Ortsverein Wohin gehst du - SPD-Rhade?

Aktuelle Überlegungen zur Organisationsreform

Ist es noch eine Reform, oder doch schon eine kleine lokale Revolution? Die Rhader Sozialdemokraten haben 50 Jahre lang die kommunalpolitische Landschaft in Rhade aufgemischt und auch in Dorsten dauerhaft Zeichen gesetzt. Nun schlägt der Demografiewandel auch hier richtig zu. Die sozialdemokratische Idee ist und bleibt jung, die Akteure zur Umsetzung sind älter geworden. Um aber das soziale Gewissen dauerhaft vor Ort zu bleiben, werden zur Zeit  sozialdemokratische Organisationsänderungen für den Norden der Lippestadt intensiv diskutiert. Aus Rhade, Wulfen und Deuten könnte ein neuer Ortsverein Dorsten-Nord entstehen. Könnte! Noch sind keine verbindlichen Beschlüsse gefasst. Noch handelt es sich um Absichtserklärungen. Aber die Debatte ist im Fluss. Wichtig ist den Rhader SPD-Mitgliedern, sollte es eine neue Organisationsstruktur geben, dass sie im Ort weiter präsent und erkennbar bleiben. Warum die Rhader SPD, die parteiübergreifend seit über 50 Jahren beispielhaft und kontinuierlich beste Parteiarbeit mit praktizierter Bürgernähe vorgelebt hat, zu wenig junge Menschen an sich binden konnte, bleibt eine Frage ohne befriedigende Antwort. 

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 25.03.2023

 

Allgemein In eigener Sache

Rhader SPD-Internetseite ist viel mehr als gewöhnliche Parteiwerbung

Gewöhnlich kann jeder. Wir setzen auf ungewöhnlich, täglich interessant und abwechslungsreich. Wir, das sind die Rhader Sozialdemokraten. Seit 1969, also seit 54 Jahren vor Ort aktiv. Unser Anspruch war immer: Tue Gutes und sprich darüber. Monatliche Treffen, regelmäßige Bürgerversammlungen, beste Zusammenarbeit mit der Lokalpresse, so präsentierte sich der SPD-Ortsverein über viele Jahre. Nicht zu vergessen die Stadtteilzeitung „SPD-Nachrichten für Rhade“, die selbst produziert, anschließend von fleißigen und überaus engagierten Mitgliedern an alle Haushalte verteilt wurde. Insgesamt 120 Ausgaben in den Jahren 1970 bis 2010. Danach stellten wir auf das Internet um. Diese Seite existiert seit über 12 Jahren. Tatsächlich werden fast täglich (!) neue Artikel präsentiert. Über 100 Leser täglich sind Beweis, dass wir nichts falsch machen. Das Besondere ist, dass wir nicht nur schreiben, warum die SPD das Beste in der bunten Parteienlandschaft ist, sondern auch über Bereiche informieren, die den aufmerksamen Zeitgenossen interessieren könnten. Ob Bücher, die wir für Sie gelesen haben, ob Kulturveranstaltungen, die wir für Sie besucht haben, ob Informationen über Selbsthilfegruppen oder Obdachlosenunterstützung - wir haben keine Scheuklappen und werben so für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt, der keinen Menschen ausschließt. Mehr Sozialdemokratie geht dann doch nicht. Empfehlen Sie uns bitte weiter.

www.spd-rhade.de

Veröffentlicht am 24.03.2023

 

Allgemein „FREIHEIT UND LEBEN KANN MAN UNS NEHMEN, DIE EHRE NICHT“

Am 23. März 1933 stimmt nur die SPD gegen das Ermächtigungsgesetz

März 1933. Adolf Hitler ist seit 4 Wochen Reichskanzler. Die Demokratie ist faktisch schon abgeschafft. Tausende Andersdenkende sind inhaftiert. Damit die NSDAP allein regieren kann, soll der Reichstag das sogenannte Ermächtigungsgesetz beschließen. Dazu ist eine 2/3-Mehrheit erforderlich. Die NSDAP ist auf die Stimmen der anderen Parteien angewiesen. Die Atmosphäre in der Kroll-Oper, der Reichstag war erst wenige Tage vorher abgebrannt, ist beklemmend. Die kommunistischen Abgeordneten wurden zuvor komplett inhaftiert, von den SPD-Parlamentariern wurden nicht wenige von SA und SS an der Abstimmung gehindert. Der SPD-Vorsitzende Otto Wels hält dann die letzte freie Rede, die knapp 15 Minuten dauert. Er prophezeit der Regierung, dass sie mit ihrer Politik der Gewalt scheitern wird. „Kein Ermächtigungsgesetz gibt ihnen die Macht, die Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten.“ Und dann der Satz der Geschichte geschrieben hat und der noch heute den Hörer des 90 Jahren alten Tondokuments, emotional tief berührt. Otto Wels ruft den Nazis im Namen der deutschen Sozialdemokraten zu: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!“ Dann wird abgestimmt. Die SPD stimmt als einzige Partei einstimmig gegen das Ermächtigungsgesetz. Gegen die NSDAP! Gegen Adolf Hitler! Mit JA stimmen die Abgeordneten der NSDAP, des Zentrums, der Liberalen Deutschen Staatspartei, der Bayerischen Volkspartei. 444 Ja-Stimmen stehen 94 Nein-Stimmen der SPD entgegen. Übrigens hat auch Theodor Heuss, nach dem Krieg erster Bundespräsident, dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt.

