Nach der Analyse muss sich vieles ändern
Wer die fünf Säulen der NRW-SPD-Wahlanalyse auf sich wirken lässt, kann nur zustimmen. Die Erkenntnisse müssen jetzt aber auch umgesetzt werden. Das wird aber nur gelingen, wenn in allen Wahlkreisen die Landes-SPD sichtbar ist. Auch in denen, die von der Partei-Konkurrenz gewonnen wurden. Dorsten und Rhade sind gute Beispiele. Seit Michael Hübner nicht mehr im Landtag vertreten ist, scheint Landespolitik in der Lippestadt nicht mehr stattzufinden. Die Anregung aus Rhade an den Vorsitzenden Thomas Kutschaty lautet: Gewählte SPD-Abgeordnete müssen auch in diesen „unbesetzten“ Wahlkreisen präsent sein.
Veröffentlicht am 08.02.2023
Veröffentlicht am 06.02.2023
Die offenen Glasfaserbaustellen
Um Daten blitzschnell digital senden und empfangen zu können, wurden überall in Rhade Glasfaserkabel verlegt. Das Unternehmen, das für die Verlegung verantwortlich ist und mit dem Betrieb gutes Geld verdient, hat unübersehbare Spuren hinterlassen. Das Versprechen, die nötigen Baustellen so zu verlassen wie sie vorgefunden wurden, kann als gebrochen bezeichnet werden. Wer nicht mit offenen Augen durch Rhade geht oder mit dem Fahrrad fährt, stolpert hier und da über abgesenkte Pflastersteine und seit Jahren über nicht ordnungsgemäß geschlossene Bitumendecken. Warum unsere Verwaltung es nicht schafft, den Verursacher der Schäden haftbar zu machen, ist unverständlich. Immerhin geht es um städtisches, also unser Eigentum. Beispielhaft zeigt das Foto eine Glasfaserschaltstation im Kreuzungsbereich Stuvenberg/Mainstraße/Kalter Bach. Der Bauzaun hat seit Jahren keinerlei Bedeutung mehr. Dafür ist die angrenzende städtische Spielfläche bis heute eingeschränkt. Mehrere Hinweise über diesen Missstand, aus Rhade über schnelle Glasfaserkabel ins Rathaus Dorsten gesendet, scheinen dort nicht angekommen zu sein. Der Buchtitel, „Aus dem Tagebuch einer Schnecke“, von Günter Grass, könnte auch als Überschrift der Baustellenprotokolle zwischen dem Investor und unserer Stadt stehen.
Ein kritischer Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 06.02.2023
Die Software ChatGPT ist in aller Munde. Du fragst - und erhältst in Sekundenschnelle eine schriftliche Antwort. Ob Pressetexte, Schularbeiten, Gedichtinterpretationen oder Personenportraits, das Ergebnis überrascht und irritiert gleichermaßen. Fehler inbegriffen. Der Rhader Selbstversuch am 1. Februar 2023:
- Frage: Kannst du etwas über Dorsten-Rhade mitteilen?
- ChatGPT: Guten Tag, ich kann dir etwas über Dorsten-Rhade erzählen. Dorsten-Rhade ist eine kleine Gemeinde im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen. Es liegt an der Lippe, nördlich von Dinslaken und südlich von Schermbeck. Es hat etwa 5000 Einwohner, die hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig sind.
- Frage: Kennst du die SPD in Rhade?
- ChatGPT: Ja, die SPD in Rhade ist eine sehr aktive Partei und nimmt regelmäßig an Wahlen teil. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Dorsten-Rhade und den umliegenden Gemeinden zu leisten.
- Frage: Kennst du Dirk Hartwich in Rhade?
- ChatGPT: Ja, ich kenne Dirk Hartwich in Rhade. Er ist Mitglied im Rat der Stadt Dorsten-Rhade und Vorsitzender der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.
Die offensichtlichen Fehler mal beiseite geschoben. KI ist die nächste Stufe einer technischen Revolution. Wir werden lernen müssen, damit umzugehen. Alle Texte auf www.spd-rhade.de sind (noch) selbstgeschrieben. Änderungen nicht ausgeschlossen, aber dann gekennzeichnet. Wie im o. a. Beispiel.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 05.02.2023
50 Jahre SPD Rhade - 50 Jahre „Mehr Demokratie wagen“
1969 gründet sich der SPD Ortsverein Rhade. Im selben Jahr wird Gustav Heinemann erster sozialdemokratischer Bundespräsident und Willy Brandt Bundekanzler der Republik. Eine Zeitenwende ist eingeläutet. Fortan konnte die SPD nicht mehr länger als Handlanger Moskaus und als vaterlandslose Gesellen diffamiert werden (Adenauer Ära). Ins kollektive Gedächtnis haben sich zwei markante Sätze eingebrannt: „Nicht der Krieg ist der Ernstfall, sondern der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben“ (Heinemann) und: „Mehr Demokratie wagen“ (Brandt).Für den Ortsverein Rhade und seine Mitglieder war dies in einem schwierigen Umfeld Orientierung und Verpflichtung. Ich kenne keine Gliederung der SPD in Dorsten und Umgebung, die diesem Anspruch so gerecht geworden ist: Bürgernah, intelligent, spontan, kreativ, überzeugend, offen und fair gegenüber den Andersdenkenden. Einen Ortsteil gestalten, zum Wohl aller Menschen in Dorsten. Dafür setzten sich die Mitglieder in ihrer 50 jährigen Geschichte ein und dafür engagieren sie sich auch heute: für Handwerk und eine umweltschonende Landwirtschaft, für Kindergärten und Schule, für eine Rahmenverkehrsplanung und ein orteilverbindendes Radwegenetz, für Mitsprache und Mitwirkung, für die Teilhabe aller Bevölkerungsschichten an Bildung und Kultur. Herzlichen Glückwunsch und Glück Auf !
Dr. Hans Udo Schneider
Veröffentlicht am 04.02.2023