Gesundheit Corona: Hand aufs Herz – wer blickt da noch richtig durch?

Wenn dann noch Leichtsinn auf Vorschriftenchaos trifft

 

Mehr als 60% aller Bundesbürger sind zweimal geimpft. Zu wenig, um Corona als besiegt zu bewerten. Dennoch werden in den 16 Bundesländern weiter unterschiedliche Vorgaben erlassen oder Empfehlungen ausgesprochen. Mal ist es die eigene Landesregierung, oder das Kreisgesundheitsamt, flankiert vom städtischen Ordnungsamt, die mit ihren Verordnungen versuchen, die Pandemie einzudämmen. Gestern musste man sich im Gasthaus noch registrieren lassen, heute dürfen Fans in großer Zahl ins Stadion, morgen wird weiter über desinfizierende Lüftungsanlagen im Klassenzimmer diskutiert. Und parallel steigen die Infektionszahlen. Die Krankenhauseinweisungen nehmen zu. Über 1000 Menschen, überwiegend zwischen 35 und 60 Jahre alt, ringen derzeit auf Intensivstationen mit dem Tod. Zahl steigend. Und dann das: Auf der Beerdigung seiner Mutter umarmt der trauernde Sohn alle anwesenden Familienmitglieder und Freunde, um anschließend mitzuteilen, gar nicht geimpft zu sein und das auch nicht vorzuhaben. Die so Umarmten reagierten nachträglich fassungslos, weil sie naiv davon ausgingen, dass es das so nicht mehr gibt. Auf der einen Seite ist es nicht nur unverantwortlich, sondern im höchsten Maße fahrlässig, was sich der Impfgegner gegenüber seinen Mitmenschen herausnimmt, andererseits ist der Leichtsinn der Betroffenen Grund genug, über die derzeitige Coronalage vorurteilsfrei nachzudenken und weiterhin besonders vorsichtig auf Feiern aller Art zu reagieren. So schwer es auch fällt.   

 

Ein persönlicher Erfahrungsbericht aus Rhade

Veröffentlicht am 13.09.2021

 

So sieht er aus. Der Wahlschein zur Bundestagswahl. Das Foto zeigt, wie man ihn korrekt ausfüllt. Mit zwei Stimmen Bundespolitik Bundestagswahl: In 14 Tagen wird gewählt - Endspurt

Sonntagsgedanken aus Rhade

Wir haben es vorausgesehen. Je besser die Umfragen für die SPD, je unfairer, ja schmutziger die Kampagnen der Konkurrenz. Die SPD ist mit 155 Jahren die älteste deutsche Partei. Sie ist die einzige Partei, die nie ihren Namen und ihre Gesinnung wechseln musste. Sie hat sich über demokratisch errungene Wahlsiege gefreut und Niederlagen enttäuscht anerkannt. Nun sieht es so aus, als ob Olaf Scholz die Bundestagswahl gewinnen könnte. Das bringt nicht wenige Unionsanhänger um den Schlaf. Unermüdlich wird gewühlt, ob sich nicht doch etwas finden lässt, dass dem SPD-Kanzlerkandidaten schaden könnte. Wo nichts ist, wird etwas konstruiert. Das nennt man Schmutzkampagne. Unvergessen sind die ehrabschneidenden Attacken gegen Willy Brandt in den 1960er Jahren und das Dossier („Sammlung Martin Schulz“), das der heutige christdemokratische NRW-Innenminister Reul noch als Europaabgeordneter über Martin Schulz 2017 angefertigt und in Umlauf gebracht hat. Wir blicken gespannt auf die letzten 14 Tage vor der Wahl und werden unseren Endspurt so gestalten, wie wir gestartet sind. Nämlich unaufgeregt auf eigene Stärken hinweisen und  für Olaf Scholz weiter werben. Er ist nämlich der Beste, der das Kanzleramt anstrebt. Die Mehrheit der BürgerInnen weiß das. Schwere Kost besonders für die Union.

Veröffentlicht am 12.09.2021

 

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