Kommunalpolitik Dorsten: „Wir machen nur noch Mitte“ – so der Eindruck von außen

Fördermittel sind kein Geschenk – es sind Steuergelder

 

In Dorsten werden Millionen investiert. Fußgängerzone, Bahnhof, Park Maria-Lindenhof – nur 3 von vielen Beispielen. Geld ist anscheinend genug vorhanden. Fördergelder fließen. Inzwischen verstärkt sich der Eindruck, dass jetzt dafür in der Mitte sogar Objekte krampfhaft gesucht werden. Nun soll der Stadtwald Barloer-Busch zu einem Erlebniswald aufgemotzt werden. Wenn schon der pensionierte Stadtförster Bernhard von Blanckenburg stirnrunzelnd hinterfragt, ob das Geplante dem Wald und seinen Besuchern wirklich gut tut, dann sollte diese Warnlampe Rat und Verwaltung zum Nach- und Überdenken zwingen. Dirk Hartwich hat dazu folgende Anmerkung verfasst:

Die öffentliche Diskussion über die geplante „Erschließung“ des Stadtwaldes Barloer-Busch möchte ich mit sehr wenigen Auszügen und geringer Abwandlung des Gedichtes von Matthias Claudius, „Der Mond ist aufgegangen“, ergänzen. Die Positionierung des ehemaligen Stadtförsters Bernhard von Blanckenburg, der auch bei der Erstellung des Dorstener Klimaschutzkonzeptes mitgewirkt hat, ist ohne Abstriche zu unterstützen.

Der Wald steht schwarz und schweiget.

Wie eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

Wir stolzen Menschenkinder,

Wir spinnen Luftgespinnste
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel.

Lass uns doch ruhig schlafen!

Veröffentlicht am 23.03.2021

 

Gesellschaft Dorsten darf den 22. März 1945 nie vergessen

Bombenhagel zerstörte die Stadt

Nie wieder Krieg! Ein Versprechen, an das immer wieder neu erinnert werden muss. Es war Nazi-Deutschland, das 1939 die Nachbarstaaten überfiel und für millionenfachen Tod verantwortlich zeichnete. Um den Fanatismus und das Morden der Nazis endlich zu beenden, warfen die Alliierten auch Bomben über deutschen Städten ab. Die Lippestadt wurde heute vor 76 Jahren in Schutt und Asche gelegt. 47 Tage später, am 8. Mai, kapitulierte Deutschland. Der 2. Weltkrieg war zu Ende. Nach und nach wurden die fassungslos machenden Gräueltaten der Nazi-Mörder sichtbar. Wir Dorstener haben die Pflicht, am heutigen 76. Jahrestag der Bombardierung uns in Erinnerung zu rufen, dass „Krieg niemals ein Mittel der Politik sein darf“, Willy Brandt anlässlich der Friedensnobelpreis-Verleihung 1971.

„Der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben“, so auch Gustav Heinmann (SPD), der zwischen 1969 und 1974 unser Bundespräsident war. Ein Vermächtnis, das gleichwertig neben dem beeindruckenden Plakat von Käthe Kollwitz mit der Inschrift „Nie wieder Krieg“ steht.

 

Eigener Beitrag

Veröffentlicht am 22.03.2021

 

Bundespolitik Der CDU-Beißreflex - Sonntagsgedanken aus Rhade

Spitzenpolitiker werden mit der neuen Situation nicht fertig

Es gab schon immer mal Krisen in der Union. Die andauernde scheint aber völlig aus dem Ruder zu laufen. Neben einer diffusen Programmatik fehlen Persönlichkeiten an allen Ecken und Enden. Lange konnte dieses Vakuum durch gute Umfragewerte und eine Dauerkanzlerin verdrängt werden. Erst langsam, dann aber immer schneller dreht sich die Abwärtsspirale. Jetzt, nach Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, beginnt das Erwachen einer ausgelaugten Partei. Wer aber genau hinhört, erkennt, dass der Vorsitzende noch einmal versucht, schönzureden. Dazu setzt er den bei Politikern sehr beliebten Beißreflex ein. Nämlich, nicht Selbstkritik zu üben, sondern die Konkurrenz schlecht zu machen. „Ja, ja - aber der Olaf Scholz ...“, so die Standardfloskel in allen Interviews. So reden nur Politiker, denen "das Hemd in die Hose" gerutscht ist. Und die in Wirklichkeit wissen, dass mit Olaf Scholz ein SPD-Kanzlerkandidat antritt, der als glaubwürdige Persönlichkeit im September Kanzler werden kann. Genau das fehlt der Union. Und das weiß sie. Deswegen beißt sie um sich.

Veröffentlicht am 21.03.2021

 

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