Christina Römer, Achim Schrecklein und Friedhelm Fragemann werben für unser Grundgesetz. Kommunalpolitik Dorsten-Rhade: Werbung für das Grundgesetz

Stadtratsfraktionen gehen auf Bürger zu - Resonanz steigerungsfähig

Die jährlich stattfindenden Dorstener Tage des Grundgesetzes fanden am Pfingstsamstag ihren Abschluss vor dem Einkaufszentrum in Rhade. Nach mehreren Diskussionsveranstaltungen in der gesamten Stadt, trafen sich in Rhade, auf Anregung der SPD-Fraktion, die Dorstener Ratsvertreter  außerhalb geschlossener Räume, um die Distanz zu den Bürgern zu verringern. Eine gute Idee, die aber nur von der SPD- und Grünenfraktion umgesetzt wurde. Erstaunlich, dass besonders die CDU fehlte, die aktuell fordert, einen festen Gedenktag für das Grundgesetz jeweils am 23. Mai bundesweit einzurichten. Die aktiven Ratsmitglieder vor Ort, von einem Bürger ausdrücklich wegen ihres Engagements für die Allgemeinheit gelobt, zogen ein differenziertes Fazit der Aktion. Ja, es gab einzelne Gespräche, aber ein breites Interesse über den Wert unseres Grundgesetzes zu reden, konnte nicht festgestellt werden. Das heißt aber nicht, künftig auf diese Aktivitäten zu verzichten. Im Gegenteil, so eine Anregung von außen: „Bietet den 11 Stadtteilforen an, künftig auch dort in Kurzfassung über das Grundgesetz zu informieren und Fragen zu beantworten“.

Rhader Erkenntnisse zur Stadtaktion „Demokratie! Etwas für Dich?!“

Veröffentlicht am 31.05.2023

 

Allgemein Wir trauern um Bernhard Pierick

Rhade, das Gasthaus und Bernhard Pierick gehörten zusammen. Nun ist Bernhard gestorben. Die Lücke die er hinterlässt ist gewaltig. Die Rhader SPD tagte seit 1972 mindestens einmal im Monat in seiner Gaststätte. Er war es, der uns nicht nur als Gastgeber diente, sondern ein Partner für unsere vielfältigen Aktivitäten wurde. Wir haben in seiner Gaststube getagt und gefeiert. Wir haben Bürgerversammlungen und sozialdemokratische Parteitage im großen Saal durchgeführt. Immer stand er uns mit organisatorischem Rat und zupackender Tat zur Seite. Dankbar blicken wir auf diese Partner- und Freundschaft zurück. Wir werden Bernhard Pierick nicht vergessen. Wir von der Rhader SPD.

Veröffentlicht am 30.05.2023

 

Bundespolitik „Die Aktionen der Letzten Generation sind bekloppt“ - sagt unser Kanzler Olaf Scholz (SPD)

Darf er das?

Ja, er darf auch mal so deutlich reden, wenn er von Schülern nach seiner Meinung zu den Klebeaktionen der Umweltaktivisten gefragt wird. Übrigens sind 3/4 aller deutschen Bürger dieser Meinung. Olaf Scholz, dem man bei Interviews zusehen kann wie er in der Regel um die richtigen Worte ringt um nicht anzuecken, hat Klartext geredet. Er hat den Begriff „bekloppt“ sicherlich nicht zufällig gewählt, um von seinen jungen Zuhörern verstanden zu werden. Ein Jargon, der sicherlich von ihm nicht vor Wirtschaftsbossen oder auf Kirchentagen benutzt würde. Dort würde er vielleicht sagen, dass er überhaupt kein Verständnis für die Aktionen hat, weil sie weder dem Klima nützen, noch von der Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert werden. Auch das ist zu verstehen. Dennoch tut es richtig gut, wenn mal ein Politiker da ganz oben so spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Und der letzten Generation ist dringend zu raten, bei ihren Aktionen abzurüsten. Ihre Empörung darüber, dass Olaf Scholz sie, die gesetzwidrigen Aktivitäten, für bekloppt hält, wirken seltsam künstlich und kleinkariert. Wer austeilt, muss verbalen Gegenwind im Rahmen der demokratischen Spielregeln auch aushalten. 

Ein Rhader Pfingstkommentar, der hoffentlich kleben bleibt

Veröffentlicht am 28.05.2023

 

Gesellschaft Dorsten unterm Hakenkreuz - Das örtliche (Ver)Schweigen und Verdrängen dauerte 37 Jahre (Teil 2)

Gestern vor 40 Jahren wurde der Grauschleier der Stadtgeschichte beiseite geschoben (Fortsetzung des gestrigen Berichts)

Die Dokumentation

Zurück zur Präsentation des Dokumentierten. Jetzt wurde den Besuchern klar, dass die Forschungsgruppe nicht anklagen, sondern aufklären wollte. Jetzt erhellten sich einige Gesichter, obwohl sie vor Scham eigentlich die Farbe hätten wechseln müssen.

Der Erfolg der Geschichtsarbeit ist auch an dem verkauften ersten Band von „Dorsten unterm Hakenkreuz“ abzulesen. Eine zweite Auflage musste gedruckt werden. Auch sie ist, wie die weiteren vier Bände, die in den Jahren 1984 bis 1987 erschienen, komplett vergriffen. Die Forschungsgruppe wuchs, das anfängliche Misstrauen gegenüber dem Redakteur Stegemann und dem Ratsvertreter Hartwich und ihrer Forschungsarbeit schwand. Dass in der Folge der Bürger-Recherchen das Jüdische Museum Westfalen in unserer Stadt durch den damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau eröffnet wurde, ahnte im Mai 1983, also heute vor 40 Jahren, keiner der Akteure der ersten Stunde. Sie betrachten mit Genugtuung und Dankbarkeit, dass der Stein, den sie 1983 ins Wasser geworfen haben, immer noch Wellen schlägt. 

Die Hoffnung

„Wir hoffen, dass die Nazi-Opfer, hier und da, nie vergessen werden und wünschen, dass starke demokratische Strukturen mörderische Ideologien bereits im Anfangsstadium ins Abseits verweisen“, so abschließend Wolf Stegemann und Dirk Hartwich gegenüber der Dorstener Zeitung.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung erinnerten Wolf Stegemann und Dirk Hartwich an das dunkelste Kapitel der Dorstener Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert

Nachsatz 1: Auf der Internetseite www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de können viele Texte der vergriffenen Bände 1 bis 5 nachgelesen werden.

Nachsatz 2: Im nächsten Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten wird unter der Überschrift „Nicht das Erinnern, das Vergessen ist die Gefahr“, ein umfassender Aufsatz von Dirk Hartwich veröffentlicht.

Veröffentlicht am 27.05.2023

 

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