Allgemein Corona-Krise: Plötzlich Zeit, auch die Umgebung kennenzulernen

Wandersteig Naturpark Hohe Mark streift auch Rhade

Um die schrecklichen Nachrichten etwas zu verdrängen, ist ein Spaziergang das beste Mittel. Dazu müssen wir Rhader nicht in die Ferne schweifen, sondern finden direkt vor unserer Haustür einen Wanderweg, der den Namen HOHE MARK STEIG trägt. Die Beschilderung ist auffällig. Der Wanderweg, 120 Kilometer lang, ist in viele Einzeletappen unterteilt. Unterschiedliche Farben kennzeichnen Haupt- und Nebenrouten, die zum Ausgangspunkt zurückführen. Eine Attraktion, die sich die Rhader und natürlich auch alle Dorstener nicht entgehen lassen sollten. Folgen Sie den Schildern (siehe Foto), und versuchen so, Ihre Heimat besser zu verstehen und wertzuschätzen. Dazu müssen Sie das südlich von Rhade gelegene Wiesengelände in Richtung Deutener Moor überbrücken. Vielleicht können wir dann die Corona-Bedrohung etwas aus unseren Köpfen bekommen. Die Rhader Sozialdemokraten rufen Ihnen zu: „BLEIBEN SIE GESUND“.

Ausführliche Informationen siehe www.naturpark-hohe-mark.de

Veröffentlicht am 31.03.2020

 

Bundespolitik Olaf Scholz "WIR KOMMEN DA DURCH"

Vizekanzler Olaf Scholz hat den Bürgerinnen und Bürgern in der Corona-Krise Mut zugesprochen. „Vor uns liegen harte Wochen. Wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind“, sagte Scholz am Mittwoch im Bundestag zur Debatte um das Hilfspaket der Regierung. „Es braucht mehr als die Regierung“, sagte der Vizekanzler. „Wir alle müssen uns umeinander kümmern. Dann kommen wir da durch.“ „Wir erleben eine Krise, die in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild ist“, sagte Scholz. Sie zeige, wie verletzlich jede und jeder sei. „Das, was wir jetzt brauchen, ist Solidarität“, auch unter Staaten. Deutschland stehe auch an der Seite seiner europäischen Partner. „Das ist keine Sache für uns allein. Wir stehen zusammen.“ Scholz dankte Menschen wie Ärzt*innen, Verkäufer*innen und Busfahrer*innen, die das öffentliche Leben am Laufen halten. „Sie leisten Großes in diesen Tagen.“

„Vor uns liegen harte Wochen“ Der Vizekanzler räumte ein, dass der Bevölkerung derzeit viel abverlangt werde. Das öffentliche Leben sei eingeschränkt, die Auswirkungen überall spürbar. Viele Menschen hätten jedoch Verständnis für die Auflagen. „Vor uns liegen harte Wochen, wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind.“ Die Bundesregierung tue alles Mögliche und alles Nötige, um die wirtschaftlichen und sozialen Folge der Krise abzumildern. „Dazu gibt es kein Drehbuch“, sagte Scholz. Es gehe um drei Dinge: eine gute Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, den Lebensunterhalt der Menschen zu sichern, die Wirtschaft und Arbeitsplätze zu schützen. Für den Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro hat der Bundestag die Schuldenbremse im Grundgesetz wegen einer außergewöhnlichen Notsituation außer Kraft gesetzt. „Das ist eine gigantische Summe“, sagte der Bundesfinanzminister. Deutschland könne sich das jedoch leisten, denn es sei in den Vorjahren solide gewirtschaftet worden. Jetzt gehe es darum, dass die Hilfen schnell ankommen.

Schutzschirm für Deutschland Das Coronavirus erfordert entschlossenes Handeln und kluges Krisenmanagement. Die Bundesregierung tut alles, was notwendig ist, damit wir gemeinsam diese Krise überstehen: Das wichtigste ist der Schutz der Gesundheit! Und es geht darum, die Folgen der Krise klein zu halten. Darum spannen wir einen Schutzschirm für Deutschland – für Familien, für Arbeitsplätze, für Selbstständige, für kleine und große Unternehmen. Und wir geben Sicherheit für Mieter*innen. Die Menschen können sich auf uns verlassen, wir stehen in dieser Krise an ihrer Seite – mit konsequentem Regierungshandeln, unbürokratisch und praktisch.

www.spd.de

Veröffentlicht am 30.03.2020

 

