GroKo: Gestern war sie noch unbeliebt, heute dürfen wir froh sein, sie zu haben
Hand aufs Herz. Möchten Sie mit den Politikern tauschen? Man sieht denen, die Verantwortung tragen, die Belastung physisch und psychisch auch an. Es sind aber nicht nur die in der Regierung agierenden Politiker, die Handlungsstärke zeigen, es sind auch unsere Parteien. Sie halten der Bundes- und den Landesregierungen den Rücken frei. Sie alle haben verstanden, dass jetzt nicht die Zeit ist, um über den noch besseren Weg zu streiten. „Am Ende des Tages …“, lautet eine bekannte Redensart. „Nach der Krise ist vor der Krise“, so eine weitere. Beide zielen darauf ab, dass was aktuell ist, danach aufzuarbeiten. Neben unserem Gesundheitssystem, ist es vor allem die Abhängigkeit unserer globalen Wirtschaftsvernetzung. „Just in time“ hat zwar die Lagerkosten im Krankenhaus, dem Gewerbe und der Industrie gesenkt und parallel unsere Autobahnen belastet, aber es zeigt sich jetzt dramatisch, dass das Sparen am falschen Ende war. Hierüber darf nach der Krise engagiert von Partei zu Partei gestritten werden. Aber erst danach. Heute sagen wir auch den Politikern und Parteien Dank. Dank, für ihr verantwortungsvolles Handeln.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 25.03.2020
Eine Warnung, die unsere Politiker zum Handeln zwingen muss - JETZT!
Einer der jahrelang im Bundestag die kriminellen Finanztransaktionen, CUM-EX und Co., zur Sprache gebracht hat, heißt Gerhard Schick. Nachdem er festgestellt hat, dass er im Parlament weniger erreichen kann, als von außen, hat er gehandelt. Sein Mandat hat er der Grünen-Fraktion zurückgegeben und die Bürgerbewegung Finanzwende e. V. gegründet. Nun berichtet er ganz aktuell, dass schon wieder im großen Stil „gezockt“ wird. In einem Informationsschreiben, das die Rhader SPD auszugsweise übernimmt, spricht er Klartext:
"Die Krise, die durch den Corona-Virus ausgelöst wurde, entwickelt sich zusehends zu einer wirtschaftlichen Bedrohung für alle europäischen Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen. Wir als Bürgerbewegung Finanzwende wollen sicherstellen, dass die Lasten der Krise diesmal fair verteilt werden. Es gibt bereits erste Anzeichen, dass einzelne Akteure aus der Krise Kapital schlagen. Durch Leerverkäufe wetten sie gezielt auf fallende Kurse. Die Finanzministerinnen und Finanzminister der EU können das verhindern. Es ist unerträglich mit anzusehen, dass europaweit Leerverkäufer und andere Spekulanten die Märkte in schweren Zeiten zu ihrer Spielwiese erklären. Krisengewinner dürfen uns – zusätzlich zur gesundheitlichen Katastrophe – nicht auch noch finanziell in Zugzwang bringen. Dafür setzen wir uns ein.“
Der Appell, Leerverkäufe sofort zu stoppen, kann online unterstützt werden. Siehe www.finanzwende.de
Veröffentlicht am 24.03.2020
16 Ministerpräsidenten haben sich nicht auf bundesweit einheitliche Maßnahmen einigen können. Der kleinste gemeinsame Nenner ist die, in der Überschrift genannte Kontaktbeschränkung. Dennoch soll jetzt nicht kritisiert werden. Es ist wichtig, in unser aller Interesse, die Vorgaben zu berücksichtigen. Dazu ein kurzer Kommentar aus Rhade untenstehend:
Der Föderalismus gehört (nach der Krise) auf den Prüfstand
Helmut Schmidt war Hamburgs Innensenator, als 1962 eine Sturmflut sofortiges Handeln erforderte. Später wurde er Bundeskanzler. 2002, Hochwasser in Deutschland. Kanzler Schröder in Gummistiefeln zeigt Krisenmanagement und wird wiedergewählt. Es gibt weitere Beispiele, die in die gleiche Richtung gehen. Die Corona-Krise ist aber absolut nicht vergleichbar mit den genannten Katastrophen. Sie hat nämlich keinen regionalen Charakter, sondern bundes-, europa- und weltweite entsetzliche Auswirkungen. Daher hilft nicht der „starke Mann“, sondern ein starkes Team. Mit kühlem Kopf und entschlossenem Handeln sind Entscheidungen zu treffen. Unser föderales System zeigt aber, dass es 16 Landesregierungen gibt, die dem Bund keinesfalls dringend benötigte zentrale Aufgaben übertragen wollen. Die Folge ist ein Flickenteppich an Maßnahmen, der nicht gerade zur Beruhigung beiträgt. Daran ändert auch nicht das Ergebnis der heutigen Beratungen aller Länder mit der Bundesregierung. Wir dürfen froh sein, Politiker an der Spitze zu haben, die stark sind. Das heißt aber nicht, noch besser zu werden, bzw. zu sein.
