In Rhade liegt seit Jahren ein fertiges Konzept auf dem Tisch
Dorsten ist stolz, eine erste Fahrradstraße zu bekommen. Steht in der Zeitung. Das ist aber überhaupt kein Grund, um zu feiern. Eher beschämt einzugestehen, die Zeichen der Zeit jahrelang falsch und zu spät eingeschätzt zu haben. Ein Blick über die Stadtgrenze zeigt, wie kommunale Verkehrswende buchstabiert wird. In Rhade hat die örtliche SPD vor Jahren (!) einen Gesamt-Fahrradplan der Verwaltung und Öffentlichkeit präsentiert. Außer einer förmlichen Anerkennung ist nichts geschehen. In der Innenstadt werden scheinbar Fördergelder ohne Ende „verbraten“. In Rhade wird dagegen diskutiert, geplant und auf die lange Bank geschoben. Der ADFC fordert immer wieder, in Musterquartieren Ziele zu formulieren und dann zeitnah umzusetzen. Rhade wäre so ein Muster-Stadtteil. Statt dessen weist die Verwaltung auf einen neuen gesamtstädtischen Mobilitätsplan hin, der extern in Auftrag gegeben werden soll. Das wird Monate dauern, bis darüber im Rat diskutiert wird. Und den Zeitraum der dann möglichen Umsetzung mag sich der Leser selbst gedanklich ausrechnen. Der Jubel, dass in Dorsten mit über 70.000 Einwohnern im Jahr 2022 eine erste Fahrradstraße entstehen soll, fällt aus Rhader Sicht sehr gedämpft aus.
Ein Zwischenruf aus dem Dorstener Norden
Veröffentlicht am 26.03.2022
Mit ca. 300 Toten täglich kann nicht zur Tagesordnung übergegangen werden
Karl Lauterbach (SPD), Gesundheitsminister der Ampelkoalition, hat mit seiner Aussage, dass die Lage schlechter als die Stimmung ist, gestern noch recht gehabt. Heute ist auch die Stimmung (wieder) eingetrübt. Die Fallzahlen steigen weiter, die Krankenhauseinweisungen sind nach wie vor hoch und zeitversetzt, dann auch die Belegung der Intensivstationen. Hinzu kommt ein hoher Krankenstand des Klinikpersonals. „Die Einschläge kommen näher“, so der Tenor fast aller Gespräche in der Familie, dem Freundeskreis, der Nachbarschaft. Dass die FDP seit Monaten versucht, die Lage schön zu reden, zwingt die übrigen Koalitionäre zu Kompromissen, die der Lage mit täglich ca. 300 Todesopfern durch die Corona-Infektion überhaupt nicht gerecht wird. Es ist sehr bitter, aber unser früheres, kontaktreiches normales Leben, liegt noch immer in weiter Ferne. Nur mit weiterer Vorsicht, gegenseitiger Rücksichtnahme und einer hohen Impfquote, ist Corona in den Griff zu bekommen. Und die hohe Impfquote lässt sich nach monatelangem Werben, sie durch Freiwilligkeit zu erreichen, nur noch durch eine Impfpflicht umsetzen. Karl Lauterbach, ein allseits anerkannter Experte und Politiker, ist nicht zu beneiden. Unser Mitgefühl gilt aber den Erkrankten und Hinterbliebenen der grassierenden Pandemie.
Rhader Appell, nicht weiter über die Impfpflicht zu diskutieren, sondern sie einzuführen
Veröffentlicht am 25.03.2022
Diskussion über Drogeriemarkt kann nur gemeinsam geführt werden
Dass hier das „Rhader Bürgerforum“ die Stimme erhebt, um die Einkaufssituation vor Ort zu verbessern und dass in Lembeck die „Porte“ pro dem eigenen Lebensmittelpunkt votiert, ist wenig überraschend. In beiden Fällen handelt es sich nämlich um ein loses Bürgergremium, das in erster Linie innerhalb der eigenen Ortsgrenzen agiert. Aber genau an diesem Beispiel ist überdeutlich zu erkennen, dass es ohne einen gemeinsamen „Stadtteilausschuss Rhade/Lembeck“, nicht geht. In beiden Dörfern wird zwar von Fall zu Fall eine „künstliche Abneigung“ gepflegt, die aber schon lange nicht mehr zeitgemäß ist. Wenn wir unsere Region stärken wollen, müssen wir über den Dorftellerrand hinausblicken. Die in Dorsten in allen Stadtteilen praktizierte Bürgerbeteiligung ist alternativlos. Sie kommt aber dann an ihre Grenzen, wenn es um gesamtstädtische Entwicklungen geht. Hier muss das Heft des Handelns bei denen liegen, die dafür gewählt wurden. Der Stadtrat und die Fachausschüsse sind gut beraten, zuzuhören, was die Bürger vor Ort zu sagen haben. Und die Bürgerforen müssen "lernen", dass ihr Engagement in erster Linie ZUARBEIT heißt. Das rechtzeitig zu erkennen, schützt vor Enttäuschungen. Damit aber die örtlichen Anregungen nicht ins Leere laufen, wären gewählte Ansprechpartner eine große Unterstützung. Daher sollte bei der nächsten Kommunalwahl für Rhade und Lembeck ein gemeinsamer Unterausschuss des Stadtrates auch zur Abstimmung gestellt werden.
Ein Rhader kommunalpolitischen Plädoyer für unsere Region
Veröffentlicht am 24.03.2022
Der Mannschaft fehlt Teamgeist und Inspiration
Sie waren angetreten, um zu begeistern. Sie versprachen mehr Offensive und das Abstellen von bekannten Fehlern. Dass Anspruch und Wirklichkeit zwei verschiedene Paar Schuhe sind, erkannten die Zuschauer sehr schnell. Sie vergleichen bis heute die Versprechen mit den Ergebnisse und wenden sich enttäuscht ab. Derweil versucht die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung, um die geht es heute, bis zum 15. Mai die bisherigen „Spiele“ schönzureden. Bei der dann anstehenden Landtagswahl will sie so den drohenden Abstieg vermeiden. „Das wäre aber mehr als verdient“, so der SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty. Er und die SPD wollen mit mehr Kondition und einer besseren Taktik, die Unterstützung nicht nur der eigenen Fans, sondern die Gunst aller Bürgerinnen und Bürger in NRW gewinnen. Schwarz-gelb habe alle Vorschusslorbeeren der letzten Wahl verspielt. Dazu zählen beispielhaft die Versprechen, den Verkehrsstau aufzulösen, den Unterrichtsausfall in den Schulen zu minimieren und die Armutsquote zu verringern. Trotz frühzeitiger Pfiffe von den Rängen, war schwarz-gelb nie in der Lage, aus der Defensive herauszukommen. NRW will Spitzenreiter werden. Zeit, die Mannschaft auszutauschen. Am 15. Mai besteht die Gelegenheit dazu.
Exklusiver Bericht aus Rhade über die Mannschaftsbesprechung der NRW-SPD und ihrem Trainer Thomas Kutschaty
Veröffentlicht am 23.03.2022
Veröffentlicht am 22.03.2022