Wer könnte meine Hilfe gebrauchen?
Der Rhader und Dorstener Appell:
Frage jetzt bitte nicht, was kann der oder die für mich tun, frage, was kann ich für den oder die tun?
DANKE
Veröffentlicht am 20.03.2020
Der Vision folgt die Ernüchterung mit Katerstimmung
Wer in Bildern spricht, wird überall gut verstanden. Bezeichnen wir also hier die EU mal als Schiff. Nach dem „Gute-Laune-Kapitän“ Juncker steht erstmals eine Kapitänin am Ruder. In der Offiziersmesse sollen weitere 28 gestandene Seeleute den Kurs bestimmen, um sicher im nächsten Hafen anzukommen. Der Wahlspruch lautet: „Eine Hand fürs Schiff, eine Hand für mich“. Plötzlich schwere See. Die erste Ratte ist von Bord gegangen. Nur noch 27. Kein gutes Zeichen. Auf der Brücke versucht Ursula von der Leyen, das, in der Fachsprache bezeichnete Dickschiff, nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Jetzt erweisen sich die 27 Kameraden als Leichtmatrosen. Der Tagesbefehl, eine freie Hand auch dem Schiff zu geben, ist vergessen. „Rette sich wer kann“, so lässt sich das Folgende beschreiben. Die zur Verfügung stehenden 27 Rettungsboote haben abgelegt. Auf der Brücke eine einsame und verlassene Kapitänin. Das Schiff, das 1957 auf den schönen Namen EWG getauft wurde, nach dem ersten Umbau lautete es EG, und nun, nach einem weiteren Decksaufbau, EU, steuert auf die schon klar erkennbaren Klippen an der EU-Außengrenze zu, die in allen Seekarten verzeichnet sind. Crash, Untergang. Nur ein Traum? Ein Albtraum?
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 19.03.2020
Vorbildliche Informationspolitik des Dorstener Presseamtes
Seit Tagen überschlagen sich die Ereignisse. Die Stadt Dorsten informiert fast „rund um die Uhr“, was noch geht und was nicht mehr. In unserem Interesse. Die Rhader SPD übernimmt heute auszugsweise den aktuellen Text, um die (lebens)wichtigen Infos weiterzureichen. Unsere Bitte: Bleiben Sie gesund und helfen Sie mit, die ernste Krise zu bewältigen.
Ihre Rhader Sozialdemokraten
Pressedienst Stadt Dorsten 17.03.2020
Corona-Virus: Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens - erste Übersicht
- Osterfeuer und Schützenfeste sind ab sofort untersagt
- Alle Spielplätze im Stadtgebiet sind gesperrt
- Restaurants, Hotels und Imbissstuben mit Zugangsbeschränkung und reduzierten Öffnungszeiten
- Auflagen für Einkaufscenter, Einrichtungshäuser und Geschäfte
- Regelungen für Reiserückkehrer
- Auflagen für Krankenhäuser und Pflegeheime
Im Wortlaut:
Veröffentlicht am 17.03.2020
Was will ich? Mit wem will ich? Was können WIR erreichen?
Eine Krise zwingt uns immer auch auszuloten, was „morgen“ anders gemacht werden müsste. Anders heißt natürlich - besser. Neben vielen Bereichen, Familie, Beruf, Freunde, gehört das politische Engagement ebenfalls dazu. Die wichtigste Ebene unseres Lebensmittelpunktes ist die Kommune. Diejenigen, die sich bisher an vorderster „Front“ engagieren, werden von den Sachzwängen der Tagespolitik quasi „aufgefressen“. Querdenken hat da keinen Platz. Plötzlich - eine neue Situation. Zeit! Das muss nicht Langeweile bedeuten. Das schafft Raum, neue Wege zu gehen. In unserer Flächenstadt Dorsten gibt es weiße Flecken. Ein Beispiel: Das städtische Kultur- und Bildungsangebot macht bisher einen Bogen um Rhade. „Das geht gar nicht“, so eine Feststellung, der nichts entgegengesetzt werden kann. Auf weitere Beispiele wird heute verzichtet. Der Kabarettist Fritz Eckenga glänzte lange mit dem Text: "Musst du mal drüber nachdenken. Inne Halbzeit. 15 Minuten. Schaffst du schon!" Dem ist nichts hinzuzufügen.
Nachdenkzeilen aus Rhade - wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 17.03.2020
Sozialdemokraten standen immer auch auf der Seite der Hilfesuchenden und Ausgegrenzten - Das muss so bleiben
Ja, das Virus macht Angst. Ja, wir stellen fest, fast machtlos zu sein. Ja, wir müssen lernen, mit einer ganz neuen Situation zu leben. Aber, wir sollten dabei den Blick nicht nur auf uns richten. Der Blick über den Tellerrand hat uns Sozialdemokraten seit über 150 Jahren ausgezeichnet. Unsere Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität beziehen gedanklich alle Menschen weltweit ein. Das Godesberger Programm ist seit 1959 unser Grundsatzprogramm. Es lohnt sich, auch 61 Jahre später, da mal (wieder) einen Blick hineinzuwerfen. Daraus können wir nämlich die Energie ziehen, die nötig ist, uns weiterhin gesellschaftspolitisch zu engagieren. „Der Mensch steht im Mittelpunkt“. Ein Anspruch, der sich leicht ausspricht, aber ungeheure Energie verschlingt, um ihn umzusetzen. „Es gibt viel zu tun. Also packen wir es an“. Eine Plattitüde zwar, aber aktueller denn je.
„Die Sozialdemokraten werden gebraucht - heute und morgen“, stellen Rhader Sozis zum Wochenanfang fest
Veröffentlicht am 16.03.2020