Ein Zwischenruf aus Rhade zum Wochenanfang
Veröffentlicht am 22.03.2020
Rhader Sonntagsgedanken
Es wird nie mehr, wie es mal war! Pessimismus? Nein, eine realistische Feststellung. Eine Pandemie, den Begriff hatten wir schon fast aus unserem Sprachgebrauch verbannt, zeigt, wie verletzlich wir sind. Eine Krankheitswelle rast durch unser Land, durch Europa, durch alle Erdteile. Sie hinterlässt Fassungs- und Ratlosigkeit und – Tote in großer Zahl. Sie wird unser aller Leben in einigen Wochen, vielleicht sind es auch Monate, völlig verändern.
- Wir werden unser Gesundheitssystem überdenken müssen
- Wir werden unsere Gewohnheiten verändern müssen
- Wir werden unsere Lieferketten und die dazugehörige Logistik neu ordnen müssen
- Wir werden unser Finanz- und Wirtschaftssystem stabilisieren müssen
- Wir werden ….
Das sind Gedanken, die in die Zukunft reichen. Konzentrieren wir uns auf die Gegenwart. Zeigen wir, dass wir solidarisch sind und uns gegenseitig helfen. Dann wird sich automatisch der Optimismus wieder einstellen. Wir wollen mit unseren täglichen gesellschaftspolitischen Informationen dazu beitragen.
Bleiben Sie gesund!
Veröffentlicht am 22.03.2020
Ein sinnloser Krieg und die Folgen
Am 22. März 1945 wurde die Lippestadt mit einem Bombenteppich überzogen. Tote, Verletze, Schutt und Asche. Englische Flugzeuge warfen ihre tödliche Last, nur 1 ½ Monate vor dem Ende des 2. Weltkrieges, über Dorsten ab. Jede Frage nach dem WARUM verbietet sich heute, kennt man die Geschichte. In Kurzfassung: Deutschland hat den Krieg begonnen und unendliches Leid über die überfallenen Nachbarländer gebracht. Dazu das menschenverachtende, millionenfache Morden aller anders Denkender, aller anders Aussehender, aller anders Glaubender. Erst eine Allianz der Amerikaner, Engländer, Franzosen und Russen zwang die deutschen Aggressoren in die Knie. Idiotische deutsche Durchhalteparolen an die Zivilbevölkerung verlängerte die Leidenszeit auf allen Seiten. So beschlossen die späteren Befreier vom Nationalsozialismus, die Bevölkerung auch durch Bombardierung zu demoralisieren. Ein Kriegsmittel, äußerst umstritten, wird leider auch aktuell noch überall auf der Welt eingesetzt. Der heutige Tag ist eine gute Gelegenheit, sich zu erinnern, und ohne WENN und ABER sich dem Friedensdienst zuzuwenden. Dass aus Feinden Freunde geworden sind, zeigt, dass dieser Weg alternativlos ist. Der 22. März muss in Dorsten ein Erinnerungs-, Mahn- und Gedenktag bleiben.
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 21.03.2020