Gesellschaft Das Recht aufs Sterben schließt das Recht aufs Leben ein - Eine Selbstverständlichkeit, an die erinnert werden muss

Gedanken zum Wochenende aus Rhade

Das Bundesverfassungsgericht hat kürzlich geurteilt, dass selbstbestimmt und mit Hilfe Dritter, das eigene Leben vorzeitig beendet werden darf, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Die Betonung liegt auf selbstbestimmt. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass jeder bei uns das Recht hat, solange zu leben, wie er will. Was so selbstverständlich klingt, gerät zurzeit ins Wanken. Im Zuge der schrecklichen Corona-Katastrophe wird auch immer lauter darüber diskutiert, ob der erkrankte „80jährige“ nicht besser „abgeschaltet“ werden sollte, um einer ebenfalls infizierten 35jährigen Hausfrau mit 2 Kindern das Beatmungsgerät zu überlassen. Der Wert des Lebens ist aber unabhängig vom Alter. Und unsere Grundwerte sind in unserem Grundgesetz verankert. Im Artikel 2 (2) heißt es: Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Der Artikel 3 (3) beschreibt, dass niemand benachteiligt werden darf. Auch das Separieren nach Alter, also dass z. B. für alle ab 65 ein Ausgehverbot verhängt werden müsste, ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Im Artikel 1 ist verbindlich von der Würde des Menschen die Rede. Jedes Menschen! Der Appell lautet: Kühlen Kopf bewahren und solidarisch handeln!

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 28.03.2020

 

Service Siedlergemeinschaft Stuvenberg: Nachbarschaftshilfe gestartet

Eine gute Idee in schweren Zeiten

Dieter Stephan, Sprecher der Siedlergemeinschaft Stuvenberg hat eine Initiative gestartet, die Unterstützung verdient. „Vielleicht kann man als Nachbarschaftshilfe mal einen Einkauf oder Botengang für seinen Nachbarn übernehmen. Oder ihn anrufen, um zu fragen, ob Hilfe benötigt wird“, so seine Bitte in einem Rundschreiben. Parallel regt er an, einer WhatsApp-Gruppe der Siedlergemeinschaft beizutreten, um auch so zu kommunizieren.

Kontakt: Dieter Stephan, Am Hünengrab 12, Telefon 0177-6864987

Veröffentlicht am 27.03.2020

 

Gesellschaft Heute wollen wir mal nicht über CORONA und die Folgen berichten - Heute erinnern wir an eine starke Dorstener Frau

Schwester Paula – Künstlerin und Ordensfrau (1)

 

Die öffentliche Diskussion über die mögliche Verlegung des Tisa-Brunnens aus der Dorstener Innenstadt, ist eine gute Gelegenheit, an eine außergewöhnliche Frau, die Dorstener Geschichte geschrieben hat, zu erinnern. Dazu übernehmen wir den Artikel von Wolf Stegemann, Autor des Dorsten-Lexikons, in mehreren Abschnitten. Das Dorsten-Lexikon kann unter www.dorsten-lexikon.de aufgerufen werden:

1903 in Tressow bis 2001 in Dorsten; Ehrenbürgerin, Künstlerin und Nonne. – Die geborene Gräfin Elisabeth von der Schulenburg lebte von 1952 bis zu ihrem Tod 2001 als Sr. Paula im Ursulinenkloster in Dorsten. Als Künstlerin nahm sie den Namen „Tisa“ an. Von Geburt Gräfin, aus Berufung Künstlerin und aus Überzeugung Nonne war Sr. Paula, vormals geschiedene von Barner, davor geschiedene Hess und davor geborene Gräfin Elisabeth Karoline Mary Margarete Veronika von der Schulenburg, eine höchst ungewöhnliche Frau, die annähernd ein volles Jahrhundert gelebt und fast das gesamte 20. Jahrhundert mit seinen Brüchen und Verwerfungen erlebt hat. Daher zeichneten persönliche und existenzielle Brüche auch ihr Leben. Nach Dorsten kam sie schon Ende der 1940er-Jahre. Sie wählte die Stadt, weil hier – im Kreis Recklinghausen – ihr Bruder Fritz-Dietlof Anfang der 1930er-Jahre gelebt hatte. Sie wohnte „als Ostflüchtling“ im Pfarrhaus von St. Agatha, wo sie katholisch wurde, und schnitzte für die Pfarrei aus den jahrhundertealten Balken des kriegszerstörten Rensingschen Hauses einen Kreuzweg.

 

Wolf Stegemann 

Veröffentlicht am 26.03.2020

 

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