Interessante Menschen - Spannende Geschichten - Glänzende Fotos
Dorsten ist eine liebens- und lebenswerte Stadt mit rund 75.000 Einwohnern. Darunter sind einige, die „man“, insbesondere durch veröffentlichte Medien, bereits kennt. Andere, die durch ihren Beruf, ihre Berufung oder ihr Hobby überwiegend im Schatten der Öffentlichkeit stehen, werden in einem neuen „Bilder“Buch, das den selbsterklärenden Titel DorstenMomente trägt, von Edelgard Moers als Herausgeberin sowie ihrem Ehemann Jürgen Moers, der die fantastischen Portraitsaufnahmen "geschossen" hat, vorgestellt. Und genau nun beginnt die Überraschung. Es sind Menschen, die beeindrucken. Ihre Geschichten regen zum Nachdenken und Nachmachen an. Sie, die vorgestellten Protagonisten, können sogar als Vorbilder für unsere Stadt- und Landbevölkerung dienen, um in der Folge den eigenen Lebensmittelpunkt zu bereichern und selbst davon zu profitieren. Da beeindruckt Klaus Alte-Teigeler, der zufällig ein australisches Ureinwohner-Musikinstrument kennenlernt und selbst zum Musiker wird. Oder Eva Paulus, die als Clown Kinderherzen besonders in Krankenzimmern höher schlagen lässt. Eine Zahnärztin, die im Urlaub in Nepal praktische Gesundheits- und Entwicklungshilfe leistet, bleibt ebenso in Erinnerung wie die 5 Wulfener, die Schulkindern in Malawi (Afrika) bessere Startchancen durch ihr Engagement ebnen. Die hier vorgestellte Auswahl soll den Leser neugierig machen. Neugierig auf ein besonderes Dorsten-Buch, das zeigt, wie bunt, vielfältig und interessant die Lippestadt wirklich ist.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 14.06.2023
Der große Wurf bleibt aus
Die Radwege entlang der Lembecker- und Erler Straße sind in weiten Teilbereichen eine Katastrophe. Nicht nur, dass sie im Verlaufe von knapp 3 Kilometern mehrfach die Seite wechseln, auch die Fahrbahndecke und die Breite lassen zu wünschen übrig. Katastrophe darf hier auch mit fehlender Verkehrssicherheit übersetzt werden. Gut, dass sich die Rhader Parteien und das Bürgerforum seit langem bemühen, diesen Zustand zu ändern. Der Landrat und seine Kreisbehörde selbst haben zugesagt, sich kümmern zu wollen. Nun das erste Ergebnis. Eine Fahrbahnsanierung im äußersten Westen Rhades. Um die dazugehörige irritierende Pressemitteilung nachvollziehen zu können, ist neben Ortskenntnis auch eine Landkarte notwendig. Der Verwaltung, dem Stadtrat, den Parteien und dem Bürgerforum ist dringend zu empfehlen, mit dem Kreis einen verbindlichen Um- und Ausbauzeitplan zu vereinbaren, der die eingangs erwähnte Gesamtstrecke vom Schlehenweg im Westen bis Hünengrab im Osten berücksichtigt. So bleibt es bei Absichtserklärungen und kleinen Sanierungsmaßnahmen, die schnell dazu führen, den Gesamtzusammenhang aus den Augen verlieren.
Veröffentlicht am 13.06.2023
Dorstener SPD-Stadtratsfraktion beschließt einstimmig verabredeten Wechsel an der Spitze
Bei der letzten Kommunalwahl hat die SPD Federn lassen müssen. Um Kontinuität bemüht, sollte aber Friedhelm Fragemann, der vorhatte nicht mehr als Fraktionsvorsitzender zu fungieren, nochmals in der ersten Hälfte der Legislaturperiode „den Karren ziehen“. Verabredet wurde jedoch, dass Dirk Groß „nach der Halbzeit“, die Kapitänsbinde übernimmt. Nun ist es soweit. Einstimmig wurde die Verabredung bestätigt und umgesetzt. Dirk Groß ist nun Vorsitzender der 8 Sozialdemokraten und wird mit Friedhelm Fragemann als Stellvertreter weiterhin wichtige sozialdemokratische Impulse in Richtung Verwaltung, Stadtrat und Öffentlichkeit senden. Dirk Groß ist ein erfahrener Kommunalpolitiker mit sehr breit gefächerter Verwaltungserfahrung. Somit ist weiter gewährleistet, dass der SPD zugehört wird, wenn sie ihre Zukunftsinitiativen für die Lippestadt präsentiert. Die Rhader SPD freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Fraktionsvorsitzenden und dankt parallel Friedhelm Fragemann für sein bisheriges Engagement, das weiter Bestand haben wird.
