auslöschung der Stämme Nama und Ovaherero auf bestialische Weise durchführte, um Land für Deutschland zu konfiszieren. Seit Jahren fordern die Hinterbliebenen Wiedergutmachung. Seit Jahren haben mehrere deutsche Nachkriegsregierungen mit abenteuerlichen Begründungen, sich vor der Verantwortung gedrückt. Eine erschüttert besonders. So steht in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, dass das Völkergewohnheitsrecht bereits Anfang des 20.Jahrhunderts einen Schutz für Individuen vor unmenschlicher Behandlung zwar vorsah, der aber galt nach damaliger Rechtsauffassung nur für zivilisierte Völker. Nicht für Nama und Hereros. Deren Schädel lagern zum „Beweis“ dieser These noch heute in deutschen Archiven. Der Versuch Deutschlands sich mit 1,1 Mrd. Euro, getarnt als Entwicklungshilfe über 30 Jahre (!) freizukaufen, ist nicht nur peinlich, sondern weiteres Unrecht. Namibia ist seit 1990 ein unabhängiger Staat. Ist damit das Kapitel „Besatzung“ abgeschlossen? Drei Zahlen: Im Jahr 1902 besaßen deutsche Siedler 6% der Landfläche. Nach dem Völkermord waren es 20%. Heute verfügt die kleine Minderheit deutsch- und europäischstämmiger Namibier 44% der gesamten Fläche.

Dirk Hartwich

Grundlage des persönlichen Kommentars ist der ZEIT-Bericht „Das Gift der Vergangenheit“ vom 25. Mai 2023

Veröffentlicht am 22.07.2023

 

Kunst an der Wessendorfer Windkraftanlage. Ein besonderes Bilderrätsel. Umwelt Erneuerbare Energien verändern Deutschland erheblich

Die Erblast des fossilen Energiezeitalters belastet aber noch Generationen

Die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas um Strom und Wärme zu erzeugen, war für den Verbraucher auf den ersten Blick kostengünstig. Auch Kernkraft wurde uns jahrzehntelang als sichere und billige Energie verkauft. Inzwischen wissen wir, dass wir uns damit selbst betrogen haben. Der Bergbau-Fachbegriff „Ewigkeitskosten“ ist selbsterklärend. Gasfelder sind endlich und erzeugen bereits im Betrieb erhebliche Absenkungen an der Oberfläche, die als kleine Erdbeben registriert werden. Öl wird fast zu 100% importiert. Diese (Preis)Abhängigkeit spüren wir bereits dann, wenn irgendwo auf der Welt ein Konflikt droht. Und dass die Verbrennung der „Fossilen“ das Klima gewaltig schädigt, hat (fast) jeder auf jedem Kontinent unserer Erde verstanden. Rechnet man bei der Kernenergie die Endlagerkosten für hunderttausende Jahre (!) in den Verbraucherpreis ein, würden wir sofort abwinken. Die bei uns ausgerufene und im vollen Gang befindliche Energiewende ist die richtige Antwort auf die kurz geschilderten Probleme, die uns Kohle, Öl, Gas und Kernenergie beschert haben. Vor unserer Dorstener Haustür zeigt Bottrop mit dem Projekt „Innovation City“, wie kommunal an der gewaltigen Energie-Zukunftsaufgabe konstruktiv und kreativ mitgewirkt werden kann. Dorsten könnte davon lernen. Dorsten müsste nur kopieren.

Rhader Gedanken zur wichtigen Energiewende im Land und unserer Stadt

Veröffentlicht am 21.07.2023

 

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