Kommunalpolitik Erinnerung im Heimatkalender - Vor 45 Jahren wurde über die A31 in Rhade heftig diskutiert

Am Ende der spannenden Dokumentation finden sich folgende Zeilen, die zur aktuellen Dorfentwicklungsplanung bestens passen:

 

 

Rhade

 

Es  war ein Dorf im Grünen.

Dann rückten Planer an.

Aus Rhade ist was zu machen,

sagten sie.

Dann kamen die Baumaschinen.

Eine Autobahn macht was her,

sagten sie.

Tatsächlich wuchs der Verkehr.

Und die Einwohnerzahl.

Rhade hat sich verändert,

stellen die Alten im Dorf fest.

Im Heimatverein nicken sie zustimmend.

Wollten wir das?

fragen sie sich.

Rettung naht,

sagen die neuen Planer.

Es sind Reparaturversuche,

sagen die Skeptiker.

Sie sind von gestern,

sagen die Macher von heute.

Rhade.  

Es war einmal ein Dorf im Grünen.

 

Unbekannter Verfasser

Veröffentlicht am 27.12.2021

 

Allgemein Das politische Weihnachtsmärchen

Es war einmal eine Krisensituation, die viele Unternehmen erfasste. Eines von ihnen verkaufte Träume, Visionen und Illusionen, das zweite Gerechtigkeit und Solidarität. Ein drittes, der in Schieflage geratenen Gesellschaften, verstand sich eher auf Beratung und Controlling. Alle drei Unternehmen wurden wegen ihrer genannten Kernkompetenzen lange Jahre nachgefragt. Ein jedes auf seine Art. Als die Krise einsetze und alle an Marktanteilen verloren, setzten sie sich zusammen, um gemeinsam nachzudenken. Ein Ergebnis war, dass künftiger Erfolg wohl nicht mehr nur einzeln, sondern gemeinsam erzielt werden kann. Wer nämlich nur einen Verkaufsschlager im Programm hat, ist in einer Krisensituation ganz schnell weg vom Fenster. Alle erkannten plötzlich, dass Gerechtigkeit und Solidarität wunderbar mit Träumen und Visionen ergänzt werden könnte und auch gute Beratung, kombiniert mit funktionierenden Kontrollmechanismen, unverzichtbar für das neue Verkaufsprogramm wäre. Gesagt getan. Nur der neue Name war noch nicht festgelegt. Er sollte selbsterklärend sein und auch international leicht von der Zunge gehen. Die Mitarbeiter der noch autonomen Firmen, einige hunderttausend, wurden in mehreren Umfragen beteiligt. „Der Gewinner ist“, so die überraschende Ankündigung vor der internationalen Presse, „der Gewinner ist AMPEL AG.“ Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das neue Unternehmen vom ersten Tag seines Bestehens, deutliche Marktanteile gewann. Der einstimmig von den Gesellschaftern gewählte Vorstandsvorsitzende hat zielstrebig, anfangs gegen viele Widerstände in der eigenen Firma, diesen Weg vorgezeichnet. Er ist der eigentliche Gewinner der AMPEL AG, würde das aber nie so sagen. Statt dessen orakeln die vielen Beobachter von außen, „wenn sie sich weiter vertragen und gemeinsam an allen genannten Kernkompetenzen arbeiten, dann wird der Kurs dieses neuen Unternehmens noch lange leuchten. So wie alle Jahre wieder die Lichter am Weihnachtsbaum.