Veröffentlicht am 12.06.2023
Wahlverhalten könnte auf fehlende Wertschätzung deuten
Ungläubig blicken wir auf das aktuelle Wahlergebnis in der Türkei. Ungläubig blicken wir auch in die neuen Bundesländer und auf die dortigen aktuellen Wahlumfragen. Ein türkischer Autokrat wird wiedergewählt, weil die in Deutschland lebenden Türken ihn mit großer Mehrheit „lieben“. In den neuen Bundesländern deuten Umfragen darauf hin, dass bei den nächsten Wahlen die Mehrheit der dort lebenden Deutschen eine Partei am äußersten rechten Rand wählen könnte. Warum tun die das? Warum wählen Türken, die hier leben, integriert sind und alle Vorzüge der liberalen Demokratie schätzen und nutzen, einen Politiker, der in seinem Land Menschen jahrelang einsperrt, weil sie anders denken? Warum wählen Deutsche, die 1989 halfen, die undemokratische DDR zu beseitigen, in großer Zahl eine Partei, die die verfassungsgemäße Demokratie so buchstabiert, dass Minderheitenschutz nicht stattfindet und nationale, fast vergessene Töne laut vernehmbar sind? Ist es ein gepflegter Minderwertigkeitskomplex? Ist es Provokation gegen die da oben? Vielleicht trifft der Begriff „unzureichende Wertschätzung“ am ehesten zu. Wahr ist nämlich, das „der Türke“und „der Ossi“ bei uns „im Westen“ nach wie vor einen zarten Negativreflex auslösen. Und genau hier setzen der Autokrat in Ankara und die Rechtsaußenpartei in Deutschland an. Beide umgarnen die genannten Wählergruppen mit besonderer Aufmerksamkeit. Dabei verstärken sie geschickt das Gefühl, nicht genügend beachtet, also wertgeschätzt zu werden. Vielleicht aus unserer Sicht ein Grund, das irritierende Wahlverhalten etwas zu verstehen. Eine Lösung des Problems ist das nicht.
Wochenendgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 10.06.2023
Ein vergessenes Areal stadtplanerisch ins Auge fassen
Es gibt Bereiche in der Lippestadt, die Vorzeigecharakter haben. Daneben fallen dem, der mit offenen Augen die Stadt betrachtet, aber auch Areale auf, die scheinbar aus Sicht der Stadtentwicklung vergessen wurden. Daran erinnert jetzt die SPD-Fraktion im Dorstener Stadtrat und nennt das Gelände östlich der B224 (Borkener Straße) rund um die Schiffbauerstraße. Die infrage kommende unbefestigte Fläche wird seit Jahren völlig ungeordnet zum Parken genutzt. Statt dessen, so die Sozialdemokraten im Stadtrat, sollte sie punktuell so bebaut und begrünt werden, ohne ein geordnetes Parken völlig auszuschließen. Ein Aspekt muss dabei auf jeden Fall erfüllt sein - nämlich die wertvolle ökologische Öffnung zur Kanalzone. Die SPD erinnert daran, dass diese Idee nicht neu sei, sondern bereits bei den Ideensammlungen „Brücken schlagen“ und „Wir machen Mitte“ genannt wurden. Um ein auch finanziell tragbares Konzept zu stemmen, wird von der SPD vorgeschlagen, Investoren ins Boot zu holen und die Planung extern zu vergeben. Gespannt wartet jetzt die Öffentlichkeit darauf, wie die Verwaltung und der Stadtrat die neuerliche Stadtentwicklungsinitiative der Sozialdemokraten behandelt. Dass Lippe- und Kanaluferzonen spannende öffentliche Begegnungsareale für Dorsten sein können, wurde durch die Projekte von Marion Taube (Stadtkrone- und Lippe-Polder-Park) und nachhaltig bewiesen.
Quelle: SPD-Fraktion Dorsten, Vors. Friedhelm Fragemann
Veröffentlicht am 09.06.2023