Städtische Wirtschaftsfördergesellschaft WINDOR verdient Lob und Unterstützung
„Mitarbeiter gesucht“. Händeringend suchen Unternehmen in unserem Land und in unserer Stadt nach Fachkräften. Eine scharfe Konkurrenzsituation untereinander zwingt alle Akteure zu neuen Ideen. Nun hat der Chef der städtischen Wirtschaftsfördergesellschaft, Markus Funk, den Ratsmitgliedern ein Projekt präsentiert, das jegliche Unterstützung verdient. Aus dem alten Petrinumgebäude könnte ein sogenannter Azubi-Campus entstehen. Noch ist es nur eine Projektskizze, quasi die Grundlage für eine notwendige Machbarkeitsstudie. Mit der Unterstützung des gesamten Stadtrates, der Gewerkschaften, der Unternehmer und der Schulen sollte es gelingen, durch eine zentrale Wohnmöglichkeit vor Ort einen angebotenen Ausbildungsvertrag zu unterschreiben. Markus Funk wörtlich: „Mit der Verwirklichung dieses Projekts wäre räumliche Distanz kein Grund mehr, einen ansonsten attraktiven Ausbildungsplatz in Dorsten nicht anzunehmen. Wir könnten damit die Ausbildungsmisere in bestimmten Berufsgruppen mindern und den Fachkräftemangel von morgen frühzeitig bekämpfen.“ Wichtig wäre, dass die gute Absichtserklärung in praktisches Handeln umgesetzt wird. Besonders wichtig ist auch, dass den Handwerkern endlich die gesellschaftliche Wertschätzung entgegengebracht wird, die sie schon immer verdient haben. Und dass damit eine gerechte Entlohnung einhergehen muss, versteht sich von selbst. Dass Bürojobs in der Regel immer noch besser bezahlt werden als Facharbeiter in der Werkstatt, ist auch ein Grund für den Fachkräftemangel. Der geplante Azubi-Campus ist ein Zukunftsschlüssel für Dorsten.
Eine Rhader Einschätzung zum möglichen Dorstener Azubi-Campus
Veröffentlicht am 03.05.2023
Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Veröffentlicht am 02.05.2023
Social-Media-Plattform verführt Kinder und Jugendliche zu lebensgefährlichen Mitmach-Aktionen
TikTok ist eine chinesische App, die mehr als eine Milliarde (!) Nutzer auf ihrem Handy geladen haben. Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 4 und 18 Jahren sind weltweit durchschnittlich 107 Minuten täglich (!) auf TikTok unterwegs. Das Medium ist so beliebt, weil kurze Videos zum Mit- und Nachmachen anregen, um dann das eigene Ergebnis, z. B. des Singens, Tanzens oder spannender Mutproben, Challenges genannt, selbst hochzuladen. Und um diese geht es. Inzwischen sind 15 Todesfälle von jungen Menschen bekannt geworden, die sich an der sogenannten Blackout-Challenge beteiligt haben. Dabei geht es um das selbständige Herbeiführen einer Ohnmacht durch gefährliches Strangulieren. Das Erwachen sollen die jugendlichen Akteure dann selbst filmen und ins Netz stellen. Nun haben Eltern, deren Kinder bei diesem „Spiel“ umgekommen sind, den Software-Betreiber verklagt. Er fühlt sich aber nicht verantwortlich und behauptet, unverantwortliche Mutproben durch Kontrollen zu unterbinden. Die Realität sieht aber anders aus. Was tun? Die wichtigste Botschaft geht an die Eltern der jungen TikTok-Nutzer. Augen auf und miteinander sprechen. Dieser Text wird auch an Saskia Esken, Vorsitzende der SPD gesandt, die als IT-Expertin gilt, ob auch Politik tätig werden muss, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen.
Der Rhader Text wurde auf Grundlage des ZEIT-Artikels „TikTok und der Tod“ vom 20.04.2023 geschrieben. Fortsetzung folgt.
Veröffentlicht am 02.05.2023
Die Welt ist im Krisen-Dauermodus: Energiekrise, Klimakrise, der Krieg in der Ukraine, hohe Inflation und die Auswirkungen der Corona-Pandemie erzeugen Unsicherheit und stürzen viele Menschen in existentielle Sorgen. Wir Gewerkschaften stehen an ihrer Seite. Gemeinsam setzen wir am Tag der Arbeit ein sichtbares Zeichen für eine gerechte und friedliche Zukunft, für einen starken Sozialstaat und eine leistungsfähige öffentliche Daseinsvorsorge. Gemeinsam sind wir ungebrochen solidarisch!
- Ungebrochen solidarisch: Weil wir gemeinsam mehr erreichen können!
- Ungebrochen solidarisch: Damit die Klima- und Energiewende zum Erfolg wird!
- Ungebrochen solidarisch: Damit die Beschäftigten den Wandel mitgestalten können!
- Ungebrochen solidarisch: Damit die Krise nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird!
- Ungebrochen solidarisch: Damit wir in eine friedliche und sichere Zukunft blicken können!
Dafür kämpfen wir – am 1. Mai und an jedem anderen Tag im Jahr.
Übernommen (Auszug) von www.dgb.de
Veröffentlicht am 01.05.2023
Pragmatismus statt ideologischem Drahtseilakt
Berlin, Hauptstadt Deutschlands und eines der 16 Bundesländer, gilt als (fast) unregierbar. Die attraktive Stadt zieht Scharen von Besuchern aus aller Welt an - wird aber mit den Alltagsproblemen einfach nicht fertig. Die bisherige Regierende Bürgermeisterin (Ministerpräsidentin) Franziska Giffey hat zwar die letzte Wahl hauchdünn vor den Grünen gewonnen und hätte in der bisherigen rot-rot-grünen Koalition weitermachen können wie bisher, hat sie aber nicht. Die aufgestauten Differenzen mit der Chefin der Grünen gelten als unüberbrückbar. Aber auch die Berliner SPD gilt parteiintern nicht gerade als reformfreudig. Giffey, auch Landesvorsitzende, hat daher zu einer erstaunlichen Gratwanderung angesetzt. Sie verzichtet auf ihr Amt und will als Juniorpartner der CDU die Sozialdemokraten aus der Lethargie herausholen, um dann bei der nächsten Wahl, so ihre Vorstellung, wieder als Sieger das Rote Rathaus zu übernehmen. Die Berliner SPD-Mitglieder haben, viele mit der Faust in der Tasche, mit knapper Mehrheit diesen Drahtseilakt bestätigt. Berlin war, wie NRW auch, viele Jahrzehnte Hochburg der SPD. Schnee von gestern. Der Niedergang hier ist aber für die Bundespartei deutlich schmerzhafter als in der Hauptstadt. Neben der inhaltlichen Unschärfe kommt noch das personelle Vakuum in Düsseldorf dazu. Ohne charismatischen Trainer wird sich die Sozi-Mannschaft nicht aus dem unteren Tabellendrittel herauskämpfen. Gespannt und erwartungsvoll lassen wir unseren SPD-Basisblick nun von Berlin nach Düsseldorf schweifen.
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 29.04.2023