Wohin mit dem strahlenden Müll?
Deutschland steigt aus der Atomkraft aus. Das ist gut und richtig. Die rot-grüne Bundesregierung mit Gerhard Schröder (SPD) und Jürgen Trittin (Grüne) waren die Wegbereiter. Später kippte die Union diese Zukunftsentscheidung, um aber nach Fukushima den „Atomstecker“ endgültig zu ziehen. Dieses hin und her kostet den Steuerzahler Milliarden. Es gibt aber ein Problem, das noch viel größer und nach wie vor ungelöst ist. Die Endlagerung des strahlenden Mülls. 2022, nach 60 Jahren Energiegewinnung aus Kernkraft, werden in unserem Land 1900 Castorbehälter mit hochgiftigem Atomabfall in Zwischenlagern stehen. Sie „strahlen“ noch über eine Million Jahre (!) und müssen daher entsprechend gesichert werden. Die Zwischenlager, eins davon ist in nächster Nähe in Ahaus, sind dazu völlig ungeeignet. Das wissen heute alle, die die Kernkraft entwickelt haben, die, die sie genehmigt haben, die, die damit richtig viel Geld verdient haben. Heute wissen wir auch, dass es die Betreiber geschafft haben, die Endlagerung dem Staat aufzubürden. Versprochen und vertraglich festgelegt war etwas ganz anderes. Die Suche nach einem geeigneten Lager, tief in der Erde, ist in vollem Gange. Ob in einem Salzstock, in Tongestein oder Granit - noch ist völlig unklar, was am besten schützt und wo eine solche Endlagerstätte gefunden wird. Wer diese Sachverhalte kennt und immer noch nach der „sauberen“ Atomkraft ruft, der hat gar nichts verstanden.
Eigener Bericht auf Grundlage eines ZEIT- Artikels „Wohin damit? vom 27.08 2020
Veröffentlicht am 30.09.2020
Dorsten und der Fall „Paul“ - Eine kurze Erinnerung und Mahnung
Vor 6 Jahren beschloss das Dorstener Jugendamt einen 11jährigen (!) Jungen, abgestempelt als nicht erziehbar, eine Sonderbehandlung zur „Gesundung“ zu ermöglichen. Eine Firma, spezialisiert auf solche Fälle in mehreren Städten, bekam gegen ein fürstliches Honorar den Auftrag dazu. „Paul“, so der fiktive Name des Jungen, wurde nach Ungarn gebracht, um dort von einer männlichen, alleinlebenden „Fachkraft“ in einer heruntergekommenen Bauernkate auf Linie gebracht zu werden. Ein Verwandter des Jungen hinterfragte das Verfahren, machte sich dadurch im Dorstener Rathaus überaus unbeliebt, setzte sich aber hartnäckig durch. Unvergessen bleibt die öffentliche engagierte und emotionale Diskussion in Dorsten und dem ganzen Land. Es stellte sich nämlich heraus, dass „Paul“ kein Einzelfall war. Überforderte Jugendämter in NRW waren froh, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die ihnen sogenannte Problemfälle abnahmen. „Paul“ war aber kein Problemfall. Nachdem er im wahrsten Sinne des Wortes aus Ungarn befreit und vom besagten Verwandten aufgenommen und betreut wurde, wechselte er ohne Umwege direkt aufs Gymnasium in eine NRW-Stadt außerhalb Dorstens. Heute ist „Paul“ 17 und wird im übernächsten Jahr sein Abitur machen. Seine Familie bestätigt, dass die Entwicklung seit seiner „Umsiedlung“ aus Ungarn problemlos verläuft und verlaufen ist. Die Mitarbeiter unserer Stadt, an der Spitze der Bürgermeister, müssten sich „täglich“ selbstkritisch fragen, was sie, nach dem Wissen von heute, alles falsch gemacht haben. Eine Entschuldigung gegenüber dem Jungen gab es übrigens nie. Ob es weitere Dorstener Kinder gibt, die vom Jugendamt zur besonderen Auslandserziehung Spezialunternehmen übergeben wurden, ist nicht bekannt. Die Sensibilität ist aber mit dem Fall „Paul“ überall gestiegen, Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen nicht abzuschreiben. Für „Paul“ kommt diese Erkenntnis zu spät. Zu wünschen ist, dass seine Entwicklung weiter so positiv verläuft. Dass er seine Odyssee, die er dem Dorstener Jugendamt zu verdanken hat, gänzlich vergisst, ist unwahrscheinlich.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 29.09.2020
