Video-Konferenz mit Informationen, ohne Festlegungen, mit Fragezeichen
Rhade hat sich vom reinen Wohn- und Schlafstadtteil positiv entwickelt. Neben einem guten Gastronomieangebot, Tank- und Raststellen sticht besonders das Einkaufszentrum an der Erler Straße hervor. Im Rahmen der Dorfentwicklungsdiskussion wurde aber kritisiert, dass zur Abrundung ein Drogeriemarkt vor Ort fehlen würde. Nun hat die Stadt zu einer Video-Konferenz eingeladen, um die Ausgangslage vorzustellen und Möglichkeiten einer Ansiedlung zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass über den Tellerrand geblickt werden muss. Ein tragfähiges Einzelhandelskonzept hat immer auch die Gesamtstadt und die Nachbargemeinden im Blick zu halten. Rhade und Lembeck mit fast 12.000 Einwohnern sind zusammen ein interessanter Markt mit entsprechender Kaufkraft. Findet sich ein Investor und schafft die Verwaltung die Rahmenbedingungen, könnte es zu einer Drogerieansiedlung im Dorstener Norden kommen. Welches wäre der beste Standort? Lembeck oder Rhade? Noch wird konkurrierend diskutiert. Plötzlich wird aber auch wieder von gemeinsamen Interessen, die doch am besten gemeinsam vertreten werden sollten, gesprochen. Wir erinnern: Von 1975 bis 1998 gab es den gemeinsamen Bezirksausschuss Rhade/Lembeck. Dort wurde vor Ort und gemeinsam alles geregelt, was Rhade und Lembeck gut tat. Einige, die heute nach Gemeinsamkeit rufen, waren die Totengräber des Bezirksausschusses. Die Rhader SPD wird konstruktiv das neue Wirtschaftsförderungskonzept begleiten und weiter aktuell informieren.
Veröffentlicht am 15.10.2021
Kleinere Partner haben Vorteile
Wer sich besonders den letzten Koalitionsvertrag der GroKo noch einmal in Erinnerung ruft, wird bestätigen, dass die Handschrift der SPD erstaunlich dominant war. Grundlage für die sozialdemokratischen Minister, sich in der Regierung zu profilieren. Olaf Scholz ist das Paradebeispiel für diese These. Diese Zugeständnisse der Union waren nötig, um die SPD nochmals in die GroKo „zu zwingen“. Nun sitzt die SPD als Verhandlungsführer an einem runden Tisch. Es gilt die Grünen und die FDP zur Ampelkoalition zu überzeugen. Alles was an Unterschieden in den Wahlprogrammen der 3 Parteien steht, muss zu einem Programm, einem Regierungsvertrag umgeschrieben werden. Das wird, sollte es zu einem erfolgreichen Abschluss kommen, zu Enttäuschungen der jeweiligen Basis führen. Besonders bei denen, die nur mit der „reinen Lehre“ ihrer Partei leben wollen. Obwohl die SPD die Bundestagswahl gewonnen hat und genauso stark ist wie die Grünen und die FDP zusammen, ist der Eindruck entstanden, als ob nur Lindner und Habeck an den Stellschrauben drehen. Die heiße Phase der Sondierungen hat begonnen. Eine Ampelkoalition mit Olaf Scholz als Bundeskanzler wird es nur geben, wenn die „Kleinen“ zufriedengestellt werden. Zu Lasten der SPD. So wie (fast) immer, wenn eine Partei auf Partner angewiesen ist.
Ein Rhader Zwischenruf zur vertieften Sondierungsrunde zwischen SPD, Grünen und FDP
Veröffentlicht am 14.10.2021
Erst ab Mitte Nov. wird auf Weisung des Bürgermeisters die Datei für Rest-Rhade freigeschaltet.
Veröffentlicht am 13.10.2021
Rhader Obstbäume leuchten in der Oktobersonne
Wer mit offenen Augen von Rhade in Richtung Erle fährt, übersieht sie nicht – die große Obstbaumplantage an der linken Seite. Rot leuchten die Früchte in der Sonne und signalisieren, Erntezeit. Gegenüber sind es die freilaufenden Hühner, die nahe ihrem fahrbaren Hühnerhof für täglich frische Eier sorgen. In beiden Fällen handelt es sich um Bio-Produkte, die sich inzwischen erfolgreich am Markt behaupten. „Schultes Hof“ in Rhade hat die Umstellung von traditioneller Landwirtschaft zu biologischer und ökologischer geschafft. Was einst als Nischenprodukt belächelt wurde, findet sich heute in allen Geschäften in großer Vielfalt. Dennoch dominieren (noch) weiterhin die Höfe/Betriebe, die „herkömmlich“ wirtschaften. Seit Jahren kämpfen diese aber ums Überleben. Überproduktion, sinkende Preise und Imageprobleme zehren an den Nerven. Trotz immenser jährlicher EU-Zuschüsse geben immer mehr kleinere Höfe auf. An deren Stelle treten riesige Unternehmen, auch Agrarfabriken genannt. Die Biolandwirtschaft kann eine Alternative dazu sein, wenn sie sich weiter wie bisher entwickelt. Schultes Hof in Rhade erntet in diesem Jahr neben dem erwähnten Obst und den frischen Hühnereiern, auch Kartoffeln und Kürbisse. Geplant ist nun ein Forst mit Walnussbäumen. Ein klarer Hinweis darauf, dass die biologische und ökologische Landwirtschaft Zukunft hat. Nicht nur in Rhade. Die Politik muss dazu die Rahmenbedingungen festlegen. Gespannt wartet die gesamte Öffentlichkeit auf das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen in Berlin. Landwirtschaftsproduktion in Verbindung mit Klimaschutz wird sicherlich einen ganz neuen Stellenwert erhalten.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 13.10.2021
Veröffentlicht am 12.10.2021