Beschilderung noch unvollständig - Verknüpfung mit Römer-Lippe-Route noch offen
Am Anfang war es eine Idee. Nämlich, die durch Rhade führende Hohe-Mark-Route sowie die 100-Schlösser-Route, mit der in Dorsten verlaufenden Römer-Lippe-Route zu verknüpfen. Aber nicht nur, um eine neue Radverbindung anzubieten, sondern die Radwanderer über Rhade und Dorsten zu informieren und zum Verbleiben zu motivieren. Davon würden nicht nur Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe profitieren, sondern auch indirekt die Stadtkasse. Nun zeigen die ersten blauen Schilder, sogenannte Einhänger an den rot-weißen Radwegweisern, den ca. 15 Kilometer langen Verbindungsweg an. Das Rhader Wappen, der Baumstumpf, ist auf den Einhängern gut zu erkennen. Begeben wir uns auf eine Testfahrt. Der Einstieg erfolgt an der Kreuzung Schlehenweg / Feldstraße, im Bereich der Bahnschranke. Vorbei am Rhader Bahnhof folgen wir den weißen Schildern mit dem roten Pfeil bis nach Deuten. Hier queren wir die B58. Weiter gehts in Richtung Hervest. Die Beschilderung, auch ohne den blauen Einhänger, ist perfekt. Bis zur Kreuzung An der Wienbecke / Gälkenheide. Hier fehlt das blaue Schild ebenso wie der Hinweis „Radspange zur Römer-Lippe-Route“. Der Radfahrer würde richtigerweise gefühlt geradeaus weiter radeln. Im Hervester Bruch, nach knapp einem Kilometer angekommen, würde er aber die Zielorientierung verlieren. Hier muss nachgearbeitet werden, um die gute Rhade Idee nicht auf halben Weg ins Leere laufen zu lassen. Der Bereich Information und Wirtschaftsförderung wird in Kürze im Teil 2 dieser Information behandelt.
Bericht eines Rhader Radfahrers über den Versuch, über die Radspange ans gewünschte Ziel zu kommen
Veröffentlicht am 02.04.2022
Ukraine-Flüchtlinge müssen von allen 27 EU-Ländern unterstützt werden - Eigentlich eine Selbstverständlichkeit
Seit Jahren bietet die EU ein Trauerspiel. Seit Jahren gibt es keine Einigung über eine gerechte Verteilung von Menschen in Not, die an die EU-Tür klopfen. Gestern waren es die östlichen EU-Partnerländer, die sich kategorisch gegen eine Aufnahme asylsuchender Menschen aus Syrien, Afrika und Afghanistan gesperrt haben, heute wird wieder über einen EU-Verteilerschlüssel gestritten, jetzt Index genannt, um den ukrainischen Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Die Länder, die gestern NEIN gesagt haben, tragen momentan durch die Grenze zur Ukraine eine Last, die sie erdrückt. Unmöglich kann zum Beispiel Polen allein fast 2 Millionen Hilfesuchende unterbringen und versorgen. Trotz erheblicher Anstrengungen musste unsere Innenministerin Faeser eingestehen, keine verbindliche und gerechte Aufnahmequote bei ihren 26 Innenministerkollegen erreicht zu haben. Ein Trauerspiel. Deutschland zeigt sich deutlich offener als viele EU-Nationen, besonders durch eine immense Spendenbereitschaft der Bevölkerung, parallel aber wieder erstaunliche organisatorische Schwächen bei der Registrierung der ankommenden Geflüchteten. 16 Bundesländer, 16 unterschiedliche Systeme. Auch ein Trauerspiel. Ein föderales.
Ein Rhader Zwischenruf
Veröffentlicht am 01.04.2022
Veröffentlicht am 31.03.2022
Dorsten, Haltern, Ahsen und Polsum bilden neuen Landtagswahlkreis
NRW und die SPD. Das war viele Jahre eine Erfolgsgeschichte. Ministerpräsidenten wie Heinz Kühn und Johannes Rau bleiben unvergessen. Auch Hannelore Kraft prägte als erste SPD-Ministerpräsidentin unser Land nachhaltig. Aber es gab auch Rückschläge. Die Strukturkrise an der Ruhr, die Stilllegung der Zechen, die Krise der Stahlhersteller, stürzten das ganze Land und die SPD in eine Identitätskrise. Bittere Wahlniederlagen folgten. Nun hat Thomas Kutschaty gute Aussichten, Ministerpräsident von NRW zu werden, wenn es der SPD in den letzten Wochen bis zum 15. Mai gelingt, Vertrauen und Sympathie zu vermitteln. Die Aussichten und die Umfragen sind gut. In Dorsten tritt Michael Hübner, der den Wahlkreis Gladbeck/Dorsten überzeugend 3 mal direkt gewann, nicht mehr an. Als Nachfolgerin kandidiert die Dorstenerin Sandy Meinhardt. Sie wirbt mit dem Slogan „Für euch gewinnen wir das Morgen“. Ab Anfang April besteht die Möglichkeit, schon per Briefwahl seine Stimme abzugeben. Die Rhader SPD-Bitte an alle Wählerinnen und Wähler lautet, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und so einen Politikwechsel in NRW zu ermöglichen.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 31.03.2022
Rhade und Dorsten müssen mal den Blick über den Tellerrand werfen
Immer wieder werden die Bürger aufgefordert, Anregungen zu geben, um den eigenen Lebensmittelpunkt nicht nur zu verbessern, sondern zukunftsfähig zu gestalten. Das ist gut und richtig. Schlecht ist aber, wenn die Ideen zwar gelobt und für umsetzbar gehalten werden, aber in den Amtsschubladen verstauben. So erging es der Bürger-Idee (2014), die Energieversorgung Rhades modellhaft in mehreren Zeitstufen auf regenerative Versorgung umzustellen. Aktuell wäre heute der richtige Zeitpunkt, die Schublade zu öffnen, um nachzulesen. Parallel soll heute aber auch auf einen Problembereich aufmerksam gemacht werden, der uns seit Jahren das Klima und die Umwelt verhagelt. Es geht um die jährlich steigenden Abfallmengen. Trotz des getrennten Sammelns und der teilweisen Wiederverwertung der Rohstoffe, wäre die Abfallvermeidung die einzig richtige Lösung. Eine italienische Gemeinde hat sich 2007 das Ziel gesetzt, eine „Zero Waste City“ zu werden. Inzwischen beträgt die Recycling-Quote 86%, Tendenz steigend. Für das Engagement erhielt Capannori, so der Gemeindename (50.000 Einwohner), den „grünen Nobelpreis“. Seit dieser Zeit besuchen Kommunalpolitiker aus ganz Europa die italienische Kleinstadt in der Toskana, um vor Ort zu sehen, was erreicht werden kann, wenn man sich Ziele setzt und sie in praktisches Handeln umwandelt. Dorsten muss gar nicht reisen, sondern alle Schubladen mit der Aufschrift GESAMMELTE ZUKUNFTSIDEEN öffnen.
Eigener Bericht auf Grundlage des Artikels „Die kleine Stadt und der große Müll“, Süddeutsche Zeitung 12./13. März 2022
Veröffentlicht am 30.03.2022