Allgemein Quer, quer, zurück. Quer, quer, zurück. Aus!!! Ohne Kampfgeist ist alles nichts. Im Fußball wie in der Politik.
Veröffentlicht am 29.06.2021
Veröffentlicht am 29.06.2021
Ungarns Verhalten ist mehr als Provokation
Die EU hat sich im Laufe der Zeit von einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft zu einem solidarischen Werteverbund weiterentwickelt. Sie war so attraktiv, dass immer mehr Staaten dazugehören wollten. Alle Beitrittskandidaten wurden mit offenen Armen aufgenommen. Vorausgesetzt, sie haben die Aufnahmekriterien formal erfüllt und mit ihrer Unterschrift dokumentiert, künftig und dauerhaft die gemeinsam aufgestellten Regeln einzuhalten. So wurden aus sechs Gründerstaaten insgesamt 28 Länder, die die EU bildeten. Die Wirtschaft florierte. Wenn es aber mal stockte, waren es besonders deutsche Kanzler, die den Laden durch Kompromisse und finanzielle Zugeständnisse am Laufen hielten. Egal ob es SPD-Regierungschefs wie Brandt, Schmidt und Schröder waren, oder von der CDU Kohl und Merkel - sie alle haben sich um die EU verdient gemacht. Mit der Masse kam aber auch die Unübersichtlichkeit und in deren Folge die Selbstherrlichkeit einiger Staatschefs. Ungarns Victor Orban mutierte von einem lupenreinen Demokraten zu einem gefürchteten Autokraten. Alle Versuche, ihn wieder einzufangen und an den unterschriebenen EU-Vertrag zu erinnern, verpufften. Erstmals (!) haben Staatschefs einem Partnerstaat nahegelegt, die EU zu verlassen. Eine Zeitenwende. Aber lange überfällig. Als Großbritannien freiwillig ausstieg, war das Bedauern der restlichen 27 unüberhörbar. Bei Ungarn überwiegt ein ganz neuer, bisher nie gehörter Ton.
Eine Rhader Meinung
Veröffentlicht am 29.06.2021
2011 - Ein Blick in die 109. Ausgabe der SPD-Nachrichten für Rhade
„Respekt, Anerkennung und Dank, manchmal sogar Bewunderung, erfahren in der Regel die Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einsetzen. Ob in Vereinen oder Bürgerinitiativen, sie genießen zu Recht öffentliche Würdigung und Akzeptanz. Nur wer sich für die ehrenamtliche, unbezahlte Arbeit in einer Partei entschieden hat, wird davon so gut wie ausgeschlossen. Dabei läuft ohne dieses Engagement auch in unserem Ort nichts, fast nichts. Allein die Überzeugung, etwas für Rhade, für uns und unsere Kinder tun zu müssen, ist fast immer das Motiv der gar nicht so kleinen Gruppe in den Parteien. Die vielen SPD- und CDU-Mitglieder, die sich seit Jahren vor Ort „kümmern“, haben es ebenfalls verdient, wie alle anderen Ehrenamtlichen behandelt zu werden. Ein guter Vorsatz für 2012, von dem sich die Bürger, die Presse und jeder selbst angesprochen fühlen sollte. Dann nimmt vielleicht auch der häufig geringschätzige bis beleidigende Unterton gegenüber den „Politikern“ vor Ort ab. Das haben sie nämlich alle nicht verdient.
Aktuelle Anmerkung 2021: Bürgerforen der Stadt verstehen sich als überparteiliche Bürgerinitiativen. Dort geborene und in Angriff genommene Initiativen sind aber nicht unpolitisch. Im Gegenteil. Parteien wirken an der Willensbildung auch mit (GG, Art. 21). Sie und ihre Mitglieder sind also natürliche, gleichberechtigte Bestandteile jeden Bürgerforums. Der vor 10 Jahren geschriebene Kommentar ist heute wieder hochaktuell.
Veröffentlicht am 28.06.2021
Sonntagsgedanken aus Rhade
Vor 2470 Jahren soll Perikles, ein griechischer Philosoph, diese weisen Worte geschrieben haben. Versuchen wir sie aktuell zu interpretieren. Sie fordern auf, uns einzumischen. Einzumischen, wie wir in unserer Stadt leben wollen. Während „damals“, im Mutterland der Demokratie die Verantwortung fürs Ganze demjenigen zufiel, den das Los getroffen hat, wird heute per Stimmzettel gewählt. Die Verantwortung ruht auf mehreren Schultern. Eine positive Weiterentwicklung, die aber auch Gefahren mit sich bringt. Nämlich, dass die so Auserwählten ein unangebrachtes Überlegenheitsgefühl an den Tag legen. Anders ausgedrückt, der Bürger, der an den Dingen seiner Stadt, unserer Stadt, Anteil nimmt, ist immer dann ein guter Bürger, wenn er sich „auf Linie“ bewegt. Auf Linie, die vorgegeben wird. Umgekehrt mutiert er in Augen der „Obrigkeit“ sehr schnell zum schlechten Bürger. Damit das auch Wirkung zeigt, wird hinter der vorgehaltenen Hand auch schon mal falsch Zeugnis geredet. Da hilft es auch nicht, den Begriff Bürgerbeteiligung obenan zu stellen. Halten wir fest: Nur derjenige, der aktiv an den Dingen seiner Stadt Anteil nimmt, ist ein guter Bürger. Der Mitläufer und Abnicker ist es eher nicht.
Veröffentlicht am 27.06.2021
Sind Dorsten und Rhade planerisch vorbereitet?
Am Anfang war der „Drahtesel“. Schwer, robust und anstrengend zu bewegen. Mit der Gangschaltung, anfangs dominierte die Nabenschaltung, danach bei Sporträdern die Kettenschaltung, entwickelt sich das Fahrrad immer mehr zum „normalen“ Verkehrsmittel. Die Revolution setzte aber mit den sogenannten E-Bikes ein. Plötzlich konkurrieren HiTec-Räder mit dem PKW und dem öffentlichen Nahverkehr. Plötzlich entdeckt eine ganze Generation, die das Radfahren wegen der Anstrengung bereits aufgegeben hatte, ein ganz neues Glücksgefühl. Inzwischen, so scheint es, befinden sich die „Pedalritter“ alter Prägung, also diejenigen, die sich nur mit Muskelkraft vorwärtsbewegen, in der Minderheit. Wenn doch nur die Verkehrswege parallel zur Fahrradentwicklung auch gewachsen wären. So teilt der ADFC-Dorsten in seinem letzten Rundschreiben mit, dass er nicht mehr länger auf die Stadtplanung warten, sondern bereits jetzt eigenständig an einem Netzverkehrsplan Dorsten arbeiten will. Im Rathaus wird seit Monaten über einen neuen Mobilitätsplan Dorsten, der auch Rhade einschließen soll, diskutiert, ohne das es bisher zur Auftragsvergabe gekommen ist. Insofern ist die Eingangsfrage, ob Dorsten und Rhade auf die wichtige verkehrspolitische Entwicklung vorbereitet ist, mit einem klaren NEIN zu beantworten. Obwohl die Rhader SPD seit Jahren fordert, einen Fahrradbeauftragten in der Verwaltung einzustellen und einen Netzwegeplan für Rhade erarbeitet und präsentiert hat, scheint im Rathaus die „Kette“ abgesprungen zu sein.
Gut Tritt wünscht der Rhader Radfahrer.
Veröffentlicht am 26.06.2021
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