Projekt zur Stärkung des ländlichen Bereichs geht in die nächste Runde
Erstaunlich nüchtern präsentiert die Stadt auf ihrer Internetseite die Auswertung der ca. 200 Rhader Bürgerhinweise, die ein extern beauftragtes Planungsbüro gesichtet, ausgewertet und priorisiert hat. Weder ist ein Dank an die Einsender noch eine allgemeingültige Bewertung des Fachbüros festzustellen. Statt dessen muss sich der interessierte Leser durch die in Themenblöcken zusammengefassten Vorschläge auf 54 Seiten „durcharbeiten“ um zu erkennen, was letztlich als Projekt gefördert werden könnte. Viele Ideen, die nicht den Status Projekt erhalten haben, gehören zum Geschäft der laufenden Verwaltung. Das heißt, sie könnten „morgen“ bereits umgesetzt werden. Die dringend nötige öffentliche Diskussion fällt leider der Corona-Pandemie zum Opfer. Gut wäre auch, wenn das städtische Planungsamt mitteilen würde, ob es die Bewertung und Projektbenennungen des externen Büros teilt. Die Rhader SPD, kritischer Begleiter des Verfahrens, wird in den nächsten Tagen über das Ergebnis konkret berichten und dabei immer auch den Vergleich mit dem noch gültigen Rhader Rahmenplan suchen. Nur wenn wirklich neue Erkenntnisse sichtbar sind, war die zeit- und kostenintensive Neubefragung gerechtfertigt.
Eigener Bericht
Die „Ergebnisse Rhade“ sind über die Internetseite der Stadt Dorsten aufzurufen: www.dorsten.de -->Dorfentwicklung --> Ergebnisse Rhade
Veröffentlicht am 12.02.2021
Veröffentlicht am 11.02.2021
Verwalten oder gestalten? Zentral oder dezentral? Wer hat den Hut auf?
Vor über 40 Jahren hat die Dorstener SPD ein vielbeachtetes und hochgelobtes Kulturkonzept der Öffentlichkeit präsentiert. Es lässt sich kurz und knapp so zusammenfassen: „Um alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt am städtischen Kultur- und Weiterbildungsangebot teilhaben zu lassen, müssen Kultur und Weiterbildung (VHS) auch dezentral in den Stadtteilen stattfinden.“ Tatsächlich wurden danach viele SPD-Anregungen parteiübergreifend anerkannt und umgesetzt. An Kindertheater, Musikschulkurse, Bücherbus, Kneipenlesungen und VHS vor Ort wird erinnert. Still und leise, nach und nach, wurde das städtische Vorort-Angebot ausgedünnt. Eine Fehlentwicklung! Ein neues Rhader Diskussionspapier mit konstruktiven Vorschlägen, fast eine Parallele zum ersten Denkanstoß 1978, ist nun im Rathaus angekommen. Die bisher geführten Diskussionen zeigen aber, dass dort weder der Begriff Städtische Kultur einheitlich buchstabiert wird, noch wer vom Führungspersonal die Richtung vorgibt. Blicken wir in den Dezernatsverteilungsplan. Die Erste Beigeordnete zeichnet neben Schule und Weiterbildung auch für Musikschule, Stadtbibliothek sowie Kinder- und Jugendkultur verantwortlich. Das Kulturangebot für Erwachsene ist dagegen in der Stadtagentur angesiedelt. Verantwortlicher Dezernent: Der Bürgermeister. Unterhalb dieser beiden Führungspersonen gibt es 2 Mitarbeiterinnen, die nicht nur räumlich getrennt, sondern auch völlig unabhängig voneinander für unterschiedliche Zielgruppen planen. Die Rhader Kritik an dieser seltsamen Organisationsstruktur muss im Stadtrat auf die Tagesordnung gesetzt werden. Es geht dabei nicht um die Empfindlichkeit von Personen, sondern um kreative städtische Kultur- und Weiterbildung aus einem Guss, für alle Bürgerinnen und Bürger, in allen Dorstener Stadtteilen.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 11.02.2021
Corona-Pandemie zwingt Parteien (und mehr) in die Knie
Kurz und knapp teilt der Vorsitzende der Rhader SPD Christoph Kopp den Mitgliedern mit, dass die eigentlich für Februar terminierte Jahreshauptversammlung wegen der andauernden Infektionsgefahr verschoben werden muss. Seit nunmehr knapp 12 Monaten tut sich (fast) nichts im kommunalpolitischen Leben. Die Spätfolgen dieser verordneten aber absolut nachvollziehbaren „Quarantäne“ sind nur zu erahnen. Nicht nur die Parteien, auch unsere Vereine und das Rhader Bürgerforum werden nur mit großen Anlaufschwierigkeiten wieder auf „Normaltemperatur“ kommen. Bereits jetzt ist erkennbar, dass die von der Verwaltung angestoßene „Stärkung des ländlichen Bereichs“ per Videokonferenzen nicht ansatzweise eine direkte Diskussion mit Rhader Bürgerinnen und Bürgern ersetzen kann. Diejenigen, die sich aktuell aus Rhade und Lembeck bereit erklärt haben, dem extern beauftragten Planungsbüro und der Verwaltung freiwillig zuzuarbeiten, verdienen unsere Unterstützung, müssen aber erkennen, dass zwischen der Idee und der Umsetzung vor Ort, noch der gewählte Stadtrat und viele Verwaltungseinheiten mitreden werden. Corona bremst zusätzlich. Das wird zu Verzögerungen und Enttäuschungen vor Ort sorgen.
Ein sorgenvoller Blick in Richtung Rhader Parteien und Bürgerengagement
Veröffentlicht am 10.02.2021
Plötzlich und völlig unerwartet starb unser Rhader SPD-Mitglied Ralf Wartmann. Seine Liebe gehörte dem FC Schalke, sein politisches Herz schlug links für die SPD. Wir behalten ihn in bester Erinnerung.
Veröffentlicht am 09.02.2021