Diskussion über Drogeriemarkt kann nur gemeinsam geführt werden
Dass hier das „Rhader Bürgerforum“ die Stimme erhebt, um die Einkaufssituation vor Ort zu verbessern und dass in Lembeck die „Porte“ pro dem eigenen Lebensmittelpunkt votiert, ist wenig überraschend. In beiden Fällen handelt es sich nämlich um ein loses Bürgergremium, das in erster Linie innerhalb der eigenen Ortsgrenzen agiert. Aber genau an diesem Beispiel ist überdeutlich zu erkennen, dass es ohne einen gemeinsamen „Stadtteilausschuss Rhade/Lembeck“, nicht geht. In beiden Dörfern wird zwar von Fall zu Fall eine „künstliche Abneigung“ gepflegt, die aber schon lange nicht mehr zeitgemäß ist. Wenn wir unsere Region stärken wollen, müssen wir über den Dorftellerrand hinausblicken. Die in Dorsten in allen Stadtteilen praktizierte Bürgerbeteiligung ist alternativlos. Sie kommt aber dann an ihre Grenzen, wenn es um gesamtstädtische Entwicklungen geht. Hier muss das Heft des Handelns bei denen liegen, die dafür gewählt wurden. Der Stadtrat und die Fachausschüsse sind gut beraten, zuzuhören, was die Bürger vor Ort zu sagen haben. Und die Bürgerforen müssen "lernen", dass ihr Engagement in erster Linie ZUARBEIT heißt. Das rechtzeitig zu erkennen, schützt vor Enttäuschungen. Damit aber die örtlichen Anregungen nicht ins Leere laufen, wären gewählte Ansprechpartner eine große Unterstützung. Daher sollte bei der nächsten Kommunalwahl für Rhade und Lembeck ein gemeinsamer Unterausschuss des Stadtrates auch zur Abstimmung gestellt werden.
Ein Rhader kommunalpolitischen Plädoyer für unsere Region
Veröffentlicht am 24.03.2022
Der Mannschaft fehlt Teamgeist und Inspiration
Sie waren angetreten, um zu begeistern. Sie versprachen mehr Offensive und das Abstellen von bekannten Fehlern. Dass Anspruch und Wirklichkeit zwei verschiedene Paar Schuhe sind, erkannten die Zuschauer sehr schnell. Sie vergleichen bis heute die Versprechen mit den Ergebnisse und wenden sich enttäuscht ab. Derweil versucht die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung, um die geht es heute, bis zum 15. Mai die bisherigen „Spiele“ schönzureden. Bei der dann anstehenden Landtagswahl will sie so den drohenden Abstieg vermeiden. „Das wäre aber mehr als verdient“, so der SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty. Er und die SPD wollen mit mehr Kondition und einer besseren Taktik, die Unterstützung nicht nur der eigenen Fans, sondern die Gunst aller Bürgerinnen und Bürger in NRW gewinnen. Schwarz-gelb habe alle Vorschusslorbeeren der letzten Wahl verspielt. Dazu zählen beispielhaft die Versprechen, den Verkehrsstau aufzulösen, den Unterrichtsausfall in den Schulen zu minimieren und die Armutsquote zu verringern. Trotz frühzeitiger Pfiffe von den Rängen, war schwarz-gelb nie in der Lage, aus der Defensive herauszukommen. NRW will Spitzenreiter werden. Zeit, die Mannschaft auszutauschen. Am 15. Mai besteht die Gelegenheit dazu.
