Das kleine blaue Schild (Einhänger) mit dem Rhader Wappensymbol, weist den Weg. Stadtentwicklung Radspange Rhade - Dorsten (Teil 2)

Fahrradfahrer und Wirtschaftsförderung - zwei Paar ungleiche Schuhe?

Fahrradfahren ist in. Unbekannte Städte und Länder mit dem Fahrrad anzusteuern, gehört zu einem nie für möglich gehaltenen Trend. Alle die, die sich darauf eingestellt haben, verdienen kräftig daran mit. Kommunen, Gastronomen, Hotels, Pensionen, Kultur- und Eventveranstalter und mehr. Also ist die eingangs gestellte Frage eindeutig beantwortet. Wer aber zu spät (städtische Wirtschaftsförderung) kommt, bestraft das (Kaufmanns)Leben. Mit der Rhader Radspange zwischen der Hohe-Mark-, der 100-Schlösserroute, die beide durch Rhade führen und der Römer-Lippe-Route in Dorsten, soll nicht nur ein neuer Radweg angeboten werden, sondern die Dorstener Wirtschaft soll von den Radwanderern profitieren. Da muss aber noch Einiges geschehen, um erfolgreich zu sein.

  1. An beiden Knotenpunkten, in Rhade ist es der Kreuzungsbereich Schlehenweg / Feldstraße, müssen größere Info-Hinweistafeln aufgestellt werden. Neben allgemeinen Informationen, sind Adressen zum Einkehren und Übernachten wesentlich, um zum Bleiben zu motivieren. Der zweite Knotenpunkt an der Römer-Lippe-Route muss in Hervest entsprechend eingerichtet werden.
  2. Die Radspange quert auch Deuten. Eine weitere Infotafel, u. a. mit Gastronomie- und Übernachtungsangeboten würde auch hier zielgenau passen, um Wirtschaftsförderung zu betreiben.
  3. Die Beschilderung der gesamten Radspange muss so ergänzt werden (siehe Teil 1 des Berichts), dass Missverständnisse unmöglich sind.

Fazit: Rhade und Dorsten müssen dem Fahrradfahren mehr Aufmerksamkeit als bisher widmen. Das „zahlt“ sich aus.

Erfahrungen eines Rhader Radwanderers

Veröffentlicht am 05.04.2022

 

Stadtentwicklung Dorsten und die unendliche Geschichte eines Mobilitätsentwicklungsplans

Im April 2022 wird der Startschuss abgefeuert - Planungsphase 2 Jahre - Umsetzung???

Seit Jahren wird in Dorsten darüber diskutiert, wie ein modernes Verkehrskonzept, das alle Teilnehmer gleichberechtigt beteiligt, aussehen müsste. War es „gestern“ die Autofahrersicht, die dominierte, fordern „heute“ Fußgänger, Radfahrer, Rollstuhl- und Rollatoren-Nutzer, Kinder und Senioren, ebenfalls einen sicheren Verkehrsraum für ihre Bedürfnisse. Hinzu kommt der öffentliche Nahverkehr, dem Vorrang gegenüber PKW und LKW eingeräumt werden wird. Das verändert unsere Stadt erheblich. Gut fürs Klima, gut für die Sicherheit, gut für die Gesundheit. Bei dieser unvollständigen Aufzählung wird erkennbar, dass nur eine umfassende Planung flächendeckende positive Ergebnisse bringen kann. „Energielenker“ nennt sich das Fachbüro, das von der Verwaltung nun beauftragt wurde, die Dorstener Mobilitätswende in den nächsten zwei Jahren zu begleiten. Zum Auftakt wird es am 7. April ab 17.30 Uhr eine öffentliche Videoschalte geben, an der auch  interessierte Bürger teilnehmen können. Zwei Jahre Planungsphase, plus Bürgerbeteiligung in allen Stadtteilen, anschließende Behandlung im Stadtrat, dazu eine viel zu dünne Personaldecke im Planungsamt - realistisch und praktisch kann sich bei dieser Zeitrechnung erst 2024/2025 etwas Sichtbares geändert haben. Deprimierend für alle, die bereits vor Jahren Erkenntnisse formuliert und Forderungen gestellt haben. Die Rhader SPD gehört dazu. Weder wurde bis heute das mit Ortskenntnis erarbeitete Rhader Fahrradwegenetz aufgegriffen, noch gibt es einen hauptamtlichen Fahrradbeauftragten für Gesamt-Dorsten. Die verlorene Zeit kann nicht mehr aufgeholt werden.

Ein Zwischenruf aus Rhade in Richtung Rathaus und Stadtrat auf Grundlage eine städtischen Pressemitteilung

Der Zugang zum Zoom-Meeting erfolgt über den Link:

https://us06web.zoom.us/j/85705832266

Meeting-ID: 857 0583 2266

Veröffentlicht am 04.04.2022

 

Gesellschaft Wenn Gutgemeintes in Selbstgerechtigkeit umschlägt

Sonntagsgedanken aus Rhade

Die Entscheidung der neuen Bundesregierung (SPD/GRÜNE/FDP), so schnell wie möglich auf fossile Energien (Öl, Gas, Kohle) zu verzichten, ist dem dramatischen Klimawandel geschuldet. Dass Putins verbrecherischer Krieg in der Ukraine diesen Beschluss beschleunigt, zwingt uns zum Verzicht und zu deutlich höheren Lebenshaltungskosten. Die Klimaschutzbewegung von unten, „Fridays for Future“, hat in diesen Tagen nochmals mit Großdemos daran erinnert, dass unser Klima, trotz der Krieges, keine Kompromisse (mehr) verträgt. Ihr Anliegen verdient die Unterstützung von allen, darf aber nicht in Selbstgerechtigkeit umschlagen. Weder ist die Blockade von Verkehrsachsen gerechtfertigt, um auf Nahrungsmittelverschwendung aufmerksam zu machen, noch darf es zu Diskriminierungen anders Denkender und anders Aussehender kommen. So wie es der Münsteraner Musikerin Ronja Maltzahn und ihrer Band ergangen ist. Sie sollten die Fridays for Future - Großkundgebung in Hannover musikalisch begleiten, wurden aber kurzfristig ausgeladen. Das Outfit der Sängerin, sie trägt seit Jahren sogenannte Dreadlocks, sei eine „kulturelle Aneignung“, die ihr nicht zustehe. Natürlich könne sie auftreten, wenn sie die „Dreads“ abschneidet, so der rüde Nachsatz der Ausladung. Mehr an Selbstgerechtigkeit und Arroganz geht nicht. Das hilft weder dem Klima, noch dem tollen Schülerengagement.

 

Veröffentlicht am 03.04.2022

 

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