Wahlen Wahlplakate - Eine Dorstener Partei schafft es damit regelmäßig in die Schlagzeilen der Tageszeitung

Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen angeblicher Zerstörungen

Wahlplakate haben in erster Linie den Zweck, auf den Wahltermin aufmerksam zu machen. Politische Inhalte werden bis zur Unkenntlichkeit und Austauschbarkeit verkürzt. Das Foto einer Kandidatin oder eines Kandidaten gehört in die Kategorie Sympathiewerbung. Natürlich versuchen alle Parteien auch die örtliche Presse auf das eigene Produkt aufmerksam zu machen, um so eine kostenlose Zusatzwerbung einzufahren. Da der Inhalt, wie bereits ausgeführt, überwiegend unspektakulär ist, reagiert die Tageszeitung verständlicherweise mit Ignorieren. Alle Parteien kennen das Ärgernis, dass Plakate verunstaltet, manchmal sogar zerstört werden. Eine Partei, am rechten Rand angesiedelt, hat daraus eine „Geschäftsidee“ gemacht. Regelmäßig klagt sie über Vandalismus gegenüber ihren Produkten. Und die Tageszeitung springt nicht selten darauf an. Nicht nur mit einer Notiz, sondern häufig sogar mit längeren Beiträgen, manchmal flankiert von einem Kommentar. Mehr Aufmerksamkeit geht gar nicht. Zweifel überkommen den kritischen Zeitungsleser, ob die wiederkehrende und vor Selbstmitleid triefende Klage der rechten Partei verdient, so in der Lokalberichterstattung hervorgehoben zu werden.

Ein Zwischenruf eines Rhader Zeitungslesers

Veröffentlicht am 02.05.2022

 

Das offizielle DGB Logo zum 1. Mai 2022 Gesellschaft Der 1. Mai - Ein ganz besonderer Feiertag

Wie er begann - wie er sich entwickelte - was er uns heute sagt oder sagen sollte

Als Tag der Arbeit ist er in unserem Bewusstsein. Der 1. Mai. Vor 136 Jahren, also 1886, demonstrierten amerikanische Arbeiter für die Einführung des 8-Stunden-Arbeitstages.  Die Streiks endeten in gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Arbeitern und der Polizei. Die 8-Stunden-Forderung fand nach und nach Anhänger auf der ganzen Welt. In Deutschland waren es insbesondere die Sozialdemokraten, die bereits 1919 den 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag erklärt haben wollten. Der Widerstand und die Ablehnung der Konservativen war ihnen sicher. Die Nazis nutzen die Gunst der Stunde, erklärten den 1. Mai zum Tag der nationalen Arbeit und Feiertag, um die Sympathie der Arbeiter zu gewinnen. Dass die NSDAP danach sofort die Gewerkschaftshäuser gestürmt und das Vermögen beschlagnahmt hat, gehört zur geschichtlichen Wahrheit dazu. Es folgten nach 1945 viele Maifeiern mit hochpolitischen Inhalten. Die Gewerkschaften waren sehr erfolgreich, um die sozialen Bedingungen der abhängig Beschäftigten zu verbessern. Die SPD war fest an der Seite der Gewerkschaften. In der DDR erhielt der 1. Mai den Zusatz „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“. Heute ist der 1. Mai für viele ein Feiertag wie jeder andere. Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB versucht alljährlich gegenzusteuern. In diesem Jahr lautet der Slogan: GeMAInsam Zukunft gestalten. Ein Wortspiel, um uns alle daran zu erinnern, gemeinsam verantwortlich für das zu sein, was vor uns und unseren Kindern liegt. Die Rhader SPD erklärt sich mit den Zielen des DGB uneingeschränkt solidarisch.

Rhader Sonntagsgedanken

Veröffentlicht am 01.05.2022

 

Stadtentwicklung Regionalverband Ruhr (RVR) sorgt für Irritationen in Dorsten

Verbindliche Planungsgrundlagen künftig wertlos?

Wer in einer Stadt als Unternehmer oder privat investieren will war immer gut beraten, zuerst den Flächennutzungsplan und die damit korrespondierenden Detailpläne zu studieren. Das „Haltbarkeitsdatum“ eines Flächennutzungsplan beträgt rund 25 Jahre. Hier kann der Suchende auf einen Blick erkennen, wo sich landschaftliche Schutzzonen befinden, Gewerbegebiete geplant sind oder Wohnflächen entstehen können. Bisher galten diese wichtigen Informationen auch als wesentliche und verbindliche Standortfaktoren. Jetzt stellt der RVR als übergeordnete Behörde diese Verbindlichkeit und Planungssicherheit in Frage. Die Stadt Dorsten und Teile der Ratsfraktionen laufen dagegen Sturm und fordern den RVR zur Rückkehr und Anerkennung bereits getroffener und genehmigter Entscheidungen auf. Neben der plötzlich gestrichenen Ausweisung von Wohnflächen ist besonders zu kritisieren, dass die Dorstener Bergehalde, nicht wie in allen terminierten Planungen festgeschrieben als sogenanntes Landschaftsbauwerk geöffnet werden, sondern in einem großen Teilbereich als Schadstoffdeponie eine neue Funktion erhalten soll. Vertrags- und Vertrauensbruch? Ja, da sind sich SPD, Stadt und Teile des Rates einig.  Notfalls, wenn es „freihändig“ keine Einigung gibt, wird geklagt. So die Dorstener Position, die es verdient, allseits unterstützt zu werden.

Eigener Bericht auf Grundlage des Dorstener Zeitungsartikels „ Forensik, Deponien: Regionalverband stößt im Kreis RE auf Widerstand“ vom 25.04.2022    

Veröffentlicht am 30.04.2022

 

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