Michael Hübner nicht zum Landrat gewählt
Es war ein sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen. 50,5% zu 49,5% (Dorsten: 64,23% zu 35,77%), so das offizielle Ergebnis der Stichwahl zum Landrat in unserem Kreis. Gewinner ist der christdemokratische Kandidat Bodo Klimpel aus Haltern. Gratulation aus Rhade. Michael Hübner ist in einer grandiosen Aufholjagd mit nur wenigen Stimmen unterlegen. Respekt und Dank! Nachdenklich macht die niedrige Wahlbeteiligung. In Dorsten lag sie bei knapp 26 Prozent aller Wahlberechtigten. Nachdenklich auch die kommunalpolitische Großwetterlage in Dorsten und im Kreis Recklinghausen. Die Farbe schwarz dominiert deutlich. Das führt nicht selten zu Überheblichkeit. Wir in Rhade werden die Entwicklung fair beobachten und kritisch bewerten. Michael Hübner wird als Landtagsabgeordneter und stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender in Düsseldorf sicherlich weiter „den ganzen Kreis RE im Blick" behalten. Wir Rhader Sozialdemokraten werden ihn dabei unterstützen.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 27.09.2020
Michael Hübner (SPD) kann neuer Landrat werden, wenn ...
NRW wird schwarz-gelb regiert, Dorsten tiefschwarz. Ein roter Tupfer in Recklinghausen würde uns gut zu Gesicht stehen. Konkret geht es heute darum, Michael Hübner, unseren SPD-Landratskandidaten zum Gewinner der Stichwahl zu verhelfen. Dazu müssen wir nur von unserem Wahlrecht Gebrauch machen. Michael Hübner wird neuer Landrat, wenn wir ihn heute unterstützen. Die Farbe ROT würde dann im Kreis RE hell leuchten. Ein Lichtblick im schwarz-gelben Land.
Der Sonntagsappell aus Rhade
Veröffentlicht am 27.09.2020
Drei Argumente, die überzeugen und für die Wahl am Sonntag entscheidend sind
- Klimaschutz: Wasserstoff gilt als klimaschonende Energie der Zukunft. Unsere Städte bilden eine der größten Industrieregionen – gerade hier können wir mit Wasserstoff enorm viel CO2 einsparen. Der Kreis RE muss deshalb zur Wasserstoffregion Nr. 1 werden. Wir brauchen aber auch eine Verkehrswende im Kreis, die zu den Bedürfnissen der Menschen passt. Eine Verkehrsgenossenschaft, die mit einem bezahlbaren und sauberen Nahverkehr wirbt, ist die umweltschonende Mobilitätsalternative zu dem wachsenden PKW- und LKW-Verkehr.
- Mittelstand: Der Mittelstand ist neben der Großindustrie das schlagende Herz des Kreises. Bestens ausgebildete Fachkräfte sind die Voraussetzung für die Zukunft. Berufskollegs, die hochmodern digital ausgestattet und vernetzt sind, gehören neben einer breit aufgestellten Schullandschaft ausdrücklich dazu. Die Förderung von neuen Ausbildungskonzepten wird helfen, für das Handwerk und Jobs von Morgen hochqualifizierten Nachwuchs zu gewinnen.
- Verantwortung: Ich bin mir bewusst, was es heißt, der „Vertreter“ von über 600.000 Menschen im Kreis Recklinghausen zu sein. Mein Slogan, „DEN GANZEN KREIS IM BLICK“ ist Programm. Ich werde Ansprechpartner und Brückenbauer sein. Als Landtagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der Düsseldorfer SPD-Landtagsfraktion habe ich mir die besten Voraussetzungen erarbeitet, unseren Kreis zukunftsfähig zu gestalten und für die Interessen unserer Menschen in Land, Bund und Europa zu kämpfen.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 26.09.2020