Veröffentlicht am 07.02.2021
Nach Corona ist das Wort Digitalisierung sicherlich das meistbenutzte in Deutschland. An der Corona-Pandemie sind wir schuldlos. An der schleppenden Digitalisierung nicht. Wenn heute Schulen immer noch über unzureichende Glasfaseranschlüsse und fehlende Tablets klagen, wenn heute immer noch nicht alle Gesundheitsämter ihre wichtigen Daten zeitgleich an das Robert-Koch-Institut senden können, wenn heute flächendeckend über eine dilettantische Impfterminvergabe geklagt wird - dann läuft was schief im „Staate, nein nicht Dänemark, sondern im Staate Deutschland“. Wir bezeichnen uns als Industrieland. Wir sind in vielen Bereichen Weltmarktführer. Wir staunen aber auch immer wieder darüber, was alles nicht funktioniert. Die Digitalisierung ist dafür ein Paradebeispiel. „Nicht alles ist schlecht - aber vieles könnte, nein müsste besser sein“, so das Rhader Fazit der Sonntagsgedanken.
Veröffentlicht am 07.02.2021
Veröffentlicht am 06.02.2021
Pfützen auf Gehwegen zeugen von Ruck-Zuck-Arbeiten
Der Dauerregen tut der Natur gut. Er hat aber noch einen weiteren Vorteil: Er zeigt unübersehbar, an welchen Stellen Glasfaserleitungen unter städtischen Gehwegen „verbuddelt“ wurden. Wer die Arbeiter-Kolonnen der Deutschen Glasfaser und etwas zeitversetzt diejenigen der Telekom in Rhade beobachtet hat, muss seinen Hut ziehen. Ruck-zuck war das Pflaster im Gehweg aufgenommen, das Kabel verlegt und das Pflaster wieder passend eingesetzt. Nun aber zeigt der tagelange Dauerregen, dass eindeutig die Schnelligkeit vor der Qualität gesiegt hat. Das Pflaster sackt ab, der Regen bildet riesige Pfützen.
- Ist das jetzt ein Garantiefall?
- Wer listet die Schäden auf?
- Wer beseitigt sie?
- Wann werden sie beseitigt?
- Wer bezahlt sie?
Wir haben die Fragen an die Stadtverwaltung weitergeleitet. Nun warten wir gespannt auf die Antwort.
Rhader Fragen an die Stadtverwaltung - Die Antwort ist bereits eingetroffen und wird am Montag, 8. Februar an dieser Stelle verffentlicht!
* Der Begriff Kolateralschaden wird ursprünglich vom Militär benutzt, um nicht beabsichtigte aber in Kauf genommene Folgeschäden zu beschreiben. Inzwischen ist er im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen. Ist die hoppla-hopp-Glasfaserverlegung in Rhade als (Kolateral)Folgeschaden, der achselzuckend in Kauf genommen wird, zu bewerten?
Veröffentlicht am 06.02.2021
Quälende Diskussionen seit über 12 Monaten - und kein Ende in Sicht
Bei der Neupflasterung des Dorstener Marktplatzes Anfang 2020 wurde der von der Dorstener Ehrenbürgerin Schwester Paula - Tisa von der Schulenburg gestaltete Brunnen, abgebaut. Es war aber nicht irgendein Brunnen, sondern einer der die Geschichte der Lippestadt in Form von Reliefs, umspielt von kleinen Wasserfontainen, wiedererzählte. Die Lücke nach seiner Entfernung machte plötzlich deutlich, dass da etwas Wertvolles droht, verloren zu gehen. Das war der Startschuss für eine engagierte und emotionale öffentlich geführte Debatte, u. a. in der Dorstener Zeitung. Tendenz: Wir Dorstener wollen den Tisa-Brunnen an dieser Stelle wiederhaben. Einige Experten versuchten sich an der geschichtlichen Bedeutung, andere an der Bausubstanz. Der Stadtrat gab grundsätzlich grünes Licht für einen Brunnen, ließ aber offen, ob er als Kopie des bisherigen hergestellt werden sollte. Nun also sollen interessierte Bürger an zwei Marktagen nochmals befragt werden um anschließend in einer Abendveranstaltung darüber diskutieren zu können. Gut gemeint, aber völlig überflüssig. Dorsten kann sich glücklich schätzen, ein zentrales städtisches Wahrzeichen von einer großen, allseits geschätzten Dorstener Künstlerin im Zentrum präsentieren zu können. „Schlagt den Knoten endlich durch und baut den Brunnen in seiner Ursprungsform endlich wieder auf“, lautet der dringende Rat von außen.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 05.02.2021