Vorgetragen vom Rhader Märchenerzähler

Veröffentlicht am 25.12.2021

 

Allgemein „Wir müssen so reden, dass uns die Bürger wieder besser verstehen“

Bärbel Bas, Bundestagspräsidentin appelliert an Politiker auf allen Ebenen

Die Sozialdemokratin Bärbel Bas ist eine sogenannte Aufsteigerin. In Duisburg aufgewachsen, wie die überwiegende Mehrzahl in unserem Land, ohne „Vitamin B“ und einen prallen Geldbeutel der Eltern. Schule, Lehre, Weiterbildung und gesellschaftspolitisches Engagement in der SPD und der Gewerkschaft stellten die Weichen für einen so nicht vorhergesehenen Aufstieg. Sie wurde in den Bundestag gewählt und nun zur Bundestagspräsidentin. Bärbel Bas ist aber eine von uns geblieben. Gefragt, was sie sich für die neue Legislaturperiode vorgenommen hat, nannte sie unter anderem die teils unverständliche Politikersprache, die korrigiert werden müsse. Wer uns nicht versteht, wird unserer Arbeit desinteressiert und ablehnend gegenüberstehen. So ihre Positionierung. Wir greifen diesen Faden auf und nennen einige Begriffe, die, fast täglich angewendet, aber bei nicht wenigen für Stirnrunzeln sorgen:

  • Boosterimpfung = Auffrischungsimpfung
  • Vakzine = Impfstoff gegen Infektionskrankheiten
  • Vulnerabel = Besonders schützenswerte Personen
  • Narrativ = Sinnstiftende Erzählung
  • Resilenz = Anpassungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit
  • Biodiversität = biologische Arten-Vielfalt (Tiere, Pflanzen)
  • Exponentiell = Mathematischer Begriff für Wachstumsberechnung in immer schnelleren Zeitabläufen
  • Cringe = Jugendwort des Jahres. Soll Fremdschämen bedeuten.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 24.12.2021

 

Allgemein Der Kompromiss

Warum fällt es uns so schwer, ihn anzuwenden?

Egal ob es sich um Familienzwist handelt, um harte Verkaufsverhandlungen, oder um politische Ergebnisse, ohne Kompromiss funktioniert es in der Regel nicht. Es geht dabei um Vernunft und weise Voraussicht. Das Gegenteil davon ist das „über den Tisch ziehen“ durch den momentan vermeintlich Stärkeren. „Man trifft sich im Leben immer zweimal“ lautet eine Volksweisheit zutreffend, um diesen Standardfehler zu benennen. Klingt einfach, ist aber hoch kompliziert. Ein amerikanischer Wissenschaftler hat sich jahrelang mit diesem Thema beschäftigt. Heute ist er weltweit der wichtigste Berater, wenn es darum geht, „die Kuh vom Eis“ zu holen. Regierungschefs, Politiker und global agierende Unternehmen gehören zu seinen Auftraggebern. William Ury, so der Name des Experten, leitet seine Beratungen immer mit einem Beispiel ein, um den Konfliktparteien die Logik des Kompromisses nahe zu bringen:

„Ein Vater regelt seinen Nachlass indem er seinen 3 Söhnen mitteilt, wie seine Kamelherde untereinander aufzuteilen ist. Der Älteste soll die Hälfte, der Mittlere ein Drittel und der Jüngste ein Neuntel der Kamelherde erhalten. Nach dem Tod des Vaters zerstreiten sich die Brüder, weil die geerbten 17 Tiere sich nicht halbieren, durch 3 oder 9 dividieren lassen. Sie holen Rat ein. Eine Nachbarin schenkt ihnen ein Kamel. Nun sind es 18. Der Älteste erhält die Hälfte = 9, der Mittlere ein Drittel = 6 und der Jüngste ein Neuntel = 2. Als sie ihre Aufteilung addieren stellen sie fest, dass die geerbten 17 Kamele, so wie es der Vater wollte, aufgeteilt werden konnten. Das 18. Tier konnten sie zurückgeben.“

Fazit: Ein Kompromiss ist immer möglich, wenn man will oder einen guten Rat bekommt.

Eigener Text auf Grundlage der Dokumentation in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 21.10.2021 ""Muss ja - Keiner mag ihn, jeder braucht ihn - den Kompromiss"

Veröffentlicht am 23.12.2021

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007891841 -