Eigener Rhader Text auf Grundlage der ZEIT-Dokumentation vom 1. Dez. 2022

Veröffentlicht am 22.03.2023

 

Presse Es war einmal …

Presselandschaft Dorsten leidet an Schwindsucht

Konkurrenz belebt das Geschäft. Dieser Grundsatz galt viele Jahre für für die örtliche Presse. Wer etwas wissen wollte, was sich in Dorsten tut, konnte zwischen zwei Tageszeitungen wählen. Die Redaktionen übertrafen sich mit eigenen Recherchen über die Lippestadt, die Verwaltung, den Stadtrat und die Parteien. Die Redakteure hatten immer ein offenes Ohr, verabscheuten Hofberichterstattung, blickten in die Stadtteile und überraschten mit spannenden Reportagen und Berichten. Selbst der Stadtspiegel, nur einmal wöchentlich im Blickpunkt, trug zur breiten Meinungsbildung bei. Das alles ist Geschichte. Nur noch eine Tageszeitung und der Stadtspiegel so reduziert, dass er komplett als „Werbeblättchen“ eingestuft werden kann. Monatliche Druckerzeugnisse wie Lokallust und dorsten.live, sind zwar interessant, können aber nicht als Ersatz für die vom Markt verschwundenen Printmedien dienen. Dorsten ist so ärmer geworden. Und die sogenannten sozialen Netzwerke überzeugen nur mit Schnelligkeit, ansonsten mit überwiegender Inhaltsleere. Dennoch gibt es Möglichkeiten, in das gesellschaftspolitische Dorstener Leben tiefer hineinzuschauen. Da gibt es stadtteilbezogene Internetseiten, z. B. www.spd-rhade.de, die mit Kreativität versuchen, die vorhandenen Lücken zu schließen. Sie alle ersetzen aber nicht professionellen Journalismus, der in der Regel von unabhängigen Printmedien tagesaktuell, allmorgendlich ins Haus geliefert wird.

Ein Rhader Plädoyer für die Tageszeitungen

Veröffentlicht am 21.03.2023

 

Gesellschaft Inflation macht uns alle ärmer

Preissprünge sind häufig nicht nachzuvollziehen

Die Bundesregierung versucht seit Monaten mit diversen Entlastungspaketen die hohe Inflation auszugleichen. Das ist der sozialdemokratisch geführten Regierung hoch anzurechnen. Dennoch klafft weiter eine erhebliche Lücke zwischen der Preis- und Lohnentwicklung. Während sich die Löhne und Renten in der Regel 12 Monate lang nicht bewegen, springen viele Preise unerklärlich, sogar mehrfach am Tag, auf steigendem Niveau, hin und her. Der regelmäßige Blick auf die elektronisch gesteuerten Tankstellen-Anzeigetafeln gibt immer wieder Rätsel auf. Wechseln wir vom Erdölprodukt zum Lebensmittel. Plötzlich ist Butter ein Schnäppchen im Supermarkt. Oder Kaffee. Gestern noch ein Hochpreis-Produkt, heute deutlich fallend im Preis. Butter und Kaffee sind sogenannte Eckprodukte im Lebensmittelhandel. Die Strategie, hier mit wenigen spektakulär niedrigen Preisen die Kunden zum Großeinkauf in das Geschäft zu locken, geht immer auf. Beim Kaffee gibt es, neben dem Discounter, noch einen Gewinner - den Bund. Er erhebt nämlich eine Kaffeesteuer in Höhe von 2,19 Euro je Kilo Röstkaffee und 4,78 Euro für 1 Kilo löslichen Kaffee. Das spült im Jahr eine Milliarde Euro in die Bundeskasse. Die Verbraucher haben nur die Möglichkeit, die negative Differenz zwischen Inflationsrate und eigenem Einkommen durch diszipliniertes Einkaufen zu verringern. Die SPD, muss „steuernd“, im wahrsten Sinne des Wortes, in die „freie“ Marktwirtschaft eingreifen, um sie als soziale Marktwirtschaft zu erhalten.

Ein Rhader Blick in die Haushaltskasse

Veröffentlicht am 20.03.2023

 

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