Exklusiver Bericht aus Rhade über die Mannschaftsbesprechung der NRW-SPD und ihrem Trainer Thomas Kutschaty
Veröffentlicht am 23.03.2022
Veröffentlicht am 22.03.2022
Bürgerforum tagt am nächsten Montag
Mehrfach konnte das örtliche Bürgerforum nicht wie gewohnt stattfinden. Die Corona-Lage diktierte den Zeitplan. Nun aber soll am kommenden Montag ab 19 Uhr im Carlola-Martius-Haus über das Dorfentwicklungskonzept Rhade informiert werden. Es ist auf Grundlage des gültigen Rhader Rahmenplans und vieler Bürgeranregungen zum wiederholten Mal neu „erarbeitet“ worden. Theoretisch soll noch die Möglichkeit bestehen, Ergänzungen vorzutragen und dafür zu werben. Die Rhader SPD hat frühzeitig zusätzliche Vorschläge zur Zukunft Rhades eingereicht. Ob sie bereits im neuen Konzept „verarbeitet“ wurden, ist nicht mitgeteilt worden. Es ist nur eine von mehreren offenen Flanken, die im lang andauernden Planungsprozess kritisch angemerkt wurden. Festzuhalten ist aber, dass es viele gute Einzelanregungen gibt, die aber keinen Gesamtplan erkennen lassen, der alle Rhader Bereiche inhaltlich und zeitlich verzahnt. Dazu gehören u. a: die Verkehrsentwicklung, die Wirtschaftsförderung, ein Kultur- und Weiterbildungskonzept, ein Tourismuskonzept, der Klimaschutz mit Impulsen zur Energiewende, das örtliche Bauwesen, die Sozialbegleitung sowie eine von allen Bürgern zu wählende Vertretung für Rhade als Ergänzung zum Bürgerforum und dem Stadtrat. „Es ist viel zu tun, packen wir es an“, so ein Rhader Insider des kommunalen Geschehens.
Veröffentlicht am 22.03.2022
„Ist Merkel schuld?“ - fragt die Süddeutsche Zeitung (SZ)
In einem sehr informativen Bericht versucht die SZ zu analysieren, ob der Russland-Konflikt mit der Ukraine vorhersehbar, und damit vermeidbar gewesen wäre. In eigenen Worten übernehmen wir einige Argumentationslinien, um besser zu verstehen.
- 2008. Nato-Gipfel in Bukarest. Georgien und die Ukraine sollen Nato-Mitglieder werden. Angela Merkel ist dagegen, stellt aber eine Mitgliedschaft in Aussicht.
- Der Grund: Die ukrainische Regierung nach der orangenen Revolution sei noch nicht gefestigt.
- Völlig überraschend für den Westen greift Russland Georgien an. Hat das NEIN zur Nato-Mitgliedschaft, kurz vorher in Bukarest ausgesprochen, Russland ermuntert, Panzer bis nach Tiflis rollen zu lassen?
- 2012 ist Putin wieder Präsident. Um die Verfassung zu umgehen, hat Medwedew zwischendurch eine Legislaturperiode regiert und als Platzhalter für Putin gedient.
- 2014 kommt es zu Unruhen in der Ukraine/Kiew, weil der Präsident Janukowitsch völlig überraschend das ausgehandelte Assoziierungsabkommen mit der EU doch nicht unterschreiben will.
- Der deutsche Außenminister Steinmeier versucht vor Ort „Rettungsversuche“.
- Keine 24 Stunden später besetzt Russland die Krim.
- Zwei Erklärungsversuche machen im Westen die Runde. Einerseits sei zu wenig Rücksicht auf Putin genommen worden, andererseits war es zu viel Rücksichtnahme.
- Steinmeier spricht für die Bundesregierung, das Ende der Gutgläubigkeit sei erreicht.
- Sanktionen werden gegen Russland verhängt. Parallel wird eine neue Gasleitung (Nord-Stream 2) vereinbart. Der Grund: Der plötzliche Ausstieg aus der Atomenergie muss mit mehr Gaslieferungen kompensiert werden. Offiziell ist es eine privatrechtliche Investition.
- Die Bundesregierung will die Beziehungen zu Russland nicht abreißen lassen. Sie wandelt dabei auf den Spuren Willy Brandts Ostpolitik.
- Das Klima wird trotzdem frostiger. Die Vergiftung von Nawalny 2020, der Tiergartenmord, zuvor die Giftanschläge in England, Hackerangriffe auf den Bundestag, lassen am friedlichen Nebeneinander der westlichen Staaten mit Russland zweifeln.
- Angela Merkel versucht weiter auf Putin mäßigend einzuwirken. Das wird in Deutschland als richtiger Politikansatz gewertet.
- 2022. Putin greift die Ukraine an. Er hat gelogen. Er hat alle Vereinbarungen gebrochen und bis zur Unkenntlichkeit nach seinen Vorstellungen verbogen.
- 2022. Der neue Bundeskanzler heißt Olaf Scholz. Er hat nach dem Überfall auf die Ukraine, keine 100 Tage nach Amtsantritt, eine Zeitenwende gegenüber dem Aggressor Russland ausgerufen.
Eigener Bericht auf Grundlage des SZ-Artikels „Ist Merkel schuld?“ am 19./20. März 2022
Veröffentlicht am 21.03.2022